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Frage zu Zugewinn und Immobilie

| 09.07.2015 20:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Ermittlung des Zugewinns.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage zum Zugewinnausgleich bzw. zur Einigung des Abtretens eines Haus an die Ehefrau vom Ehemann.

Ein paar Grunddaten, ich hoffe soweit verständlich:
Hauswert: 290T€ (nach Marktwertanalyse)
Restschuld: 60T€ (Darlehen läuft auf den Ehemann)
Schenkung an die Ehefrau in der Ehe: 3/10 des Hauses.
Dadurch anteilige Aufteilung des Hauses:
Ehefrau: 87T€
Ehemann: 203T€
Zugewinn (bereits belegt):
Ehefrau: 87T€ (Hausanteil – kein Anfangsvermögen)
Ehemann: 0€ (hat Haus eingebracht -> jetzt weniger End- als
Anfangsvermögen -> d.h. „0")

Wir sind uns so weit einig, dass meine Noch-Ehefrau im Haus bleibt und dieses komplett vom Ehemann, also mir, übernimmt, d.h. abkauft. Jetzt geht es um die Ermittlung der (ich nenne es) „Abschlagszahlung", um Zugewinn und Haus in einer Einigung zu finalisieren.

Kernfrage: Wie würde hier typischer Weise gerechnet werden und wie würde ein Gericht typischer Weise entscheiden oder einen Kompromiss/Vergleich finden?

Mir geht es um eine weitere Meinung.

Ohne Sie beeinflussen zu wollen, hier 2 Berechnungen, wie sie z.Z. im Raum stehen:

Mein Vorschlag, basierend auf „Bücher":
Hälfte Zugewinn der Ehefrau: 87/2 = 43,5T€
Ausgleichszahlung: Hälfte Zugewinn + Hausanteil: 43,5 + 203 = 246,5T€
Dabei habe ich die Restschuld nicht berücksichtigt.

Vorschlag des Anwalts meiner Noch- Ehefrau:
Hälfte Zugewinn der Ehefrau: 87/2 = 43,5T€
Anteil Ehemann bekommt Restschuld in Abzug: 203-60 = 143T€
Ausgleichszahlung: Hälfte Zugewinn + Resthausanteil: 43,5 + 143 = 186,5T€
Hier wird die Restschuld bei mir komplett abgezogen.

Vielen herzlichen Dank und Grüße



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Man muss zunächst klarstellen, dass ein Gericht nicht über die Frage der richtigen Berechnung entscheiden würde, weil sich vor Gericht diese Frage niemals stellt. Das Gericht entscheidet im Güterrechtsverfahren nur über die Höhe des Zugewinns, dass wären hier 43500 € zu Ihren Gunsten.

Diesen muss man richtigerweise bei einer Einigung über die Vermögensauseinandersetzung mit einrechnen, also in Ihrem Fall zu dem Betrag addieren auf den man sich für die Übertragung des Hausanteils einigt. Hier gibt es nicht wirklich richtig oder falsch, weil der Betrag letztlich Verhandlungssache ist, diese Verhandlung und Einigung nimmt das Gericht Ihnen leider nicht ab.

Natürlich kenne ich Fälle wir Ihren aus der täglichen Praxis. Ich halte beide Berechnungen so für falsch, richtiger ist Ihre Variante wobei dort noch die Verbindlichkeiten abgezogen werden müssen.

Ich würde so rechnen: Zugewinnausgleichsanspruch Mann: 43500 €, Hausanteil 203000 €-42000 € Restschuld =204500 €. Da es um die Übertragung von 7/10 des Hauses geht muss man den Wert dieser 7/10 ermitteln indem man 7/10 der Verbindlichkeiten abzieht und dazu den Zugewinn addiert der ja ohne die Einigung über das Haus als Zahlbetrag im Raum stünde. Auf 7/10 des Hauses lasten natürlich auch nur 7/10 der Verbindlichkeiten, also weder alles noch gar nichts.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 09.07.2015 | 22:14

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