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Frage zum Unterhalt und Waisenrente


04.12.2017 12:18 |
Preis: 38,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Der Vater meines Sohnes (14 Jahre), mit dem ich nie verheiratet war, zahlt seit circa 4 Jahren Unterhalt in Höhe von 400,00/Monat. Diese Unterhaltszahlung beruht auf einer mündlichen Vereinbarung zwischen dem Vater meines Sohnes und mir. Auf Grund seines Einkommens hätte er immer den Höchstbetrag an Unterhalt zahlen müssen. Vom Höchstbetrag hat er mich damals runtergehandelt mit der Begründung, er hätte ja keinen Einfluss auf seinen Sohn und deswegen würde er nicht mehr zahlen. Auch diese 400,00 seien schon zu viel. Ich bin dagegen nicht vorgegangen aus Rücksicht auf meinen Sohn, da dieser ansonsten hätte seine Ferien und jedes zweite Wochenende bei seinem Vater verbringen müssen. Das wollte mein Sohn nicht. Jetzt ist der Vater meines Sohnes schwer krank. Wenn er stirbt, steht meinem Sohn m. E. nur die Waisenrente zu. Wenn diese nicht so hoch ist, wie wird das mit dem Unterhalt weiterhin geregelt? Wird dieser aus der Erbmasse bestritten? Und wenn, in welcher Höhe? Muss ich jetzt handeln, um mir womöglich einen höheren Unterhaltsanspruch zu sichern? Das Erbe wird unter den Kindern aufgeteilt. Die anderen Kinder sind aus erster Ehe. Es gibt kein Testament. Soweit ich das weiß. Danke.
04.12.2017 | 13:09

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

der Unterhaltsanspruch endet mit dem Tod des Unterhaltsverpflichteten, hier dem Kindesvater; § 1615 BGB.

Sie sollten kurzfristig den gesetzlichen Unterhalt von Kindesvater fordern, da Unterhalt nicht für die Vergangenheit geltend gemacht werden kann. Solange die Vereinbarung besteht, dass nur Unterhalt von 400,00 € gezahlt werden muss, hat Ihr Sohn keinen Anspruch auf höheren Unterhalt. Der muss ausdrücklich eingefordert werden zusammen mit der Anforderung von Einkommensnachweisen um den gesetzlichen Unterhalt berechnen zu können. Ich rate dazu einen Rechtsanwalt mit der Vertretung zu beauftragen.

Ab der ersten Aufforderung schuldet der Kindesvater dann den gesetzlichen Unterhalt. Für den Unterhalt, der bis zum Tod des Kindesvaters fällig geworden aber noch nicht ausgezahlt worden ist, haften die Erben.

Durch den Tod des Kindesvaters würde Ihr Sohn Erbe werden, wenn keine Testament erstellt worden ist oder der Kindesvater Ihren Sohn als (Mit-)Erben bestimmt hat. Sollte Ihr Sohn in einem Testament nicht bedacht worden sein, hat er grundsätzlich einen Anspruch auf den Pflichtteil.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

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Nachfrage vom Fragesteller 04.12.2017 | 18:44

Danke für die Antwort. Das ist mir schon alles klar. Aber gibt es durch den "Verzicht" auf den höheren Unterhalt irgendwelches sonstigen Nachteile bei der Waisenrente bzw. bei einer eventuellen Unterhaltsübernahme durch das Sozialamt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2017 | 10:16

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Halbwaisenrente berechnet sich nach dem was der Verstorbene an Rentenansprüchen erarbeitetet hatte. Die Höhe des zuvor gezahlten Unterhalts hat darauf keinen Einfluss.

Inwieweit bei Ihnen das Sozialamt den Unterhalt übernimmt, kann von hier nicht beurteilt werden. Dies erfolgt jedoch idR nicht, da nur ein Unterhaltsvorschuss gezahlt wird, wenn der Unterhaltsverpflichtete die Zahlung nicht leistet, obwohl er dazu verpflichtet ist. In Ihrem Fall endet aber die Zahlungspflicht mit dem Tod des Kindesvaters.

Mit freundlichen Grüßen


Ingo Bordasch
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