Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.803
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Freenet liefert falsche Hardware und sperrt dann den DSL-Anschluß


| 03.12.2007 14:18 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Euler



Sehr geehrte Rechtsanwältinnen, sehr geehrte Rechtsanwälte,

bitte beantworten Sie meine Anfrage nur, wenn Sie mich in dieser Sache auch vertreten möchten. Ich benötige praktische Hilfe, bitte keine Kopien von Gesetzestexten.
Bitte nennen Sie mir die Kosten für einen ersten anwaltlichen Brief an Freenet, sowie für eine gerichtliche Vertretung.
Für alle Telefaxe habe ich die Sendeberichte sowie Einzelverbindungsnachweise der Telekom. Alle Emails sind bei meinem E-Mail Provider gespeichert. Ich habe von allen wichtigen Dingen Screenshots, teilweise Fotos per Digitalkamera mit aktueller Tageszeitung.

Der Vorgang im zeitlichen Ablauf:

Seit 24.01.2006
Ich habe bei Freenet einen DSL 2000 Anschluss inkl. DSL-Flatrate für 28,80 € monatlich. Mindestlaufzeit 2 Jahre, da ich eine AVM Fritzbox 7050 vergünstigt dazu bekommen habe. Die AGB für diesen Vertrag habe ich gespeichert und kann Sie bei Bedarf mailen.

24.09.2007
Hier fangen die Probleme an:
Ich bestelle bei Freenet telefonisch eine Tarifumstellung auf DSL 2000 inkl. DSL-Flatrate und DSL-Telefon (VoIP) Flatrate für 24,95 € monatlich ab dem 24.10.2007. Mindestlaufzeit 2 Jahre, da ich eine AVM Fritzbox 7170 für 19,90 € zzgl. 9,90 € Versandkosten dazu bestelle.
Ich habe mehrfach am Telefon die Gerätebezeichnung wiederholt und unmissverständlich die Fritzbox 7170 bestellt. Genau dieses Gerät wird auf der Freenet Homepage in Zusammenhang mit dem DSL Anschluss beworben.
Siehe: http://www.freenet.de/freenet/dsl/order/hardware_voip/index.html
Am gleichen Tage erhalte ich zwei E-Mails. Eine Produktwechselbestätigung mit Hinweis auf die Online-AGB (http://www.freenet.de/freenet/zugang/impressum/agb/index.html) aber ohne Widerrufsbelehrung in der E-Mail. Außerdem eine Bestätigung der Hardwarebestellung (mit Widerrufsbelehrung in der E-Mail) über einen „DSL-Router mit integrierter Telefonanlage und WLAN“. Da diese Angaben ja nicht falsch sind habe ich mir an dieser Stelle noch nichts dabei gedacht.

04.10.2007
Ich erhalte von Freenet die Hardware-Lieferung. Inhalt: Ein Samsung SMT SMT-G3220 DSL Router (mit integrierter Telefonanlage und WLAN). Dieses Gerät ist der Fritzbox 7170 von den technischen Daten sehr ähnlich, kann aber z. B. nur 108 Mbit/s WLAN anstelle von 125 Mbit/s wie bei der Fritzbox 7170. Außerdem bietet Freenet das Samsung Gerät im Online Hardwareshop auf Freenet.de für 40 Euro weniger an, als das AVM Gerät.
Siehe: http://www.freenet.de/freenet/dsl/hardwareshop/index.html

08.10.2007
Ich sende das Samsung Gerät mit Retourenschein zurück, weise auf „Falschlieferung“ hin und bitte um Lieferung der bestellten Fritzbox 7170. Post-Einlieferungsbeleg ist vorhanden. Außerdem nehme ich per Online-Kontaktformular Kontakt zum Kundenservice auf und bitte um Lieferung der Fritzbox 7170.

17.10.2007
Ich erhalte Briefpost v. 11.10.07: „Aus logistischen Gründen ist es uns nicht möglich, Ihnen andere Hardware im Tausch anzubieten“.

18.10.2007
Telefonat mit der Hotline. Mir wird gesagt, dass man mir nur noch das Samsung Gerät liefern könne, die Fritzbox werde nicht mehr angeboten. Wenn ich eine Fritzbox 7170 bestellt hätte, solle ich das am besten per Telefax reklamieren.
Daraufhin schicke ich abends ein Telefax mit Widerruf des Vertrags vom 24.09.07 sowie Kündigung des bisherigen Vertrages vom 24.01.06 fristgerecht zum 24.01.08. Ich erläutere, dass mir andere Hardware geliefert wurde als die bestellte.

22.10.2007
Ich widerrufe die Einzugsermächtigung zu sofort per Telefax.

29.10.2007
Ich erhalte per E-Mail eine Rechnung über 29,80 € für DSL-Telefonie Hardware und Versandkosten (das Samsung Gerät, dass ich vor 3 Wochen zurück geschickt habe).

08.11.2007
Ich erhalte Briefpost v. 2.11.07: „Hiermit bestätigen wir den Eingang Ihrer zurückgesandten bzw. nicht angenommenen Hardware“. Angeblich war kein Retourenschein dabei und man wüsste nicht, warum ich die Hardware zurückgeschickt habe. Man hat hier gelogen oder den Retourenschein verschlampt, denn ich habe den Retourenschein kopiert, Kopie zu meinen Unterlagen, Original ins Paket.

06.11.2007
Freenet bucht trotz (vor 2 Wochen) widerrufener Einzugsermächtigung 36,14 € ab. 29,80 € für die zurückgeschickte Hardware sowie 6,34 € für Internet-Telefonie. Ich lasse die Lastschrift zurückgeben und überweise sofort die unstrittigen 6,34 €. Außerdem schicke ich Freenet ein Telefax mit dem Hinweis, dass die Lastschrift storniert wurde, da keine Einzugsermächtigung besteht. Ich teile mit, dass ich 6,34 € überwiesen habe und die 29,80 € nicht bezahlen werde, da mir Hardware falsch geliefert wurde und ich diese zurückgeschickt habe.

12.11.2007
Ich erhalte per E-Mail eine Mahnung über 29,80 € zzgl. 10 € Mahngebühr. Ein paar Tage später erhalte ich diese Mahnung (dann aber mit Datum 13.11.07)per Briefpost.

14.11.2007
Ich erhalte Briefpost vom 8.11.07 auf mein Schreiben v. 18.10.07: Mir wird mitgeteilt, dass der Widerruf zu spät eingegangen sei. Eine abweichende Hardware-Lieferung sei kein Kündigungsgrund. Die Kündigung wird zum 23.10.2009 angenommen.

19.11.2007
Telefax an Freenet als Antwort auf deren Schreiben vom 8.11.07: Ich weise darauf hin, dass ich es nicht hinnehme, dass mir einfach ein Gerät eines anderen Herstellers geliefert wurde. Ich bestehe weiterhin auf Widerruf des Vertrages sowie Kündigung des bestehenden Vertrages. Ich berufe mich darauf, dass ich innerhalb von 14 Tagen widerrufen habe (Hardware-Erhalt 4.10.07, Widerruf 18.10.07). Ich erkläre hilfsweise meine sofortige Kündigung des Vertrages wegen Nichterfüllung. Auf eine Fristsetzung zur Nacherfüllung habe ich verzichtet, da Freenet bereits mit Schreiben vom 11.10.07 mitgeteilt hat, dass man mir aus logistischen Gründen keine andere Hardware anbieten kann.

21.11.2007
Telefax an Freenet bezüglich der Mahnung: Ich bitte darum, die Forderung über 29,80 € zu stornieren sowie das Mahnverfahren einzustellen. Ich begründe das mit dem Hardware-Erhalt am 4.10.07, Rücksendung vom 8.10.07 sowie deren Eingangsbestätigung vom 2.11.07.

28.11.2007
Mein DSL-Internetanschluss ist gesperrt. Eine DSL Verbindung wird zwar hergestellt, aber ich erhalte bei jeglichem Seitenaufruf den Hinweis auf die vorangegangene Mahnung und das der Anschluss gesperrt wurde (Diese Hinweisseite wurde von mir gespeichert.). Ca. 2,5 Stunden Telefonate mit der Hotline. Herr H. gibt mir Recht, dass das Samsung Gerät nicht gleichwertig zum AVM Gerät ist. Aber seit 1.10.07 würde generell nur noch das Samsung Gerät geliefert (!!!). (An dieser Stelle riecht das für mich nach Betrug, da das AVM Gerät beworben wird). Er will mir eine Fritzbox 7170 senden, sobald die offenen Posten ausgeglichen sind, wofür er aber nicht zuständig ist. Herr T. beantragt für mich intern eine Gutschrift, damit der Anschluss wieder frei geschaltet werden kann. Die Gutschrift muss intern aber erst bewilligt werden und das kann angeblich einige Zeit dauern.

29.11.2007
ca. 12:30 Uhr Telefax an Freenet: Ich setzte eine Frist zur Freischaltung bis spätestens 30.11.2007 23:59 Uhr und drohe die außerordentliche fristlose Kündigung an. Ich werfe Freenet vor, dass Sie den Zugang gesperrt haben, ohne dazu ein Recht zu haben und ohne versucht zu haben den Sachverhalt zu klären. Die Forderungen gegen mich sind unbegründet. Meine Faxe vom 6.11.07 und 21.11.07 blieben unbeantwortet.

30.11.2007
Es wird keine DSL Verbindung mehr aufgebaut, der Hinweis, dass der Anschluss gesperrt ist kommt nun nicht mehr. Wenn ich mich online unter Freenet.de mit meinen Kundendaten anmelde erhalte ich aber den Hinweis auf die bestehende Sperre.

03.12.2007 (heute)
Der Zugang ist immer noch gesperrt (Tag 6). Die Fritzbox 7170 wird immer noch auf Freenet.de beworben in Zusammenhang mit dem DSL Anschluss. Vom 40 € billigeren Samsung Gerät, dass dann tatsächlich geliefert wird, ist hier keine Rede. (Betrug ?)
Siehe: http://www.freenet.de/freenet/dsl/order/hardware_voip/index.html



Was mir wichtig ist:
Ich möchte am liebsten sofort von Freenet weg (fristlose Kündigung), falls nicht durchsetzbar notfalls bei Freenet bleiben. Je nachdem, ob mein Widerruf rechtsgültig ist bis zum 23.01.08 (bisheriger Vertrag) oder bis zum 23.09.09 (Vertrag nach Tarifumstellung), außerdem muss Freenet den Zugang sofort frei schalten. Falls der neue Vertrag gültig ist will ich natürlich auch die bestellte Fritzbox 7170 haben.

Ich möchte meine Aufwendungen erstattet haben (Hotline Telefonate, Schreibarbeit usw., anwaltliche Beratung/Vertretung), Schadenersatz weil ich den DSL Anschluss nicht nutzen kann (Ich surfe jetzt per Modem und telefoniere über Telekom Festnetz obwohl ich hierfür bei Freenet Flatrates habe).

Ich bin wenig risikofreudig und kann mir einen verlorenen Prozess schlecht leisten, da ich seit 3 Jahren erwerbslos bin und keine Rechtsschutzversicherung habe.

Was soll ich jetzt tun?

Bitte konzentrieren Sie Ihre Antwort nur auf die Dinge, die für mich wichtig sind.
Falls Sie strafrechtlich relevante Sachverhalte (Betrug, Nötigung wg. unberechtigter Mahnung bzw. Sperrung, unberechtigte Abbuchung) erkennen, wäre ich für kurzen einen Hinweis dankbar.

Ich bedanke mich recht herzlich für Ihren Rat.
Eingrenzung vom Fragesteller
03.12.2007 | 17:41
Eingrenzung vom Fragesteller
04.12.2007 | 09:42

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

ein erstes anwaltliches Schreiben an die Freenet AG wird Sie bei einem Streitwert von über 600 € (Grundgebühr für 24 Monate + der von Ihnen begehrte Schadensersatz) 120,67 € kosten. Verzichten Sie auf einen Schadensersatz und sinkt der Streitwert auf unter 600 €, so ergeben sich hierfür Kosten von 83,54 €.

Ein gerichtliches Verfahren mit anwaltlicher Vertretung beider Parteien kostet je nach Streitwert 690 € bzw. 453 €.

Grundsätzlich erkläre ich mich gerne bereit, Ihnen ein erstes Anschreiben an die Freenet AG zu formulieren, sowie eine erste Einschätzung der Rechtslage abzugeben.

Bitte rufen Sie mich hierfür in meiner Kanzlei an.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Euler
Rechtsanwalt

_____________
Rechtsanwalt Michael Euler
Roßmarkt 21
60311 Frankfurt/Main
Tel: 069 36605388 – Fax: 069 92005959
Internet: www.RA-Euler.de
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ich habe eine umfassende telefonische Beratung erhalten. Das war sehr viel mehr als ich erwartet hatte. Vielen herzlichen Dank Herr Euler. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60030 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ich bin sehr zufrieden mit der Antwort sowohl was Inhalt als auch Verständlichkeit betrift. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr zu empfehlen!!!! ...
FRAGESTELLER
4,4/5,0
Die Antwort war knapp und klar. Ich mag das. ...
FRAGESTELLER