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Fragen zu einem Glaubwürdigkeitsgutachten

28.05.2010 05:20 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Im Zusammenhang mit einem Strafprozess soll bei einer Zeugin/Mandantin ein Glaubwürdigkeitsgutachten erstellt werden.

Zu den Bedingungen unter denen dieses Gutachten erstellt werden soll existieren unterschiedliche Aussagen:
- >Die Zeugin/Der Mandant möchte, dass der betreuende Psychotherapeut dabei ist und die Befragung auch aufnehmen darf
- Die Staatsanwaltschaft hat dieser Bedingung nach Aussage unseres Anwaltes zugestimmt
- Die mit dem Gutachten beauftragte Psychologin macht dazu folgende Aussagen:
- Wenn diese Beobachterin zugelassen würde wäre das Gutachten vor dem BGH ggf. anfechtbar
- Eine Psychotherapeutin darf bei der Befragung der allgemeinen Frsgen nach Geburtstag, Name etc dabei sein, aber bei der eigentlichen Befragung nicht
- Ein Vertrauter der Mandantin dürfte sogar bei der eigentlichen Befragung dabei sein, aber diese dürfte nicht aufgezeichnet werden
- wenn die Forderung nach dem Beiwohnen der Therapeutin aufrecht erhalten würde, wird das Mandat zur Erstellung des Gutachtens zurück gegeben mit dem Hinweis, dass die Mandantin nicht kooperationsbereit sei
- der gegnerische Anwalt könnte das Gutachten anfechten


Nun die Fragen:
1. Existiert irgendwo eine Rechtsgrundlage die ein Beiwohnen eines Therapeuten und die Aufzeichnung der Befragung zulässt oder verbietet?
2. kann ein Bestehen auf das Beiwohnen eines Therapeuten und die Aufzeichnung der Befragung der Zeugin/Mandantin negativ ausgelegt werden
3. Kann das Ergebnis des Gutachtens tatsächlich angefechtet werden, wenn es unter den Bedingungen Beiwohnen eines Therapeuten und Aufzeichnung der Befragung stattfindet?

Bitte begründen <Sie ggf. die Aussagen zu den Fragen mit entsprechenden Verweisen auf Paragraphen.

Für die Beantwortung bedanke ich mich schon jetzt recht herzlich
28.05.2010 | 07:10

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

zu 1) Nein, eine gesetzliche Vorschrift gibt es nicht. Das Gutachten muss überprüfbar sein, insofern sind das Beiwohnen und die Aufzeichnung des Gesprächs zulässig. Inwieweit die Aussage der Zeugin dadurch beeinflusst wird/werden kann, kann ich nicht beurteilen. Dies wird sich aber gegebenenfalls dann aus dem Gutachten ergeben müssen.

Zu 2) Nein, mit der obigen Begründung bzw. Einschränkung kann sich dies nicht negativ auf das Gutachten auswirken.

Zu 3) „Anfechten" ist der falsche Ausdruck. Das Gericht muss die Aussage und das Gutachten würdigen. Wenn Umstände ersichtlich sind, die erkennen lassen, dass die Zeugin/Mandantin wegen der Anwesenheit des Therapeuten eine andere/falsche/unrichtige Aussage gemacht hat, dann muss das Gericht auch begründen warum es zu dieser Feststellung gelangt.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 28.05.2010 | 08:24

Sehr geehrte Frau Hein,

vielen Dank für die Antworten.
Wie beurteilen Sie denn die Aussage der Psychologin, dass zwar ein Vertrauter der Zeugin/Mandantin anwesend sein dürfte, aber eine Psychotherapeutin nicht?
Wir glauben, dass damit verhindert werden soll, dass ein Experte evtl. schon bei der Befragung Fehler entdecken kann für wahrscheinlich. Ansonsten macht es keinen Sinn, dass ein Vertrauter, der aber in keinem Fall Experte für solche Gutachten sein kann, bei der Befragung dabei sein kann.

Für die Beantwortung der Zusatzfrage bedanke ich mich recht herzlich im voraus.

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.05.2010 | 09:33

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich Ihrer Zusatzfrage wie folgt Stellung:

Grundsätzlich dient die Nachfragefunktion der Klärung von Antworten und nicht dem Stellen von neuen Fragen. Da es sich um eine kurze Frage handelt, werde ich diese selbstverständlich gerne beantworten.

Meiner Meinung nach liegt es in der Entscheidungskompetenz des Gerichts. Dies kann nach § 78 StPO den Sachverständigen leiten. Die Gutachterin hat hierüber nicht zu entscheiden. Dies würde ich anregen und gleichzeitig dem Argument der Gutachterin vorgreiflich werden, indem man darauf hinweist, dass das Gutachten überprüfbar sein muss.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

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