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Fragen zur Umsatzsteuervoranmeldung


19.10.2004 10:39 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Hallo,

ich hatte am 2. September einen Gewerbeschein beantragt und am 15. Oktober vom Finanzamt ein auf den 14. Oktober datiertes Schreiben erhalten, dass einige Informationen und Formulare enthielt. Unter anderem wurde ich dazu aufgefordert für bereits vergangene Zeiträume die Umsatzsteuervoranmeldungen ggf. bis zum 10. Oktober nachzureichnen. Ich bin umsatzsteuerpflichtig.

Meine Fragen:
- Sind auf dem Umsatzsteuervoranmeldungsformular mit "nicht steuerbare Umsätze" zum Beispiel solche Umsätze gemeint, für die ich keine Umsatzsteuer erheben muss, da sie im Ausland (nicht EU) erbracht werden, während ich eine Umsatzsteuer erheben müsste, wenn die Leistung im Inland erbracht worden wäre ?

- Muss ich Umsatzsteuerpflichtige Umsätze aus Internetdienstleistungen (Hosting von Internetseiten) unter "Lieferungen und sonstige Leistungen" oder unter "Innergemeinschaftliche Erwerbe" angeben ?

- Muss ich bereits ab sofort die Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben und die Beträge bezahlen, also bereits bevor ich eine Steuernummer erhalten habe oder das vom Finanzamt beigefügte Formular zurück sende ?

- Hätte ich die Umsatzsteuervoranmeldungen für vergangene Zeiträume wirklich bereits bis zum 10. Oktober abgeben müssen, obwohl das Schreiben vom Finanzamt erst am 14. Oktober aufgesetzt wurde (oder handelt es sich dabei um einen Druckfehler) ? Welche Konsequenzen hat ggf. eine Verspätung ?

Vielen Dank !
Guten Tag,

zunächst ist wegen der von Ihnen genannten Frist zur Einreichung der Voranmeldung zu sagen, dass eine Frist, die gar nicht eingehalten werden kann, natürlich so auch nicht eingehalten werden muss, aber Sie sollten umgehend mit dem Sachbearbeiter beim Finanzamt reden und sich eine neue, realistische Frist einräumen lassen. Wenn Sie sich sofort beim Finanzamt melden und die Sache mit der nicht einzuhaltenden Frist erklären, wird dies keine Konsequenzen haben.

Unter "nicht steurbare Umsätze" sind in der Regel auch solche einzutragen die aus Geschäften mit dem nicht-EU Ausland (Schweiz ...) resultieren. Bei der erstmaligen Voranmeldung empfiehlt es sich, in jedem Fall ein Beiblatt mit einer entsprechenden Anmerkung beizufügen, damit später das Finanzamt nicht von anderen zahlungen ausgeht.

Umsatzsteuerpflichtige Umsätze aus Internetdienstleistungen sind, da diese von Ihnen in Deutschland erbracht werden, unter "Lieferungen und sonstige Leistungen" anzugeben.

Wenn Sie umsatzsteuerpflichtig sind, müssen Sie jeweils pünktlich die Voranmeldungen (ab sofort) abgeben und auch innerhalb der Abgabefrist an das Finanzamt zahlen; hierzu sollten Sie vorab Ihre Steuernummer erfragen, bei Kleingewerben gibt es in der Regel keine gesonderte USt. ID Nr. Sie können auch einen Lastschriftauftrag erteilen.


Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Ralf Thormann, Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Recklinghausen
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