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Frage zum bereinigten Einkommen (Unterhalt)

08.03.2015 20:42 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Guten Tag,
ich möchte mich schweren Herzens von meiner Frau trennen. Wir sind nun 7 Jahre verheiratet, aus der Ehe gehen 2 Kinder hervor 3 Jahre und 1 Monat (!)
Ich bin Beamter und habe ein Nettoeinkommen von 2700, sie ist in Elternzeit und bekommt 350,- und war vor der Geburt auf 450,-Euro.
Gemeinsam bewohnen wir noch ein Haus (sie zieht aus) in dem ich 600Euro Miete an meine Eltern zahle. An dieses Haus haben wir vor Jahren einen Anbau gesetzt, der Kredit läuft über mich (250,- mtl).
Ich habe 2 Autos finanziert zu jeweils 220,- eins für sie eins für mich.
Ich bin privat versichert (190,-)
Gehe ich richtig in der Annahme dass sich das bereinigte Einkommen nun ca. wie folgt zusammenstellt?
Gehalt netto 2700
- 250 Kredit Anbau
- 220 Kredit Auto (beide möglich?)
-190 priv. Krankenvers.
- 368 Kindergeld
- 600 Miete Haus (überhaupt möglich?)
______________
ergibt 1642,- bereinigtes Einkommen?
wie sieht es mit anderen Schulden aus, die aus weiteren Kleinkrediten bestehen, aber nichts mit der Immobilie zu tun haben? Können diese ebenfalls angerechnet werden?

und die wichtigste Frage:
mit welchem Unterhalt muss ich rechnen, den ich meiner Frau bezahlen muss (im Trennungsjahr und nach der Scheidung). Womit muss ich rechnen und was wird mir bleiben?

Ich brauche keine genauen Zahlen, aber eine Richtung, worauf ich mich einstellen muss.
Vielen Dank


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Anbau-Kredit kann in der Trennungszeit abzugsfähig sein.

Die Miete ist im Selbstbehalt berücksichtigt und daher nicht abzuziehen.

Ihren Autokredit können Sie abziehen. Hier sollte man aber prüfen, ob die tatsächlichen berufsbedingten Aufwendungen nicht höher ausfallen.

Solange Sie den Autokredit für die Frau weiter zahlen, ist auch diese Position abzugsfähig.

Die PKV-Kosten sind abzuziehen.

Das Kindergeld ist in den Beträgen der Düsseldorfer Tabelle berücksichtigt.

Weitere Verbindlichkeiten können auch abzugsfähig sein. Es kommt aber immer im Einzelfall darauf an.

Die Frau hat einen Anspruch auf Trennungsunterhalt. Der Kindesunterhalt hat aber Vorrang. Ob dann noch Spielraum für Trennungsunterhalt besteht, darf bezweifelt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 08.03.2015 | 22:36

vielen herzlichen dank,
was muss ich mir darunter vorstellen, wenn sie schreiben das kindergeld ist in den beträgen der düsseldorfer tabelle berücksichtigt. ich ordne mich also in spalte 2 ein. sprich ich muss jetzt noch 2x333,- von meinen 2700euro abziehen?
es ist nun also kein spielraum für trennungsunterhalt gegeben, weil ich bereits beim selbstbehalt angelangt bin? sehe ich das so richtig?

danke schön!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.03.2015 | 09:14

Die Düsseldorfer Tabelle enthält auf Seite 6 die Tabelle mit den Zahlbeträgen.

Hier ist bereits das Kindergeld jeweils hälftig berücksichtigt.

Nehmen wir an, man kann Sie in die Einkommensstufe 3 einordnen, dann sind für die Kinder jeweils 257 Euro, also zusammen 514 Euro zu zahlen.

Der Selbstbehalt liegt bezüglich des Trennungsunterhaltes bei 1.200 Euro.

Nach Abzug des Kindesunterhaltes dürften Ihnen etwa 1.500 Euro verbleiben, sodass grundsätzlich noch 300 Euro für den Unterhalt übrig blieben.

Da Sie aber das Auto für die Frau weiterzahlen, kann man dies ihr entgegenhalten.

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