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Frau von Hund angefallen , verletzt, Was nun ?

17.01.2008 09:54 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


12:01

Guten Tag,
vorgestern ging meine Frau mit unserem Hund (kleiner Terrier, angeleint) auf einem Feldweg spazieren. Es kam eine Halterin mit nichtangeleintem und ohne Halsband tragenden Hund (evt. Schaeferhund , oä.) entgegen. Der Hund griff sehr aggressiv, sofort unseren kleinen Hund an, der auch verletzt wurde. Meine Frau fordete die Halterin auf den Hund zurueckzuhalten, was sie jedoch nicht konnte bzw. tat. Meine Frau ging dazwischen und der Hund griff dann meine Frau an, die im Nachgang von Notarzt ins Krankenhaus eingeliefert werden musste wo sie noch immer liegt, multible Bisswunden am Torso sowie eine extreme Bisswunde am Hinterkopf. Die Halterin entfernte sich vor Eintreffen des Notarztes und der Polizei, Hilfestellung wurde von ihr nicht geleistet. Notarzt wurde von anhaltender Autofahrerin gerufen). Der Fall wurde von Polizei aufgenommen, die Halterin ist wohl i.d.Z. bekannt. Mein Fragenkomplex:
Was muss ich tun, um die Rechte meiner Frau zu wahren ?
Bekomme ich die auslagen vom Tierarzt ?
Werden die Auslagen der Behandlung meiner Frau erstattet ?
Bekommt meine Frau Schmerzensgeld ?
Muss ich Anzeige erstatten ? (Mein Kenntnissstand bisher ist, dass die Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt)
Was ist gegen den Hund / Halterin weiter zu unternehmen , da es das naechste mal ja ein Kind sein koennte, und wie der Ausgang da sein koennte, daran mag ich gar nicht denken.

Abschliessend, ist es sinnvoll, einen RA die Sache weiter zu verfolgen zu lassen ? Wie sind die Aussichen bzw. Risiken (kein Rechtsschutz)

Vielen Dank
Beste Gruesse

17.01.2008 | 10:58

Antwort

von


(474)
Fuhrstr. 4
58256 Ennepetal
Tel: 0 23 33 / 83 33 88
Web: http://www.rechtsanwalt-ennepetal.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Ich verstehe Sie so, dass Ihnen Name und Adresse der Hundeführerin noch nicht bekannt sind, ggf. aber der Polizei vorliegen. Ihre Frau sollte sich daher tatsächlich durch einen Anwalt vertreten lassen, damit dieser zunächst einmal Akteneinsicht beantragen kann bzw. sich mit der Polizei in Verbindung setzen kann, um die Identität der Hundeführerin und des Hundehalters (müssen nicht identisch sein) zu ermitteln.

Wenn die Identität geklärt ist, können Sie Forderungen gegen Halter bzw. Führerin des Schäferhundes stellen. Die Haftung beider Personen erfolgt unter den Voraussetzungen der § 833 BGB und § 834 BGB . Die genannten Positionen Tierarztkosten und Schmerzensgeld sind erstattungsfähig, Behandlungskosten nur soweit sie nicht auf die Krankenkasse übergehen. Weitere Schadenspositionen sind denkbar (z.B. Haushaltsführungsschaden, Bekleidungsschaden) und sollten mit dem Anwalt erörtert werden. Die Erfolgsaussichten sind noch nicht abschätzbar; unter Umständen muss sich Ihre Frau ein Mitverschulden bzw. die sog. Tiergefahr anrechnen lassen. Dies kann erst nach vollständiger Klärung des Geschehensablaufs und der Beweismöglichkeiten beurteilt werden.

Um die Ansprüche Ihrer Frau zu sichern, sollten Sie sich bemühen, Zeugen für den Vorfall zu finden. Sprechen Sie mit der Autofahrerin und ggf. anderen Hundebesitzern, die dort üblicherweise gehen. Vielleicht kann eine dieser Personen ergänzende Angaben machen.

Die Gefährlichkeit des Hundes können Sie dem Ordnungsamt melden, wenn dies nicht durch die Polizei erfolgt. Unter Umständen ist der Hund dort ebenfalls bereits bekannt.

Wenn Ihre Frau einen Anwalt beauftragt, schuldet sie diesem natürlich zunächst die entstehenden Kosten. Das Risiko besteht darin, dass Halter/Führer des Hundes nicht zu ermitteln sind oder bei beiden ein Kostenerstattungsanspruch finanziell nicht durchgesetzt werden kann. In diesem Fall würde Ihre Frau auf den Anwaltskosten sitzen bleiben. Kosten können für Sie auch dann entstehen, wenn die geltend gemachten Forderungen nicht in voller Höhe durchgesetzt werden können. Gleichwohl empfehle ich Ihnen wegen der offensichtlich schweren Folgen dringend, einen Anwalt zu beauftragen und nicht am falschen Ende zu sparen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Wenn Sie eine weitere Rechtsvertretung durch mich wünschen, bitte ich Sie, sich unter den oben angegebenen Kontaktdaten mit mir in Verbindung zu setzen.

Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 20.01.2008 | 12:52

Guten Tag, nochmal zu meinem Verstaendnis Wenn Halter ermittelt (Halter hat Hundehaftpflichtversicherung) sind die Kosten der der anwaltlichen Vertretung von der gegnerischen Haftpflichtversicherung zu tragen ? Auf was wurde sich dann diesere Anspruch begruenden ?
Besten Dank + Gruss

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.01.2008 | 12:01

Wenn der Versicherer für den Schadensfall eintrittspflichtig ist, werden auch die angemessenen Kosten für einen Rechtsanwalt erstattet.

Anspruchsgrundlage dafür ist § 833 BGB . Zu den ersatzpflichtigen Aufwendung des Geschädigten zählen die durch das Schadensereignis verursachten adäquaten Rechtsverfolgungskosten, die zur Wahrnehmung der Rechte erforderlich und zweckmäßig sind.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

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