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Fragwürdige Begündung für Nichtberücksichtigung im Testament

| 25.03.2014 10:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Monika Jakob


Mein kinderloser Onkel (Eltern und Großeltern sind auch verstoben), hat im handgeschriebenen Testament Bekannte berücksichtigt und ausdrücklich vermerkert, dass ich nichts erben werde, wegen meines Verhaltens ihm gegenüber (.. und weil mein Großvater sein Vater war??).
Ich habe gelesen, dass ein Testament anfechtbar sein könnte, wenn die Nichtberücksichtigung im Testament begründet wird. Ist da was dran??

Das Testament stammt aus dem Jahre 2010 - kurz nach einem Telefonat. Ich bin mir sicher, dass ich im Testament davor berücksichtigt wurde.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundsätzlich kann mit Hilfe eines Testaments eine beliebige Erbfolge erreicht werden. Insbesondere ist der Erblasser nicht verpflichtet, Familienangehörige als Erben einzusetzen.

Weshalb Ihr Onkel sie enterbt hat, ist insoweit irrelevant. Eine Verpflichtung, Sie als Erben einzusetzen, besteht nicht.

Ein Testament ist nur in besonderen Fällen anfechtbar.

Ein solcher Anfechtungsgrund kann dann vorliegen, wenn der Erblasser im Irrtum über den Inhalt seiner Erklärung war oder eine Erklärung diesen Inhalts nicht abgeben wollte (§ 2078 BGB).
Davon ist jedoch nach Ihrer Darstellung nicht auszugehen.
Insbesondere hat der Erblasser Ihren Ausschluss begründet, so dass nicht von einem Irrtum auszugehen ist.

Ein weiterer Anfechtungsgrund ist dann gegeben, wenn der Erblasser einen Pflichtteilsberechtigten übergangen hat (§2079 BGB). Das ist dann der Fall, wenn dem Erblasser bei der Errichtung des Testaments das Vorhandensein eines Pflichtteilsberechtigten nicht bekannt war oder der Pflichtteilsberechtigte erst nach der Errichtung geboren oder pflichtteilsberechtigt geworden ist.
Sollten Sie als Pflichtteilsberechtigter in Betracht kommen, könnte dieser Anfechtungsgrund bestehen.
Allerdings ist die Anfechtung aus diesem Grund ausgeschlossen, soweit anzunehmen ist, dass der Erblasser auch bei Kenntnis von der Sachlage (Existenz eines Pflichtteilsberechtigten) die gleiche Verfügung getroffen hätte.
Dies ist nach Ihrer Darstellung sehr wahrscheinlich.
Insbesondere sind Sie Ihrem Onkel bei Errichtung des Testaments bekannt gewesen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.03.2014 | 08:56

Vielen Dannk Frau Jakob für Ihre Beantwortung - zu der ich nur eine Nachfrage habe:
Mein Onkel hat zwar festgelegt, dass ich nichts erben werde, hat aber im weiteren Verlauf des Testaments geschrieben, dass sich alle o.g. Personen (zu denen ich auch zähle) beim Hausrat bedienen dürfen. Ist wegen diesem Widerspruch eine Anfechtung denkbar?
Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.03.2014 | 09:31

Nein.
Auch wenn Ihr Onkel festlegt, dass Sie sich am Hausrat bedienen dürfen, begründet dies keinen Anfechtungsgrund entsprechend der aufgeführten Anfechtungsgründe.

Auch ist dies nicht notwendigerweise ein Widerspruch. Wer nicht als Erbe eingesetzt ist, kann gleichwohl etwas aus dem Erbe erhalten. Zum Beispiel als Vermächtnisnehmer.

Ich hoffe, Ihre Frage vollständig beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Jakob
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 30.03.2014 | 08:00

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