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Frage zum Pflichtteilsanspruch

31.03.2008 17:52 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Mein Mann hat einen Bruder,sein Elternhaus ( 2 Familienhaus) ist vor ca. 1 1/2 Jahren auf den Bruder überschrieben worden. Das Haus war auf dem Namen der Mutter eingetragen.Mein Schwiegervater ist ein
Pflegefall und der Bruder ist seit 2 Jahren als Betreuer eingetragen und mein Mann als stellvert. Betreuer. Wir haben vor 20 Jahren einen Betrag von 40000 € bekommen, weil wir gebaut haben. Der Bruder wohnt seit 2 Jahren nicht mehr in dem Haus bezieht die Miete. Jetzt möchte er bauen.Was passiert,wenn er das Haus beleiht? Hat mein Mann ein Recht auf ein Pflichtteil?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihnen Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt:

Nach der Überschreibung des Hauses auf Ihren Bruder ist dieser Eigentümer geworden. Das bedeutet, er kann über das Haus frei verfügen. Er kann es also verkaufen oder auch beleihen.

Für Sie hat dies keine Ausirkungen. Einen Anspruch auf den Pflichtteil haben Sie nicht, solange der potentielle Erblasser noch lebt. Erst nach dessen Tod stellt sich die Frage nach einem Pflichtteil. Aber auch dies nur dann, wenn eine Enterbung vorliegt.

Wenn der Vater/Schwiegervater vor Ablauf von 10 Jahren nach der Überschreibung sirbt, so muss der Wert des Hauses im Falle einer Enterbung (!) ausgeglichen werden.

Das bedeutet, nur dann, wenn das Erbe geringer ist als zustehende Pflichtteil, muss eine Ausgleichung vorgenommen werden.

Umgekehrt muss auch geprüft werden, ob und inwieweit die 40.000 Euro ausgeglichen werden müssen. Das könnte zum Beispiel dann der Fall sein, wenn die 40.000 Euro eine Ausstattung bzw. Gewährung einer ersten Existenzgrundlage gewesen wäre.

Insgesamt lässt sich sagen, dass es derzeit keine Auswirkungen hat, wenn das Grundstück beliehen wird.

Die Frage nach Erbe/Pflichtteil etc stellt sich erst, wenn der potentielle Erblasser gestorben ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben. Für eine Rückfrage stehe ich Ihhen gerne im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 02.04.2008 | 17:39

Hallo,

wir sind dankbar für die schnelle Antwort, sind aber nicht sicher,ob wir es richtig verstanden haben.
Die Schwiegereltern leben beide noch. Die Schwiegermutter (nicht beide Eheleute) war Eigentümer des Hauses gewesen, bnevor es überschrieben wurde.
Käme es überhaupt zum Pflichtanspruch, wenn meinem Schwiegervater etwas passiert?

Schon mal Danke im voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.04.2008 | 17:53

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bitte um Entschuldigung, falls ich mich mißverständlich ausgedrückt habe. Wenn die Mutter Eigentümerin des Hauses war, stellt sich die von mir beschriebene Problematik um den Pflichtteilsergänzungsanspruch nur dann, wenn die Mutter innerhalb von 10 Jahren nach der Überschreibung stirbt.

Wenn der Vater stirbt, erben die Mutter und die Kinder das Vermögen des Vaters. Wenn der Vater nicht Eigentümer des Hauses war, betrifft das Haus auch nicht die Erbmasse des Vaters.

Ich hoffe, ich konnte nunmehr Ihre Frage beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt




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