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Freier Dienstvertrag Schadenersatz


16.04.2018 23:21 |
Preis: 45,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich arbeite als "neue Selbständige" im Bereich der Nachhilfe und der Durchführung statistischer Analysen.

Eine Klienten forderte eine statistische Analyse. Ich habe ihr schriftlich mitgeteilt, dass ihre Idee nicht umsetzbar ist und eine Alternative geboten. Dafür habe ich eine Honorarnote in Höhe von 250 EUR ausgestellt und die Alternative durchgerechnet.

Nachdem die Klientin mit der ersten Analyse nicht zufrieden war, habe ich ohne weitere Kosten Verbesserungen vorgeschlagen und weitere Analysen geliefert.

Nun behauptet die Klientin auf einmal, sie könne mit meinen Analysen nichts anfangen weil sie nicht das zeigen, was sie erwartet hat. Sie wirft mir nun unprofessionelles Vorgehen vor (obwohl ich sie stets informiert habe und ihr auch kostenlos mehrere Alternativen gerechnet habe) und verlangt nun das von ihr geleistete Honorar zurück.

Bin ich in diesem Fall zu einer Rückzahlung verpflichtet? Es handelt sich ja um einen freien Dienstvertrag denn selbst wenn mir gesagt wird was ich rechnen soll, kann ich den Erfolg (das Eintreten der gewünschten Ergebnisse) nicht beeinflussen/forcieren.

Hat die Klientin einen Anspruch auf eine Rückzahlung und wenn ja - in welcher Höhe?
Zudem besitzt sie ja bereits meine Auswertung und könnte diese auch ohne mein Wissen benutzen (quasi gratis wenn die Anspruch auf Rückzahlung hat, da sie die Daten und Ergebnisse ja schon hat).

Für eine kurze Auskunft wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Nicole Karel
17.04.2018 | 00:03

Antwort

von


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Tel: 05177-9867225
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Sehr geehrte Fragestellerin,

dass die Analysen im Ergebnis (in Abgrenzung zur Darstellungsform) nicht zeigen, was Ihre Kundin erwartet hat, begründet unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt (deutsches Recht) einen Rückzahlungsanspruch.

Entscheidend ist, ob Sie dass getan haben, was vertraglich vereinbart war. Das ist nach Ihrer Schilderung der Fall. Ich gehe dabei davon aus, dass Sie zuerst die Alternative angeboten haben und darauf die Zahlung erfolgte. Darin liegt zumindest eine konkludente Annahme Ihres neuen Angebots, vgl. § 150 Absatz 2 Bürgerliches Gesetzbuch.

Freundliche Grüße
Stefan Pleßl, RA



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