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Frage zu Volljährigen Unterhalt nach Ausbildung

03.05.2019 17:02 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Meine Tochter (20j) wohnt als Untermieterin bei einer Freundin. Zuvor hat sie bis kurz nach Erreichen der Volljährigkeit bei der Mutter und deren neuen Gatten gewohnt.

Es war ihre eigene Entscheidung 2015 mit der Vollzeitschulausbildung zur ITA (Informationstechnische Assistentin in Kombi mit der Allgemeinen Hochschulreife zu beginnen. Leider musste sie die 12. Klasse wegen schlechter Matheleistungen wiederholen .Ein Wechsel kam nicht in Frage. Nun ist sie in der 13. KLasse, hat die ABI ZUlassung eben wegen Matheleistungen nicht geschafft und ist nun bemüht als Schadensbegrenzung zumindest im Herbst den Abschluß zur ITA zu schaffen. SO hat sie es mir erläutert.

Danach möchte sie eine andere Ausbildung machen, weil aus ihrer Sicht der ITA nicht ausreichend ist.

Einen Ausbildungsvertrag hat sie allerdings noch nicht, hat sich auch nicht beworben obwohl ich mehrfach geraten habe wegen ihrer schlechten Matheleistungen einen Plan B zu haben.

Nun meine FRage: Wie sieht es mit zu leistenden Unterhalt aus , wenn sie im September mit der Ausbildung fertig ist , aber noch nichts neues hat. Ich habe mal von einer 4-monatigen Übergangsfrist gehört, danach würde auch Krankenversicherung und Kindergeld wegfallen.

Muss ich ihr auch Unterhalt zahlen wenn sie garnichts macht. Ich hatte ihr empfohlen zumindest ein FS zu machen um Krankenversicherung und Kindergeld zu retten. Wie soll ich mich verhalten ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Tochter strebt eine weitere Ausbildung an, die ich nach Ihrer Darstellung als Zweitausbildung ansehe.

Sie werden für die Zweitausbildung voraussichtlich nicht mehr unterhaltspflichtig sein.

Die Einschränkung "voraussichtlich" ist immer der Einzellfallbewertung im Unterhaltsrecht geschuldet.

Grundsätzlich sind Eltern verpflichtet Ausbildungsunterhalt zu zahlen, dem Kinde also eine angemessene Ausbildung zu ermöglichen.

Dieser Verpflichtung sind Sie nachgekommen. Ihre Tochter hat eine berufliche Ausbildung, auch wenn die Planung das Abitur zu erlangen, nicht umgesetzt werden konnte. Vermutlich war die Planung eine andere und nach dem Abitur sollte die Ausbildung fortgesetzt werden. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass nun eine berufliche Ausbildung vorliegt, Ihre Tocher aber eine andere Ausbildung anschließen will.

Wenn die früheren Planungen nicht umgesetzt werden konnten und der erste Entschluss für die Ausbildung sich aber als Fehlentscheidung darstellt, kann im Rahmen der Einzelfallenscheidung eines Gerichts eine von meiner Einschätzung abweichende Beurteilung getroffen werden.

Die Gerichte sind gegenüber Volljährigen Kindern eher entgegenkommend, obwohl ich hier der Meinung bin, dass Sie mit Erstausbildung Ihrer Pflicht nachgekommen sind.

Die Tochter ist daher nach meiner Auffassung gehalten, sich nun um einen Arbeitsplatz zu bemühen. Sie muss für ihren eigenen Unterhalt sorgen.

Zutreffend ist, dass der Tochter eine Übergangszeit für ihre Bemühungen zugebilligt wird. Die von Ihnen genannten 4 Monate sind nur ein grober Richtwert. Es geht hier auch nicht mehr um die Berufsfindung nach dem Schulabschluss, sondern um die Suche nach einem Arbeitsplatz. 4 Monate dürften dann schon großzügig bemessen sein.

Insgesamt können Sie aber erkennen, dass es Einzelfallentscheidung sein wird. Auf jeden Fall wird Ihre Tochter, wenn Sie ab September nichts hat, sich um eine Erwerbstätigkeit bemühen müssen. Diese schon allein deswegen, um krankenversichert zu sein. Sie sollten der Tochter deutlich machen, dass nach Ihrer Auffassung keine Unterhaltsverpflichtung besteht und sie sich daher rechtzeitig bemühen muss.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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