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Frau (Schuldner) verstorben - Kreditforderung/Kündigung seitens der Bank an mich...


05.12.2006 18:35 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Hallo Mitglieder, hallo RAe.

Ich bin neu hier und hoffe dass hier die richtige Kategorie für meine Frage ist.

Folgende Sachlage:
Meine im April 2006 verstorbene Frau hatte Anfang 1994 mit ihrem damaligen Ehemann eine Eigentumswohnung gekauft und wurde damals als Zweitschuldner mit einem Einkommen von 400DM mit in den Kreditvertrag aufgenommen und hat diesen mit unterschrieben.
Im Frühjahr 1994 trennte sich meine Frau von ihrem damaligen Mann und zog später, im Sommer 1994, zu mir.
Natürlich wollte meine Frau damals aus diesem Kreditvertrag raus, zumal es sich zum einen, wie sich später herausstellte, um eine dieser Eigentumswohnungen handelte die viel zu teuer verkauft wurden und bei der die Banker Kredite ungeprüft vergaben weil diese dabei kräftig mit kassierten, und es zum anderen fraglich war ob sie zurecht im Vertrag als zweiter Kreditnehmer hätte mit hinzu genommen werden dürfen, da nicht abzusehen war das meine Frau jemals mehr als ca. 400DM bzw. 220€ im Monat aufbringen kann um im Falle eines Falles den Kredit zu begleichen.
Also ging es nach langen hin und her vor Gericht und dies befand die Vorgehensweise der Bank rechtens und bestätigte meine Frau als zweite Kreditnehmerin. Dies geschah alles noch vor unserer Ehe.
1996 heratete ich meine Frau und im gleichen Jahr hatten sich mehrere Geschädigte in Punkto überteuerter Eigentumswohnung zusammengetan und rechtliche Schritte eingeleitet.
Nach langem hin und her machte die Bank ein Vergleichssangebot (m.E. ein klares Schuldeingeständniss) welches meine Frau und ihr Ex-Mann unterschrieben hat. Das war dann im Jahre 2000.
Meine Frau, bzw. ich und meine Frau handelten damals eine Zahlung von 30€ monatl. aus da meine Frau, was auch durch die Offenlegung ihrer Vermögensverhältnise der Bank klar ersichtlich war, nicht mehr aufbringen konnte.
Nun gingen bis zum April 2006 monatl. 30€ von meinem Konto, zu dem meine Frau nur die Vollmacht hatte aber nicht Kontoinhaber war, ab - bis zu ihrem Tod.
Ich teilte der Bank mit das meine Frau gestorben ist und ich mit sofortiger Wirkung die Zahlung einstelle da ich nicht für die Schulden die ja vor der Ehe herrührten haftbar bin. Die Sterbeurkunde wurde dem Schreiben beigelegt.
Ich hatte und habe auch keinen Erbschein, bzw. kein Erbe angetreten - es gibt/gab ja auch nichts zu erben außer wenn man es eng sieht die Schmuckgeschenke, die sie zu Weihnachten und Geburtstag bekam.
Diese sind nicht von Cartier&Co gewesen, sondern handelt es sich hier um Kleinigkeiten.

Nun ein dreiviertel Jahr und zahlreiche Androhungen der Bank später, ich soll die Zahlungen wieder aufnehmen weil ich der Erbberechtigte wäre, kam heute die Kündigung des Kreditvertrages mit der Aufforderung die Restschuld binnen der nächsten 3 Wochen zu tilgen andernfalls würden rechtliche Schritte eingeleitet und die Zwangsvollstreckung durchgeführt.

Ist die Bank hier im Recht?
Ich bin weder Schuldner noch habe ich irgend etwas unterschrieben, die Schulden resultieren aus einer Sache die mit dem Kauf der Eigentumswohnung 2 Jahre vor meiner Ehe stattfand.

Es geht um eine Restforderung von ca. 3000€, meine Frau und ich hatten während unserer Ehe keine besonderen Abmachungen und hatten wie üblich die Zugewinngemeinschaft.

Welchen Fachanwalt in Umkreis PLZ: 67459 kann ich hier zu Rate ziehen, greift hier eine Rechtsschutzversicherung.

Danke vorab für die Antwort.
Klaus

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Sehr geehrter Herr,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich die Frage wie folgt:
Ich sehe keinen Grund, warum Sie für die Schulden Ihrer verstorbenen Frau haften sollten. Ich gehe auch davon aus, dass Sie das Erbe nach Ihrer Frau weder ausdrücklich noch durch schlüssiges Handeln angenommen haben.
Ich weise in diesem Zusammenhang aber ausdrücklich darauf hin, dass die Frist für die Ausschlagung des Erbes sechs Wochen beträgt. Nach Ablauf der sechs Wochen gilt das Erbe nämlich als angenommen, d.h. sie müssen die Erbschaft ausschlagen, um nicht Erbe zu werden.
Es ist richtig, dass bei der Zugewinngemeinschaft der Ehegatte nicht für die Schulden des anderen haftet. Eine Mithaftung würde nur bei gemeinsam aufgenommenen Schulden bestehen.
Ich gehe auch davon aus, dass nicht in Ihr Vermögen vollstreckt werden soll, sondern die Eigentumswohnung dinglich belastet und die Zwangsvollstreckung in die Immobilie erfolgen soll. Sie können mich aber korrigieren.
Eine Erbrechtsberatung wird zb je nach abgeschlossenen Rechtschutzvers.vertrag von dieser übernommen.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung in Ihrem PLZ-Raum.

Beste Grüsse
RA Hermes
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