Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Freiwillige Krankenversicherung nach Abfindung

21.01.2008 20:09 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Ich war von April 1997 bis September 2007 bei einem großen deutschen Unternehmen tätig. Festangestellt, aber nur über eine wöchentliche Arbeitszeit von 24 Std. Ich habe Vollzeit (38,5 Std) gearbeitet und erhielt regelmäßig Aufstockungsverträge. Im August 2007 habe ich erfahren, dass diese Aufstockungsverträge nicht verlängert werden sollen und ich ab Oktober 2007 nur noch die festen 24 Stunden arbeiten soll.

Zuerst wollte ich vor dem Arbeitsgericht klagen, dann wurde mir zugesichert, dass die fehlenden Stunden mir als Überstundenlohn gezahlt werden, was dann aber auch wieder fallengelassen wurde, sodass ich mich Ende September entschieden habe, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben mit einer Abfindungssumme von 25000 EUR brutto. Hiervon wurden Steuern und Sozialversicherungsbeträge abgezogen. Jetzt konnte ich die Kündigungsfrist natürlich nicht einhalten, woraufhin das Arbeitsamt meine Anfindung anrechnete und ich auch nicht krankenversichert war.

Ich habe mich bei meiner Krankenkasse persönlich freiwillig krankenversichert, und der Herr von der Versicherung hat mir dann vorgerechnet, dass es mich monatlich ca. 120 EUR kosten wird. Wochen später wollte die Krankenkasse dann von mir wissen, ob ich eine Abfindung bekommen habe, woraufhin ich meine 25000 EUR wahrheitsgemäß angegeben habe. Und jetzt bekomme ich ein Schreiben von der Krankenkasse, dass ich für den Zeitraum meiner Arbeitslosigkeit (01.10.07 - 11.11.07) einen Betrag von knapp 600 EUR zahlen soll.

Jetzt die Fragen: Darf die Krankenkasse in meinem Fall meine Abfindung auf die freiwillige Krankenversicherung anrechnen? Hätte mich der Herr von der Krankenkasse nicht sofort drauf hinweisen müssen? Immerhin hat er mir völlig falsche Angaben gegeben. Muss ich den erhöhten Betrag bezahlen oder habe ich die Möglichkeit, mich dagegen zu wehren?

Sehr geehrter Fragensteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Anhand Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Fragestellungen wie folgt:

Zunächst trifft die Rechtsauffassung Ihrer Krankenversicherung zu, dass sie grundsätzlich Ihre Abfindung bei der Beitragsberechnung zu berücksichtigen hat. Allerdings ist die besondere Konstellation in Ihrem Fall, dass Sie der Sachbearbeiter damals mit dem niedrigen Beitrag lockte.

Leider obliegt Ihnen die Beweislast, dass Ihnen der Sachbearbeiter den günstigen Beitrag fest zusicherte. Ich gehe davon aus, dass der Sachbearbeiter einfach behaupten wird, dass Sie keine Angaben zur Abfindung gemacht haben und sie insofern die Pflicht zur Angabe aller beitagsrelevanten Angaben obliegt.

Dennoch hätte sich der Sachbearbeiter meiner Meinung nach fragen müssen, warum das Arbeitsamt Ihnen die Beiträge nicht zahlt. Grund dafür hätte eine Sperrzeit oder ein Ruhen des Anspruchs wegen Zahlung einer Abfindung sein können. Daher wird es insgesamt nicht leicht sein, den Beweis zu führen, ich rate Ihnen jedoch, soweit es fristgerecht noch möglich ist, Widerspruch gegen die Entscheidung der Krankenkasse einzulegen. Die Erfolgsaussichten schätze ich eher negativ ein. Solange Sie sich jedoch selbst vertreten ist die Sache überschaubar. Ggf. trägt ein Gespräch mit dem Vorgesetzten zur Klärung bei.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen ersten Einschätzungen weiterhelfen konnte und verweise bei Unklarheiten nochmals auf die kostenlose Nachfragefunktion.

Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen


Inga Dransfeld-Haase
Rechtsanwältin
E-Mail: dr-haase@dr-schwoebbermeyer.de


Ich bitte noch folgendes zu beachten:

Die Beratung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Es kann entsprechend den vorliegenden Bedingungen nur ein erster Überblick geboten werden, der eine abschließende, umfassende und verbindliche Anwaltsberatung nicht ersetzen kann. Der Umfang der Antwort steht weiterhin in Abhängigkeit zu Ihrem eingesetzten Honorar.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 75011 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Man merkt, der Anwalt hat die Frage nicht nach null-acht-fünfzehn bearbeitet. Auch für Laien verständlich inkl. Tipps, wie zukünftig solche Dinge vertraglich geregelt werden könnten. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Gut, schnell und kompetent. Danke. Gerne wieder ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
die Antwort kam sehr schnell ...
FRAGESTELLER