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Freistellung von der Arbeit

14.06.2010 19:35 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo,ich arbeite seit März 2010 in einem Freizeitpark: Mein Arbeitgeber verlangte ein Führungszeugnis ,welches jetzt eingetroffen ist,darin steht das ich wegen Betrug zu Geldstrafe verurteilt wurde . Ich arbeite an den Eingangskassen des Parks.Im Oktober 2009 habe ich auch schon an den Kassen gearbeite,und eine gute Beurteilung bekommen ,weshalb ich auch wieder eingestellt wurde(an den Kassen ) Am Samstag teilte mir man mir dann nach Dienstschluß mit ,das ich von der Arbeit freigestellt werde ,aufgrund meiner Eintragung im Führungszeugnis,(Mir war nicht bewusst das Geldstrafen Vorstrafen sind -hatte nein zu Vorstrafen angekreutzt ).Man sagte mir ich solle zum Betriebsrat gehen ,und alles weitere klären,der Herr vom Betriebsrat meinte ich würde wohl eine Anhörung bekommen,
Meine Frage lautet ob diese Freistellung rechtens ist-ich habe mir auf der Arbeit nichts zuschulden kommen lassen .

Sehr geehrte Fragestellerin,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen. Unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Um die Resozialisierung von vorbestraften Arbeitnehmern nicht unnötig zu erschweren, darf ein Arbeitgeber einen Bewerber bei einer Einstellung nur dann nach Vorstrafen befragen, wenn die Art der zu vergebenen Stelle dies erfordert. Dies ist anhand eines objektiven Maßstabs zu bewerten (vgl. Bundesarbeitsgericht, 2 AZR 320/98)
Berufskraftfahrer dürfen demnach nach Verkehrsdelikten befragt werden und Bankangestellte nach Vermögensdelikten (Betrug, Diebstahl usw.)
Nur ausnahmsweise kann sich das Fragerecht des Arbeitgebers zu einer Offenbarungspflicht des Arbeitnehmers konkretisieren, wenn die Vorstrafe den Bewerber für die konkrete Tätigkeit schlechthin ungeeignet erscheinen lässt.
Sie sind nach Ihrem Führungszeugnis wegen eines Vermögensdelikts verurteilt worden. Dies ist aufgrund Ihrer Tätigkeit an der Kasse als problematisch zu betrachten und hätte wohl offenbart werden müssen, da es sich anscheinend nicht ganz unerhebliche Geldstrafe gehandelt hat (mehr als 90 Tagessätze).
Hinzu kommt, dass Sie im Bewerbungsbogen die Vorstrafe, wenn auch aus Unwissenheit, unberechtigterweise verschwiegen haben.
Für Sie spricht, dass Sie sich bisher nach Ihrer Darstellung an der Kasse nichts zu schulden haben kommen lassen. Insgesamt erscheint mir die Freistellung jedoch als durchaus berechtigt. Es wird wohl darauf ankommen, ob sich der Betriebsrat möglicherweise für Sie einsetzt.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben und verbleibe.

Mit freundlichen Grüßen

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