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Fragen zu einer möglichen GmbH Insolvenz

08.11.2019 20:23 |
Preis: 68,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Voraussetzungen zur Eröffnung einer Insolvenz (GmbH)

Sehr geehrte Experten,

eine GmbH wurde im Jahr 1990 von zwei Gesellschaftern gegründet.

Ich habe die Gesellschaft von den beiden vor ca. 15 Jahren gekauft und bin seitdem alleiniger Gesellschafter. Derzeit prüfe ich einen möglichen Insolvenzantrag. Nun stellt sich heraus, dass das Stammkapital von gerundet 25.000€ bei Gründung in 1990 nur zur Hälfte eingezahlt wurde.

Im Falle einer Insolvenz könnte ich nun gezwungen sein, die andere Hälfte auch einzuzahlen.

1) Kann es passieren, dass ich sogar die kompletten 25.000 € noch einmal einzahlen muss, weil ich selbst die eingezahlten 12.500 € mangels Kontoauszügen von 1990 nicht belegen kann?

2) Reicht der Gründungsvertrag von damals als Nachweis, sofern darin steht, dass das Stammkapital zur Hälfte eingezahlt wurde? Oder müssen es wirklich Kontoauszüge als Beleg sein? Denn ohne mindestens die Hälfte des Stammkapitals hätte die GmbH ja gar nicht gegründet werden dürfen.

3) In den letzten 5 Jahren habe ich mehrfach Kapital eingebracht, so dass in der Kapitalrücklage mittlerweile 50.000 € zusätzliche Einlagen stehen. Ist dadurch der Mangel des nur halb eingebrachten Stammkapitals von 1990 geheilt bzw. ggfs. das mangels Nachweismöglichkeit "komplett fehlende" Eigenkapital?

4) Was müsste man bilanztechnisch buchen, um das fehlende Eigenkapital durch das in den letzten Jahren eingebrachte Kapital zu heilen?

Für zwei Mitarbeiter (gekündigt zum 30.11.) soll Insolvenzausfallgeld für November beantragt werden. Nun sind die Löhne bis Ende Oktober ordnungsgemäß bezahlt. Üblicherweise werden die Löhne der beiden Mitarbeiter zum 15. bzw. zum 20. eines Monats überwiesen. Insolvenzausfallgeld gibt es meines Wissens nur, wenn Löhne überfällig sind.

5) Muss ich mit dem Insolvenzantrag daher nun bis zum 21.11. oder gar bis zum 30.11. warten? (Achtung: Gefahr der Isolvenzverschleppung!)

6) Wenn ich JETZT Insolvenz beantrage und die GmbH dann am 15. und 20. die beiden Löhne nicht zahlen kann, woher bekommen die Mitarbeiter dann ihr Geld?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!


11.11.2019 | 09:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.)
Im Falle der Insolvenz wird der Betrag eingefordert werden, der von der Mindesteinlage her gefordert wird, also der Restbetrag zu den 12.500,00 € oder, soweit nicht auffindbar, die gesamten 25.000,00 €.
2.)
Die Gründung der GmbH selbst, kann auch ohne Einzahlung erfolgen. Dass die Einzahlung vorgenommen wurde, muss mittels Einzahlungsnachweis belegt werden.
3.)
Eine Eingenkapitalrücklage ist etwas anderes, als das durch die Gesellschafter geschuldete Stammkapital. Es ist also nicht ausreichend. Die Einlage muss dennoch geleistet werden.
4.)
Eine Heilung gibt es nicht. Die Stammeinlage muss so ausgewiesen auf ein Gesellschaftskonto eingezahlt werden. In der Bilanz muss es so ausgewiesen werden.
5.)
Warten kann man mit dem Antrag nicht. Sie sind verpflichtet diesen innerhalb der Frist zu stellen, wenn bemerkt wird, bzw. wahrscheinlich ist, dass eine Überschuldung zum Beispiel vorliegt.
Das Insolvenzvgeld erhalten die Mitarbeiter nach Beantragung bei der Agentur für Arbeit. Die Zahlung erfolgt nicht sofort, sondern nach Prüfung der Behörde. Der Antrag muss innerhalb von zwei Monate nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt werden.
6.)
Die Mitarbeiter bekommen kein Geld. Das Insolvenzgeld ist an Voraussetzungen geknüpft, die erst erfüllt und geprüft werden müssen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

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