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Fragen vom Arbeitgeber beim Vorstellungsgespräch

| 22.08.2013 10:23 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


16:54

Zusammenfassung:

Fragerecht des Arbeitgebers bei Tendenzbetrieben und Religionszugehörigkeit bei Einstellung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich hätte eine arbeitsrechtliche Frage bzw. würde ich eine rechtliche Einschätzung/ Rat benötigen.

Daher hier kurz der Sachverhalt:
Ich habe morgen bei einem Berufsförderungswerk (BFW) ein Vorstellungsgespräch als Arbeitsmarkt- und Integartionsexperte. Einer der Träger des BFWs ist die Diakonie. Die Stellenausschreibung habe ich in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ausfindig gemacht. Mein Profil passt scheinbar sehr gut, da ich zuvor auch in einem Jobcenter gearbeitet habe und so wurde ich auch eingeladen.
In der Vorbereitung auf das morgige Gespräch habe ich nun vor einigen Tagen festgestellt, dass in der Stellenausschreibung des Arbeitgebers auf dessen Homepage eine Konfessionszugehörigkeit gem. AVR-K erwünscht wird als persönliche Eigenschaft. Diese war explizit nicht in der Ausschreibung bei der Bundesagentur für Arbeit gefordert und auch nicht ausgeschrieben. Ich gehöre keiner Konfession an und nun habe ich die Befürchtung, dass es mich den Job kosten könnte wenn ich dort was "falsches" sage.

Meine Frage(n):
Ich weiß, dass Tendenzbetriebe durchaus nach der Religionszugehörigkeit fragen dürfen. Jedoch würde mich interessieren, in wiefern ich darauf eingehen muss bzw. ob ich abgelehnt werden könnte, wenn ich darauf verweise dass ich konfessionslos bin? (Mutter evang., Vater kath.) In wiefern ist meine Religionszugehörigkeit überhaupt im Rahmen des Datenschutzes überprüfbar, wenn ich bspw. "evangelisch" angeben würde? Wie sollte ich mich rechtlich am besten verhalten?

Um es nochmals zu verdeutlichen, es war mir zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht bewusst, dass ich einer entsprechenden Konfession angehören muss, da es in der Ausschreibung/ Jobbörse nicht hinterlegt war!! In meiner Bewerbung habe ich auch auf die Quelle verwiesen, wo ich die Ausschreibung gefunden habe.

Ich benötige die Tätigkeit ziemlich dringend und darüber hinaus ist es eine Arbeit, in der ich überaus gerne dauerhaft meine Zukunft sehen würde.

Für eine kurzfristige Hilfe wäre ich überaus dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
J.A.

22.08.2013 | 11:20

Antwort

von


(1730)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


In der Tat kann hinsichtlich des Fragerechts des Arbeitgebers bei der Einstellung bei Tendenzbetrieben etwas anderes (in der Regel, aber es gibt auch Ausnahmen) gelten - das stimmt schon.

Aber so wie ich Sie verstehe, ist eine Konfessionszugehörigkeit gem. AVR-K nur "gewünscht" und damit nicht verpflichtend.

Wenn Sie "evangelisch" trotz Konfessionslosigkeit angeben, dürfte dieses schon herauskommen, denn meines Wissens nach ist dieses ja auf der Lohnabrechnung angegeben, ob evangelisch oder katholisch ist.

Es könnte also durchaus bekannt werden.

Eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung durch Sie als Arbeitnehmer droht aber meines Erachtens nach nicht zwangsläufig - nach meiner ersten und vorläufigen Einschätzung müsste dieses erst einmal näher vom Arbeitgeber begründet werden, ein nicht ganz unerheblicher Aufwand.

Wahrheitsgemäße Angaben würde ich aber dennoch machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 22.08.2013 | 15:46

Sehr geehrter Herr Hesterberg,

vielen Dank für Ihre schnellle Rückmeldung und die Hilfestellung.

Zusammengefasst sollte ich also -sofern die Frage auftaucht- offen mitteilen, dass ich konfessionslos bin?

Original steht in der Ausschreibung auf der Arbeitgeberseite (neben weiteren Anforderungen):

Persönliche Eigenschaften:
1)...
2)...
3)(z.B.) Fürscherschein Klasse B
4)...
5)Konfessionszugehörigkeit gem. AVR-K
6) etc. ...

Vielen Dank nochmals für Ihre Mühen und Ihre Hilfe.

MfG
J.A.



Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.08.2013 | 16:54

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Bewertung und Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Um ganz auf der sicheren Seite zu sein, würde ich dieses so machen und "konfessionslos" angeben.

Sie können und sollten ggf., wenn der Job für Sie von Wichtigkeit ist, eine weitere Beratung (hier z. B.) bei einem Anwalt Ihrer Wahl in Anspruch nehmen, um die Rechtsprechung dazu zu untersuchen, damit Sie mehr wissen als in dieser Erstberatung steht.

Günstige Pauschalen (oder ansonsten beim Anwalt vor Ort - Beratungshilfe vom Staat oder Ratenzahlung) sind dafür denkbar.

Für Weiteres stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 22.08.2013 | 15:48

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