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Frage zu Werbemails


05.06.2006 04:24 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Hallo,

ich habe eine Frage zum Versand von Mails. So ganz schlau werde ich aus der ganzen SPAM-Sache nicht. Nach SPAM ist ja so ziemlich jede Anfragemail unerwünschte Werbung.
Es geht um folgendes:
Ich habe eine neue Website ins Internet gestellt und bin nun auf der Suche nach Linktauschpartnern. Dazu habe ich mir über verschiedene Suchbegriffe in Suchmaschinen Internetseiten herausgesucht, die thematisch zu meinem Onlineangebot passen und demzufolge als Linktauschpartner in Frage kommen. Hierzu habe ich jeweils die Kontaktdaten der Inhaber in eine Liste geschrieben, mit Name, Mail, Domain, Angebot der Seite. Nun möchte ich diese Fragen, ob diese an einem Linktausch interessiert sind, d.h. die binden einen Link zu meiner Seite ein, und ich einen Link auf deren Seite. Empfänger sind jeweils Privatpersonen und Firmen. Ich selbst bin selbstständig, also eine Firma.

Wie kann ich diese nun fragen ob die Interesse an einem Tausch haben? Ich würde gerne zwecks Einfachheit eine kurze Mail mit persönlicher Ansprache und Bezug zu den jeweiligen Seiten und dem Vorhaben senden. Ist das auch schon SPAM, auch wenn ich die persönlich anschreibe und nix verkaufen will oder sonstwie?
Im Übrigen sind es insgesamt rund 160 Betreiber, die ich anschreiben möchte.
Muss ich selbst hier mit einer Abmahnung rechnen? Wenn ja, was um alles in der Welt darf man mit Mails noch machen? Darf man überhaupt irgendwas per Mail fragen oder zählt das dann auch gleich unter unerwünschte Werbung?

Wie sieht das eigentlich aus mit einkopieren eines Textes in ein auf der jeweiligen Internetseite bereitgestelltem Anfrageformular. Zählt sowas als SPAM?

Vielen Dank für die Info.

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Sehr geehrter Fragesteller,

herzlichen Dank für Ihre Fragen, die ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten darf.

In Ihrem Fall ist entscheidend, ob es sich um Werbung handelt oder nicht.

Unerlaubt ist lediglich Email-Werbung, zu der der Empfänger kein Einverständnis erklärt hat. Dieses Merkmal dürfte vorliegen. Gleichzeitig muß das Merkmal der Vielzahl der Empfänger vorliegen, was bei 160 Emails ebenfalls erfüllt sein dürfte.

Der Begriff der Werbung ist sehr weit gefaßt. Grds. fällt hierin alles, was der Verkaufsförderung dient. Hierzu würde ich auch indirekt den Linktausch zählen. Sicherlich kann man auch anders argumentieren, jedoch bewegen Sie sich auf recht dünnem Eis.

Gerichtsentscheidungen zu diesem Thema sind leider noch nicht bekannt, so dass man auch eine richterliche Auffassung hierzu.

Ein Eintrag in ein Anfrageformular hat die gleiche Wirkung wie per Email. Allerding ist hier wegen dem Merkmal des Einverständnisses zu fragen, zu welchem Zweck das Formular eingerichtet wird.

Wollen Sie wirklich sicher gehen, empfehle ich Ihnen Ihr Anliegen per Brief zu versenden.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-


www.rechtsbuero24.de
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