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Fragen zum Kauf Eigentumswohnung von Bauträger

29.07.2020 12:56 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Hallo zusammen,
wir haben eine Eigentumswohnung vom Bauträger gekauft und folgende Fragen:
-Wie ist die 3% Mehrwertssteuerreduzierung, wenn man Bezahlung nach Baufortschritt hat? Können wir darauf appellieren? Wie soll man reagieren, wenn keine Minderung weitergegeben wird?
-Kann ich Rechnungen von den Handwerker für meine Wohnung einfordern mit ausgeschilderter Dienstleistung, um die Handwerkerarbeiten steuerlich abzusetzen?
-Die normale Terrasse ist mit 50% Wohnfläche angesetzt. Sollten es nicht 25% sein? Es ist kein Schutz (Sonne, Wind) vorhanden, kein Luxsus und es fährt ein Zug vorbei, somit ist der Maximalsatz nicht gerechtfertigt. Kann man hier Geld zurück fordern?
-In der Preisliste sind 300m2 Garten ausgeschrieben. Wie können wir vorgehen, wenn der Garten keine 300m2 sind? Hier handelt es sich um Sondernutzungsrecht.
-Unsere Sonderwünschen werden mit absoluten Wucherpreisen angesetzt. Wie kann man dagegen vorgehen?
-Was müssen wir beachten bei Zahlungen unter Vorbehalt?

Vielen Dank vorab und schöne Grüße

Einsatz editiert am 29.07.2020 13:52:34

29.07.2020 | 21:18

Antwort

von


(1152)
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Tel: 015751362517
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

-Wie ist die 3% Mehrwertssteuerreduzierung, wenn man Bezahlung nach Baufortschritt hat? Können wir darauf appellieren? Wie soll man reagieren, wenn keine Minderung weitergegeben wird?

Dies hängt ein wenig davon ab, ob der vertrag eine Anpassung der Mehrwertsteuer ("zzgl. der jeweils gültigen MwSt oder so etwas") vorzieht. Sie sollten es auf jeden Fall probieren, da die MwSt faktisch auch für den Bauträger jetzt gesunken ist. Zahlen Sie daher nur 16%.

-Kann ich Rechnungen von den Handwerker für meine Wohnung einfordern mit ausgeschilderter Dienstleistung, um die Handwerkerarbeiten steuerlich abzusetzen?

Die Rechnungen stellen die Handwerker an den Bauträger, Sie bezahlen den Bauträger in einem Paketpreis. Sie würden dann eine Leistung geltend machen, die Sie gar nicht bezogen haben, da das Eigentum noch nicht übergegangen sein dürfte.

Das wird nicht funktionieren.

-Die normale Terrasse ist mit 50% Wohnfläche angesetzt. Sollten es nicht 25% sein? Es ist kein Schutz (Sonne, Wind) vorhanden, kein Luxsus und es fährt ein Zug vorbei, somit ist der Maximalsatz nicht gerechtfertigt. Kann man hier Geld zurück fordern?

50% nimmt aus meiner Erfahrung mittlerweile jeder Bauträger an, da sich so leicht Geld verdienen lässt. Hier wird stets mit der Wohnflächenverordnung argumentiert, die max. 50% zulässt.

Liegt hier nur ein regulärer Balkon vor, so sind die 50% aber meist zu hoch gegriffen. Was hier zur Anwendung kommt, hängt ein wenig von der Lage ab, ist der Balkon zur Straße hin, werden gerichtlich 25% anerkannt, ruhige Balkons können auch zu 50% gelten.

-In der Preisliste sind 300m2 Garten ausgeschrieben. Wie können wir vorgehen, wenn der Garten keine 300m2 sind? Hier handelt es sich um Sondernutzungsrecht.

Wenn Ihnen 300 qm versprochen wurden und diese nicht verkauft wurden, liegt ein Mangel vor. Hier wäre der Kaufpreis zu mindern.

-Unsere Sonderwünschen werden mit absoluten Wucherpreisen angesetzt. Wie kann man dagegen vorgehen?

Hier müssten Sie erst einmal nachweisen, das ein Wucher vorliegt, sind die Preise nicht 50% über dem Marktwert, können Sie nicht mit Wucher argumentieren.

-Was müssen wir beachten bei Zahlungen unter Vorbehalt?

Sie sollten schriftlich ankündigen, dass eine Zahlung unter Vorbehalt erfolgt und auch im Buchungstext vermerken "Zahlung unter Vorbehalt der Rückforderung".

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 02.11.2020 | 16:21

Thema Balkon: wir haben eine Terasse mit Westlage neben Bahngleisen (hoher Lärm), Gehweg um das Grundstück, Spielplatz mit 2 Seiten angrenzend zu unserem Garten, keinen Sonnenschutz, keinen Regenschirm, keine hochwertigen Materialien. Vereinbarte immergrünhecke wurde im Nachgang nicht vom Bauträger durchgeführt-somit wenig Privatsphäre. Haben Sie ein Urteil worauf wir uns berufen können? Leider wurden uns detaillierte Informationen vor dem Kauf verwehrt, somit konnten wir die Rechtfertigung der 50% nicht abschätzen.
Thema Mehrwertssteuer: In unserem Vertrag gibt es keine Steuerklausel. Wir zahlen aber nach Baufortschritt und würden somit nur die Steuervergünstigungen bei den Teilabnabnahmen innerhalb des halben Jahres fordern. Haben Sie hier für uns einen Tipp? Wer kann uns bei der Forderung helfen? Finanzamt? Steuerberater?

Wie schaffen wir eine Kaufpreisminderung ohne Anwalt? Ich hoffe Sie können uns weiterhelfen. Der Bauträger erpresst uns durchgehen mit Bauverzug, hat keinen fairen Umgang mit uns.

Vielen Dank vorab

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.11.2020 | 18:52

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

1. Balkon

Grundsätzlich besteht hier das Problem, dass Sie die Immobilie erworben haben, Sie also wissentlich eine Berechnung des Balkons zu dieser Quote hingenommen haben.

Sie haben aber jetzt gewisse Mängel beschrieben, kein Sonnenschutz, keine Hecke etc. Sofern diese Dinge vertraglich versprochen aber nicht geliefert wurde, liegt eine Minderleistung vor. Sie können dann Nachbesserung verlangen bzw. später den Kaufpreis senken.

2. Mehrwertsteuer

Hier kann Ihnen ein Steuerberater oder Anwalt helfen.

3. weiteres Vorgehen

Ohne Anwalt geht natürlich aber mit juristischer Unterstützung werden Sie aller Voraussicht nach ernster genommen.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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