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Frage zur Rechtslage; Hosting Online-Shop von Shopware:

| 01.09.2015 11:16 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


14:55


Ich habe mit einem Hoster vor Ort einen Vertrag für „Managed Hosting Shopware CE" abgeschlossen. Der Hoster ließ mich bei den Vertragsverhandlungen in dem Glauben, er sei Shopware-Profi-Partner. Aus diesem Grunde würde ich für ein „normales" Hosting bei ihm auch nicht „normale" (€ 29,90) Gebühren bezahlen, sondern € 69,00 mtl., damit er mir bei der Einrichtung des Online-Shops über Shopware helfen könne.

Zudem sagte der Hoster (auch das liegt schriftlich vor!), dass ich keine sogenannte Shopware-ID für das shopware eigene Forum beantragen müsse; er würde sich auch hier um alles kümmern. Somit unterschrieb ich einen 24 Monats-Vertrag.

Ergebnis: Der Hoster kann nichts in Sachen shopware! Nachdem ich mir dann notgedrungen doch eine shopware-ID besorgt habe, habe ich dort erfahren, das besagter Hoster bei shopware nicht als Profi-Partner geführt wird. Zudem hat dieser Hoster mir die CE Variante geladen, mit der (Aussage von shopware selbst!) nur technisch Versierte klar kommen, aber kein erklärter DAU wie ich.

Für die Erstellung eines (in der shopware CE Variante schon vorliegenden) Standard-Templates hat mir besagter Hoster noch einmal € 500,00 berechnet. Den Aussagen unabhängiger Shopware-Profis nach ist diese Arbeit in wenigen Minuten erledigt!?

Eine Nachfrage bei der Denic ergab nun (ging um ein SSL-Zertifikat), das mein Hoster gar nicht als Technischer Ansprechpartner eingetragen sei. Er hat also für „mein" Hosting einen fremden Server angemietet.

Letztlich hat die Nachfrage in Sachen SSL-Zertifikat dann noch ergeben, dass der Hoster mir ein „einfaches SSL-Zertifikat" (ist von anderen Hostern überprüft worden!) eingebaut hat, welches er selbst ausgestellt hat!? Für dieses Zertifikat nebst Eingabe des 4zeiligen Codes ins Interface habe ich noch einmal € 854,00 gezahlt, was nach Aussage anderer Hoster völlig überteuert und dazu „Beschiss" ist, da ich keinerlei Papiere oder sonstige Nachweise für meine Firma erbringen musste, um solch ein SSL-Zertifikat hinterlegt zu bekommen.

Ich habe nun, nachdem ich mich einige Wochen mit dem Fakten sammeln beschäftigt habe, meinen Hoster darüber informiert, dass ich den mit ihm geschlossenen Vertrag aufheben werde und zu einem anderen Hoster und einer shopware-Profi-Agentur wechseln werde – mit sofortiger Wirkung.

Besagter Hoster gibt nun aber weder die FTP-Zugänge zum Datenbackup noch den AuthCode raus, bevor ich nicht die letzte Rechnung für das Hosting (01.09.15 bis 30.11.15) + die € 500,00 für das „vorinstallierte" Standard-Template bezahle.

Was tun!?

Wenn ich die Rechnungen bezahle, nur um an die notwendigen Daten zu kommen, sieht das nach „Einvernehmlichkeit" aus, was es nicht ist, da ich mich von Anfang bis Ende betrogen fühle.

Wenn ich allerdings nicht zahle, komme ich mit dem Shop nicht weiter und das Weihnachtsgeschäft steht schon vor der Tür … was natürlich auch besagter Hoster weiß.

Und nun??

01.09.2015 | 12:17

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:


Sie müssen zunächst außerordentlich kündigen. Das Recht hierzu haben Sie aus § 314 BGB .
Ein wichtiger Grund im Sinne dieser Vorschrift liegt vor, wenn dem kündigenden Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zur vereinbarten Beendigung oder bis zum Ablauf einer Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann.

Ihr Vertragspartner hat bei Beendigung des Vertrages die Pflicht, Ihnen den reibungslosen Übergang auf ein Fremdsystem zu ermöglichen.
Dazu gehört auch die Herausgabe der FTP-Zugänge.

Da aber die Rechnung noch nicht bezahlt sind, kann die Gegenseite hier ein Zurückbehaltungsrecht geltend machen.

Sie sollten daher die Rechnungen ausdrücklich unter Vorbehalt und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht begleichen.
Im Anschluss wäre ein Kollege mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen, um zu prüfen, ob und wenn ja, in welcher Höhe Forderungen gegenüber dem Hoster geltend gemacht werden können.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -


Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 01.09.2015 | 14:24

Hallo Herr Roth - vielen Dank für Ihren Rat. Ich habe es so umgesetzt - eine außerordentliche Kündigung schriftlich fixiert und per email wie auch Einschreiben auf den Weg gebracht. Da bleibt dann nur noch eine Frage offen: Sie sagen:"Ihr Vertragspartner hat bei Beendigung des Vertrages die Pflicht, Ihnen den reibungslosen Übergang auf ein Fremdsystem zu ermöglichen. Dazu gehört auch die Herausgabe der FTP-Zugänge."

Gibt es dafür einen zeitlichen Rahmen? Ich habe innerhalb der außerordentlichen Kündigung eine detaillierte Abschluss-Rechnung angefordert (zu heute!) und werde diese, wenn im Eingang, sofort "unter Vorbehalt" begleichen, um an die notwendigen Daten zu gelangen. Bis wann muss der Hoster die Daten rausrücken .... und - gibt es eine exakt beschriebene Form der Daten, die der Hoster übermitteln muss? Die mich jetzt betreuende Agentur in Sachen shopware kann leider mit den bisher getätigten Aussagen des Hosters nichts anfangen, da technisch nicht umsetzbar!?

Grüße
Dirk Carolus
festefeiern-shop.de

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.09.2015 | 14:55

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Nach Zahlung hat der Hoster ohne schuldhaftes Zögern die Zugänge und den Code herauszugeben.

Hier reden wir über einen Zeitraum von maximal drei Tagen. Sollte innerhalb dieses Zeitfensters keine Herausgabe erfolgen, sollten Sie durch einen Rechtsanwalt die Herausgabe im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes erwirken.


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

Bewertung des Fragestellers 01.09.2015 | 15:04

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