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Freiberufliche Tätigkeit und Gründung einer GmbH (UG) parallel

| 11. März 2021 14:49 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Ich bin seit 2014 als Freiberufler (beratender Ingenieur, vorsteuerabzugsberechtigt und EÜR) tätig. Nun möchte eine GmbH (UG) gründen (April 2021). Die freiberufliche Tätigkeit möchte ich bis Januar 2022 fortführen und dann beenden. Kann ich bis zu diesem Zeitpunkt beide Unternehmungen parallel betreiben?

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre steuerrechtliche Frage wie folgt:

Sie erzielen in dieser Übergangszeit freiberufliche und gewerbliche Einkünfte. Diese sollten Sie sauber voneinander trennen, damit keine Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen der gleichzeitigen Ausübung einer freiberuflichen und gewerblichen Tätigkeit entstehen, die sich steuerlich auswirken könnten. Das hat folgenden Hintergrund:

Die gewerbliche Tätigkeit ist steuerlich von der freiberuflichen Tätigkeit getrennt zu betrachten, wenn zwischen beiden Tätigkeiten kein Zusammenhang besteht, so dass die Erzielung sowohl freiberuflicher als auch gewerblicher Einkünfte durch ein und dieselbe Person möglich ist.

Besteht zwischen beiden Tätigkeiten aber ein sachlicher und wirtschaftlicher Zusammenhang („gemischte Tätigkeit"), kann daraus eine einheitliche Beurteilung der beiden selbständigen Tätigkeiten erfolgen. Hier besteht dann die Gefahr, dass die gewerbliche Tätigkeit die freiberufliche "infiziert", mit der Folge, dass die freiberuflichen Tätigkeit und die gewerbliche Tätigkeit insgesamt als einheitlicher Gewerbetrieb angesehen werden.

Deshalb sollte es Ihnen gelingen, in der Übergangszeit sowohl Ihre Tätigkeit als auch die Buchhaltung für beide selbständigen Tätigkeiten getrennt zu führen, so dass keine Gefahr einer ggemischten Tätigkeit gegeben ist.

Ansonsten können die freiberuflichen und die gewerblichen Einkünfte getrennt ermittelt werden, soweit dies tatsächlich möglich ist. Dies der Vollständigkeit halber, denn ich habe Sie so verstanden, dass Sie Ihre freiberufliche Tätigkeit aufgeben, also nicht im Rahmen der GmbH weiterführen wollen.

Gegenüber dem Finanzamt sollten Sie die beiden Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit in der Zeit bis Januar 2022 also getrennt ermitteln und getrennt erfassen. Hierdurch vermeiden Sie, dass der freiberufliche Teil der Gewerbesteuer unterfällt.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick gegeben zu haben. Wenn noch etwas unklar geblieben ist, so fragen Sie gerne nach. Vorerst verbleibe ich mit freundlichen Grüßen!

Elisabeth v. Dorrien
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 11. März 2021 | 20:56

Sehr geehrte Frau v. Dorrien,
die GmbH (UG) soll gegründet werden, um in eine Photovoltaikanlage zu investieren und diese in der GmbH zu betreiben. Es soll aber auch die beratende Ingenieurdienstleistung in dieser GmbH fortgeführt werden.
Dies bedeutet in der Praxis:
Rechnungsstellung etc. für die Beratungstätigkeit bis Januar 22 als Freiberufler im Rahmen der EÜR.
Die GmbH kann sofort nach Gründung (April 21) die Investition Photovoltaikanlage in die Wege leiten. Nach Beendigung des "Freiberuflers" im Januar 22 erfolgt die Rechnungsstellung für die Beratungstätigkeit durch die GmbH.
Gelten Ihre Ausführungen auch in diese Konstellation?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11. März 2021 | 21:01

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre freundliche Nachfrage!

Ja, das ist in völliger Übereinstimmung mit dem Gesagten - Sie haben die "Abfärbeproblematik" also nur in der Übergangszeit, danach ist es ohnehin "alles gewerblich".

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen!

EvD

Bewertung des Fragestellers 11. März 2021 | 21:19

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Stellungnahme vom Anwalt:

Das ist sehr freundlich - vielen Dank für Ihre nette Bewertung!