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Freistellung wegen Interessenkonflikts

| 23.07.2008 11:45 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Hallo Anwälte
Habe durch meinen Arbeitgeber eine Freistellung bekommen, wegen Interessenkonflikt !
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Genauer Wortlaut ist : Nach Rücksprache mit unserem Firmenanwalt werden wir Sie wegen Interessenkonflikts ab dem 15.07.2008 freistellen . Es wird für die Dauer der Freistellung der Durchschnittlohn gezahlt !
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Durchschnittslohn finde ich gut , da dieser sehr hoch ist derzeit.Firmenauto,Laptop,Handy usw. muste ich abgeben ! Ist das Normal ?
Jetzt zum Sachverhalt:
Ein Kollege von mir wurde beim Diebstahl bei einer Firma erwischt mit dem Firmenauto.Er wurde sofort fristlos gekündigt .
Ich hingegen habe mit der ganzen Sache nichts zu tun.Da aber von meinem Kollegen Diebesgut in der Firma gelagert wurde und die Kripo dann in die Firma kam und diese Sachen gefunden hat , tauchte plötzlich mein Name auf !
Mein Kollege meinte bei der Kripo und in einem letzten Gespräch in der Firma, das ich von dem ganzen wuste, was natürlich nicht stimmt so .
Er hatte mir was angeboten einen Tag vorher was ich auch in der Hand hatte und nicht haben wollte, und dann zur Seite legte um meine Arbeit in der Firma fortzuführen , weil die Sachen an meinem Arbeitsplatz lagen . Mehr weiß ich nicht davon ! Ich habe nur meinem Kollegen gebeten,die Sachen verschwinden zu lassen aber er hatte nicht gehört und nun wurden diese 3 Teile auch noch mit in der Firma gefunden wo natürlich meine Fingerabdrücke drauf sind !
Die Kripo kam auch zu mir nach Hause und hat die fehlenden Sachen gesucht wo ich nartürlich nichts von weiß ,und es wurde bei mir auch nichts gefunden. Die Kripo kam nur weil er meinen Namen mit reingezogen hat .
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Nun meine Frage :
Ist die Freistellung wie eine Kündigung oder erfolgt danach eine Kündigung ? Mein Arbeitgeber (kleines Unternehmen 12 Leute), hat mir nicht mal den Grund genannt für die Freistellung ! Und der Chef meinte ich soll erst mal 3 Wochen Freistellung machen und danach habe ich noch 3 Wochen Urlaub und dann sehen wir weiter sagte er !
Mir wurde schon von Bekannten gesagt , das ich meinen Urlaub während der Freistellung nicht nehmen brauche ! Richtig ?
Und kann meine Firma mich entlassen wegen solcher Sache ?
Ich habe meine Firma nicht geschädigt,nicht bestohlen,nicht mit dem Firmenwagen Diebesgut gefahren und mir noch nie was zu Schulden kommen lassen und noch nie eine Abmahnung bekommen !

Achso ich bin jetzt fast 18 Jahre in der Firma !

Und Bekannte von mir sagen , wenn ich entlassen werde bekomme ich null Abfindung ! Ist das Richtig ? Obwohl es unser Firma richtig gut geht !Ich verdiene im Schnitt so ca 60-70.000 EUR jährlich (Brutto)

Ich habe so viel geschrieben , damit Sie sich ein besseres Bild machen können !

M.f.G.

bau192



Sehr geehrter Ratsuchender,


die Abgabe von Firmenauto,Laptop,Handy usw. ist, da sie dieses aufgrund der Freistellung nicht für die Berufsausübung benötigen, nicht zu beanstanden.

Die Freistellung ist NICHT mit einer Kündigung gleichzusetzen; es muss auch keine Kündigung erfolgen. Die Freistellung ist das arbeitgeberseitige Mittel, zunächst den Verlauf des Verfahrens abzuwarten.

Urlaub müssen Sie in der Zeit der Freistellung nicht nehmen.

Eine Kündigung ist durchaus möglich, da der Kollege Diebesgut in der Firma gelagert hatte und Sie davon Kenntnis hatten. Denn auch diese Hilfeleistung durch Verschweigen gegenüber dem Arbeitgeber kann strafrechtlich relevant sein. Ein Schaden ist der Firma sicherlich durch eine mögliche Rufschädigung entstanden (was aber auch ggfs. von der Art des Unternehmens abhängen wird), da die polizeiliche Durchsuchung sich ggfs. natürlich schnell herumsprechen kann und damit dann auch eventuelle Kunden die Zusammenarbeit mit der Firma kündigen könnten - all dieses wird aber von der Art des Geschäftsbetriebes abhängen.

Kommt es deshalb zur Kündigung, werden Sie auch keine Abfindung bekommen. Allerdings sollten Sie dann die Kündigung unbedingt gesondert auf deren Wirksamkeit hin nochmals im Rahmen einer individuellen Beratung prüfen und ggfs. Kündigungsschutzklage erheben lassen. Dann könnten Sie vielleicht noch eine Abfindung erhalten.

Hier sollten Sie schnell ein klärendes Gespräch mit der Firmenleitung suchen, um die Angelegenheit dann zu bereinigen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


Nachfrage vom Fragesteller 23.07.2008 | 12:11

Leider habe ich schon mermals versucht mit meinem Chef zu sprechen was erfolgs ist !Und was heist es muß keine Kündigung erfolgen ? Ist das denn wie eine Kündigung ??
Und ich wuste nicht das es Diebesgut war und ich wuste auch nichts davon das er die die Sachen in der Firma gelagert hatte !
Und wenn das Verfahren wie es ja in Deutschland üblich ist lange dauert ( 3 oder 6 Monate ) , solange kann er mich denke ich mal , nicht frei sellen da wir ein Dienstleistungsunternehmen sind !
Und es spricht sich nur in unserer Kundschaft rum , da mein Einsatzleiter überall anruft und das erzählt bzw. nachfragt ob ich irgendwo etwas angeboten habe !
Und mir, wurde von der Firma gesagt , die Freistellung ist dafür das Ruhe ( angeblich ) in der Firma einkehrt !
Was soll so etwas !
Und wie gesagt ich habe soweit mit der ganzen Sache Nichts zu tun !
Und wie meinen Sie das es muß auch keine Kündigung erfolgen ?
Kann in fliegen ohne Kündigung ????
Aber noch eine Frage hierzu :
ich denke mal das mein Arbeitgeber mich wohl kündigen wird oder was sagt Ihnen Ihr Gefühl zu der Sache ?

M.f.G.



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.07.2008 | 12:22

Sehr geehrter Ratsuchender,


bei der Freistellung besteht das Arbeitsverhältnis "normal" weiter, allein Ihre Pflicht zur Arbeitsleistung ruht. Dieses ist auch nicht mit einerb Kündigung gleichzusetzen.

Die Kündigung muss in Schriftform erfolgen und ohne eine solche Kündigung endet das Arbeitsverhältnis auch nicht (Sie "fliegen" also dann nicht).

Das Verhalten des Einsatzleiters ist nicht korrekt - hier sollten Sie unbedingt die Unterlassung verlangen. Denn so kann natürlich keine Ruhe einkehren, so dass ein solches - von Ihnen auch nicht hinzunehmendes - Verhalten widersprüchlich ist.

Bezüglich der Kenntnis bin ich von Ihrer ersten Sachverhaltsdarstellung ausgegangen: Wenn Sie dort ausführen, dass Ihnen etwas zum Kauf angeboten worden ist und Sie den "Kollegen" aufgefordert haben, diese Sachen verschwinden zu lassen, wirft dieses natürlich den Verdacht auf, dass Sie erkannt haben, dass diese Sachen nicht rechtmäßig veräußert werden sollten.


So, wie Sie es schildern und aufgrund des Verhaltens des Einsatzleiters gehe ich auch davon aus, dass die Beendigung des Arbeitsverhältnisses angestrebt wird. Spätestens dann sollten Sie einen Anwalt beauftragen, um gegen eine Kündigung vorzugehen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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