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Frage zur gesetzlichen und freiwilligen Krankenversicherung als externer Doktorand

| 25.01.2013 11:17 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Aufgrund einiger zuletzt aufgetauchter Unsicherheiten bzgl. meiner Krankenversicherung, habe ich ein paar Fragen zu meinem momentanen Status.
Zu meiner Situation: Ich bin seit etwas über einem Jahr Doktorand, finanziere dies seit fünf Monaten durch ein Stipendium und bin zudem nebenher geringfügig beschäftigt. Geboren wurde ich 1984, bin also nicht mehr familienversichert.

Da ich nach dem Abschluss als Magister die Aufnahme des Promotionsstudiums an einer anderen Uni damals für eine reguläre Fortsetzung meines Studiums gehalten habe, noch nicht über 30 bin und auch das 14. Fachsemester noch nicht beendet habe, bin ich damals nicht auf den Gedanken gekommen, diesen Statuswechsel meiner Krankenversicherung melden zu müssen bzw. habe es versäumt, dies von mir aus zu tun und zahle seitdem nach wie vor den Studentenbeitrag von ca. 70 Euro. Es ging mir dabei nicht darum, einen mir nicht zustehenden Vorteil in Anspruch zu nehmen, sondern erfolgte in erster Linie daraus, dass man zu dem Status eines nicht angestellten Promovenden meistens nur sehr unklare und unsichere Informationen erhält.

Meine Fragen dazu wären:
- Hätte ich damals umgehend von der Pflichtversicherung in die freiwillige wechseln müssen? Kann ich dies immer noch oder ist es aufgrund der Drei-Monats-Frist, von der ich bzgl. der freiwilligen Krankversicherung gelesen habe, nun zu spät, mich bei der Versicherung zu melden und als Doktorand einordnen zu lassen? Wie folgenreich wäre es, wenn ich mich auch weiterhin nicht melden würde?
- Heißt das, mir droht, dass ich nun komplett unversichert bin bzw. bin ich dies rückwirkend evtl. schon und kann dies bis zur Aufnahme einer Beschäftigung auch nicht mehr ändern?
- Werde ich Nachzahlungen und Säumniszuschläge zu leisten haben?
- Wäre es ein gangbarer Weg, einen Wechsel der Krankenkasse vorzunehmen, also bei meiner bisherigen Versicherung regulär zu kündigen und mich bei einer anderen Versicherung freiwillig versichern zu lassen?
- Oder kann ich mich einfach bei meiner bisherigen Versicherung melden und damit rechnen, für einen an meine Einkommenssituation angepassten Beitrag weiterhin versichert zu werden?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Anfrage. Vorweg möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum dafür gedacht ist, einen ersten Eindruck zu der Rechtslage zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Teilen des Sachverhalts kann es durchaus zu einer anderen rechtlichen Beurteilung kommen.

Unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhalts und Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen nunmehr wie folgt beantworten:

Die Krankenversicherung der Studenten gibt es nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V nur für Studenten, die an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen eingeschrieben sind. Wie Sie bereits richtig erkannt haben, sind Sie während Ihrer Promotion an sich nicht mehr berechtigt, in der Krankenversicherung der Studenten versichert zu sein. Mit dem Magister haben Sie einen Abschluss der ersten Hochschulausbildung erreicht, so dass das Promotionsstudium nicht mehr zu der ersten Hochschulausbildung gehört. Dennoch gibt es Krankenkassen, die den Studententarif auch noch während eines Promotionsstudium gewähren, jedenfalls bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters oder bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres.

Ansonsten endet die Mitgliedschaft in der Krankenversicherung der Studenten nach § 190 Abs. 9 SGB V einen Monat nach Ablauf des Semesters, für das sie sich zuletzt eingeschrieben oder zurückgemeldet haben. Die Mitgliedschaft in der freiwilligen Krankenversicherung beginnt nach § 188 Abs. 1 SGB V mit dem Tag ihres Beitritts zur Krankenkasse.

Richtig ist, dass Sie den Beitritt zur freiwilligen Versicherung der Krankenkasse innerhalb von 3 Monaten nach der Beendigung der Pflichtmitgliedschaft hätten erklären müssen. Das haben Sie zwar nicht getan. Da sie aber noch immer über Ihre Krankenkasse versichert sind, dürfte dies in Ihrem Falle unschädlich sein. Fraglich ist, ob nicht auch die Krankenkasse hätte merken müssen, dass Sie gar kein ordentlicher Student mehr sind.

Sie sollten sich in jedem Falle mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen und mit diesen den Sachverhalt klären. Eventuell werden Sie dann rückwirkend freiwillig versichert und müssen die Differnz nachzahlen. Sie müssen auch mit der Versicherung abklären, wie Ihr Stipendium berücksichtigt wird. Auch dies wird von den Krankenkassen unterschiedlich behandelt. Säumniszuschläge werden Sie nicht zahlen müssen.

Unter Umständen sollten Sie bei anderen Krankenkassen nachfragen, ob diese Sie auch während der Promotion im Tarif der studentischen Versicherung versichern würden.

Bei einem Wechsel zu einer anderen Versicherung müssen Sie angeben, wo und wie Sie zuletzt versichert waren. Ein Wechsel hilft Ihnen daher nicht weiter.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben. Sollte Ihnen noch etwas unklar sein, dürfen Sie gerne die Nachfragemöglichkeit nutzen. Wenn Sie zufrieden sind, würde ich mich über eine positive Bewertung freuen. Ich bitte Sie zu beachten, dass Sie den vorgeschlagenen Einsatz um 20,00 € reduziert und somit auf tiefere Details verzichtet haben.

Mit freundlichen Grüßen
Yvonne Bellmann
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 27.01.2013 | 12:47

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