Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Fragliche Mandatsniederlegung

24.11.2019 11:20 |
Preis: 30,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


09:19
Sehr geehrte Dame oder Herr,

im Juli 2018 mandatierten wir einen Anwalt wegen einer Klage im Mietrecht. 3 Termine beim AG sind abgehalten. Am 16.10.2019 verfasste der Anwalt eine Berufungsschrift, zu welcher er uns geraten hat, die eine Terminsladung am 11.12.2019 beim Landgericht zur Folge hat. Zeitgleich ergeht die Kostenrechnung ohne ausgewiesenem Zahlungsziel. Bis dato wurden alle Rechnungen aus Honorare und Fahrtkosten beglichen. bereits mehrfach informierten wir über anhaltende Krankheit. Letztlich informierten wir am 11.11.2019 über Zahlungsschwierigkeiten resultierend aus Krankengeldbezug (100% AU seit Mai 2019) und bitten um Zahlungsaufschub zum 30.11.2019. Mithin ein sehr überschaubarer Rahmen von wenigen Tagen gerade im Hinblick auf die Tatsache, dass das Mandat nun schon lange läuft und ein Ende in Sicht ist.
Herr RA nimmt Bezug zu der Information und verweist ungeachtet der Ausführungen auf die offene Forderung. Die Kostenrechnung vom 16.10.2019 sei bis spätestens zum 21.11.2019 auszugleichen andernfalls werde das Mandat niedergelegt.

Konsequent wurde das Mandat am 22.11. aufgrund des Zahlungsverzuges mit sofortiger Wirkung niedergelegt und das Gericht entsprechend informiert. Da in dem Verfahren Anwaltszwang besteht wurde uns die Beauftragung eines anderweitigen Anwalts empfohlen.

Frage:
1) ist es dem RA möglich, so einen harten Weg einzuschlagen?

2) hätte mehrer Fristsetzungen bedurft, um das Mandat niederlegen zu können. Stellt die angedrohte Mandatskündigung ggf. ein Verschulden bei Vertragsverhandlung dar? (§ 311 Abs. 2 BGB)

3) Ist auf Grund der bevorstehenden Verhandlung mit Anwaltzwang und unter Berücksichtigung meiner Krankheit eine Unzeit gegeben?

Ich halte das Verhalten des Herrn RA mindestens moralisch für bedenklich.

Ein freundlicher Gruß
24.11.2019 | 11:45

Antwort

von


(370)
Herforderstrasse 26
33602 Bielefeld
Tel: 0521/5436685
Tel: 0176/38400010
Web: http://www.asthoff.com
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich möchte ihnen gerne bei der Beantwortung ihrer Frage helfen.

Ich benötige jedoch weitere Angaben. War auf dee Rechnung zu lesen,dass nach 30Tagen automatisch Verzug eintritt?

Sie können mir die Rechnung gerne kurz zur Prüfung zusenden.

Ihre Anfrage kann erst danach vollständig und richtig beantwortet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tamás Asthoff

Nachfrage vom Fragesteller 24.11.2019 | 13:41

Guten Tag Herr Asthoff,
nochmals einen Dank für die rasche Beantwortung unserer Frage.

Eigene Recherche ergab, dass 284 I BGB besagt, ein Gläubiger kann dem Schuldner erst nach Ablauf der Fälligkeit mahnen. Da mir als Privatperson die Rechnung am 18.10. zugegangen ist, dürfte die Fälligkeit zum 17.11. beziffert werden.
Jedoch hat man uns per Email bereits am 11.11. angemahnt und die Niederlegung des Mandat zum 21.11. angedroht und vollzogen.

Ergibt sich daraus eine Möglichkeit ein Recht geltend zu machen? Angenommen die Mahnung wäre tatsächlich erst nach Ablauf der Zahlungsfrist möglich, so sollte mit einer Mahnung sicher auch eine angemessene Frist zugesprochen werden, oder? In unserem Fall sind es 3 Tage gewesen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2019 | 09:19

Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass ich bei meiner Meinung bleibe:

§ 9
Vorschuss

Der Rechtsanwalt kann von seinem Auftraggeber für die entstandenen und die voraussichtlich entstehenden Gebühren und Auslagen einen angemessenen Vorschuss fordern.

Der Anwalt kann das Honorar- IN VOLLER HÖHE- jederzeit fordern. VErgessen Sie nicht, dass für den Termin in der Berufungssache eine weitere Gebühr ansteht. Der Anwalt muss zur Berufungsverhandlung also gar nicht erst hingehen, wenn Sie die Terminsgebühr nicht bezahlen. HIer ist nicht einmal die Verfahrensgebühr bezahlt worden.


§ 284 betrifft den Ersatz vergeblicher Aufwendungen.

Ergänzung vom Anwalt 24.11.2019 | 13:10

Grundsätzlich gilt in Ihrem Fall folgendes:

1) ist es dem RA möglich, so einen harten Weg einzuschlagen? Ja, leider sehe ich keine rechtlichen Hindernisse. Haben Sie schon an Prozesskostenhilfen gedacht?

2) hätte mehrer Fristsetzungen bedurft, um das Mandat niederlegen zu können. Stellt die angedrohte Mandatskündigung ggf. ein Verschulden bei Vertragsverhandlung dar? (§ 311 Abs. 2 BGB )

Nein,es bedurfte nicht mehrerer Fristen. Selbst bei lange bestehendem Mandat

3) Ist auf Grund der bevorstehenden Verhandlung mit Anwaltzwang und unter Berücksichtigung meiner Krankheit eine Unzeit gegeben?

Auch dies nicht, 9 Tage wären ausreichend um ggf.mit PKH einen neuenAnwalt zu suchen.

ANTWORT VON

(370)

Herforderstrasse 26
33602 Bielefeld
Tel: 0521/5436685
Tel: 0176/38400010
Web: http://www.asthoff.com
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Miet und Pachtrecht, Arbeitsrecht, Reiserecht, Baurecht, Versicherungsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70910 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Besten Dank für eine aussagekräftige Beantwortung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Raab hat alle Fragen zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet, bedanke mich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Antwort für mich zwar nicht zufriedenstellend aber da kann der Anwalt ja nichts für. Antwort kam recht zügig. Ich kann die Seite empfehlen. Mfg ...
FRAGESTELLER