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Frage zur Weitergabe von Informationen an eine dritte Person

| 21.08.2018 17:40 |
Preis: 50,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Hallo,

es geht um Folgendes: Vor einer Weile rief mich die Freundin eines guten Freundes an. Völlig bestürzt und aufgelöst schilderte sie mir, dass ihr Freund (mit dem ich seit über zehn Jahren gut befreundet bin) ihr fremdgeht - und zwar mit jungen Männern. Das hat uns beide sehr überrascht, denn bis dahin wusste ich nicht, dass er dahingehend eine Neigung hat.

Ich wusste aber, dass er vor rund 10 Jahren wegen des Besitzes von verbotenem pornografischem Material auf seinem Rechner verurteilt worden war (das mit seinem nunmehrigen Fremdgehen in Zusammenhang stand). Er wurde damals zu einer Geldstrafe verurteilt und war zudem vorbestraft.
Mir und allen seinen anderen Freunden hatte er damals erzählt, dass er aus jugendlichem Leichtsinn auf so eine Seite gelangt war und quasi aus Versehen diese Daten auf seinen Rechner runtergeladen wurden. Der Fall kam damals auch in der Presse.

Zurück zu unserem Telefonat: Die Freundin berichtete mir also aufgelöst, dass ihr Freund fremd geht und zwar (wie sie oft betonte) mit "sehr jung aussehenden Männern". Ich war bestürzt, wollte ihr helfen ihren Freund zu verstehen und erzählte ihr von der Verurteilung von damals. (Ich hatte anfangs angenommen, dass sie davon wisse und mich deshalb kontaktiere.) Wie sich herausstellte, wusste sie von der Verurteilung von damals aber nichts und ich erzählte es ihr, weil sie mir sagte, sie wolle ihren Freund verstehen und ich dachte, dass sie ihm helfen könne davon frei zu werden bzw. dieses Thema nicht totzuschweigen sondern mit einem Psychologen anzugehen.

Sie dankte mir für die Info und versprach, damit diskret umzugehen, um ihrem Freund zu helfen.
Inzwischen benutzt sie dieses Wissen aber, um ihren nunmehrigen Ex-Freund zu diskreditieren. Sie erzählt es hintenrum seinen Kunden und auch dem Jugendamt, damit sie das Sorgerecht für das gemeinsame Kind bekommt. Außerdem macht sie ihm auch auf allen anderen Fronten das Leben schwer, wo immer sie nur kann. Ich bin bestürzt, wie sie mich angelogen hat und wollte niemals, dass sie dieses Wissen missbraucht.

Mein Kumpel/ihr Ex-Freund hat aufgrund verschiedener Dinge Anzeigen gegen sie angestrengt. Er hatte auch eine Anzeige gegen Anonym gestellt, weil er dachte, ein Person von der Polizei hätte das mit seiner Verurteilung von damals ausgeplaudert (das wäre ja dann "Verrat von Privatgeheimnissen").
Ich habe ihm inzwschen gesagt, dass die Info von mir kam, worauf er meinte, er ziehe die Anzeige gegen Anonym zurück und wolle auch mich nicht verklagen.

MEINE FRAGE:
Falls er mir böses wöllte, könnte er mich später verklagen? Wie würde die Anklage lauten und welche Strafmaß droht?
Bitte bedenken Sie: Ich bin weder Beamter/Polizist noch Psychologe noch sonst irgendwie dazu verpflichtet Dienstgeheimnisse zu wahren. Ich habe seiner Ex-Freundin als reine Privatperson im guten Glauben etwas weitererzählt, was der Wahrheit entspricht und früher sogar in der Zeitung stand. Ein Radiosender hat damals sogar den Namen meines Freundes ausgeplaudert, weil dieser in der Lokalpolitik tätig war. Meine Absicht war es nicht, zu verleumden, sondern ihr und ihm zu helfen.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Solange die damalige Verurteilung tatsächlich erfolgte, kann er Sie nicht verklagen. Die Beweislast liegt allerdings bei Ihnen, wobei ein früheres Gerichtsurteil stets ausreichend beweiskräftig ist.

Denkbar wäre eine zivilrechtliche Unterlassungsklage sowie eine strafrechtliche Anklage wegen übler Nachrede. Aber die Staatsanwaltschaft wird von sich aus nach dem damaligen Urteil suchen und es finden, so dass eine strafrechtliche Anklage nicht erfolgen wird. Und die zivilrechtliche Unterlassungsklage können Sie durch einen Hinweis auf das damalige Strafurteil abschmettern lassen.

Sie haben daher rechtlich nichts zu befürchten.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 21.08.2018 | 20:49

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Stellungnahme vom Anwalt:
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