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Freiwillige Kranken- und Pflegeversicherung

26.04.2015 13:07 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Zusammenfassung:

Frage zur Erstattungspflicht von Krankenkassenbeiträgen in der GKV

Guten Tag!

Ich war von Oktober 2011 bis Dezember 2012 familienversichert. Im Schreiben vom März dieses Jahres teilt mir die Krankenkasse folgendes mit:

Durch den Einkommensteuerbescheid 2012 hat sie festgestellt, dass Einkünfte 2012 aus selbständiger Arbeit erzielt wurden, die für die Familienversicherung relevante Grenze überschritten haben. Somit endet für mich die Familienversicherung am 31.12.2012 endet.

Die KK bietet mir ab 01.01.2012 eine freiwillige Kranken- und Pflegeversicherung an. Dem Schreiben ist ein Anmeldebogen beigefügt. Zudem wird im Schreiben darauf hingewiesen, dass der Bescheid zugleich im Namen der Betriebskrankenkasse als Träger der Pflegeversicherung ergeht. Was bedeutet das? Ich habe den Anmeldebogen bisher nicht ausgefüllt. Die einmonatige Widerspruchsfrist ist also verstrichen.

Welche Möglichkeiten außer der nachträglichen Rückzahlung der geforderten Beiträge habe ich? Würde die KK mein Angebot, die verursachten (sehr geringen) Kosten nachzubezahlen und zu kündigen annehmen?

Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Was bedeutet das?

Das bedeutet, da die Pflegekasse bei der Krankenkasse angesiedelt ist (Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung), die Mitgliedschaft in der Krankenkasse zugleich die Mitgliedschaft bei der Pflegekasse begründet.

2. Welche Möglichkeiten außer der nachträglichen Rückzahlung der geforderten Beiträge habe ich?

Jede Person in der BRD ist verpflichtet, eine Krankenversicherung zu unterhalten.

Das bedeutet, dass eine Krankenkasse zunächst einmal bis zu 4 Jahre rückwärts Beiträge anfordern kann.

Da Ihre Familienversicherung endete, bestand die Möglichkeit als Selbständiger entweder in die PKV oder in der GKV als freiwilliges Mitglied zu verbleiben.

In die PKV sind Sie nicht gegangen.

Nach § 188 Abs. 2 SGB V beginnt die freiwillige Versicherung mit dem Tag des Ausscheidens aus der Familienversicherung.

Damit begründet sich dann auch die Pflicht zur Beitragszahlung.

Die Krankenkasse muss und wird sich daher nicht auf Ihren Vorschlag einlassen, da ihr die Beiträge dem Gesetz nach zustehen.

Also habe Sie keine andere Möglichkeit als die Zahlung der Beiträge, zumal die Krankenkasse und damit die Versichertengemeinschaft das Risiko Ihrer Erkrankung getragen haben.

Kündigen können Sie die Krankenkassen, wenn Sie 18 Monate dort Mitglied waren.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 28.04.2015 2,8/5,0
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