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Frage zu Unterhalt

21.01.2020 16:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


17:34
Hallo,

ich habe eine Frage zur Regelung des Unterhaltes. Ich habe zwei Kinder, eines 14, eines 16. Bisher bekomme ich 791 EUR Unterhalt zusammen für beide Kinder (2x EUR 497 abzgl. einmal Kindergeld EUR 203). Mein Sohn verdient ab September EUR 1.034.00. Wie viel Unterhalt muss mein Exmann an mich bezahlen ab Beginn der Ausbildung??? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen! Vielen Dank
21.01.2020 | 16:56

Antwort

von


(262)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/1602.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 1602 BGB: Bedürftigkeit">§ 1602 Absatz 2 BGB</a> kann ein minderjähriges Kind Unterhalt verlangen, soweit der Ertrag seiner Arbeit zum Unterhalt nicht ausreicht. Das Einkommen des Kindes wird also auf den Unterhaltsanspruch angerechnet. Da der, von Ihnen geleistete, Betreuungsunterhalt und der vom Vater geleistete Barunterhalt gleichwertig sind, wird das Einkommen zur Hälfte auf den Barunterhalt angerechnet.

Sollte es sich bei den 1.034 Euro um das Nettoeinkommen des Kindes handeln und beim Kind keine Ausgaben für Fahrten zum Arbeitsplatz u.s.w anfallen, werden 1.034/2 = 517 Euro auf den Unterhalt angerechnet, den der Kindesvater bisher für dieses Kind zahlt. Da der anzurechnende Betrag dann größer ist als die 497 Euro abzüglich des halben Kindergeldes für dieses Kind von 102 Euro, muss der Vater dann nichts für dieses Kind zahlen.
Der Vater muss dann nur für das Kind, was noch kein eigenes Einkommen hat, 497 Euro - 102 Euro halbes Kindergeld = 395 Euro zahlen.

Sollte es sich bei den 1.034 Euro um das Bruttoeinkommen handeln, sind davon zunächst die Steuern und Sozialabgaben sowie die berufsbedingten Aufwendungen des Kindes abzuziehen. Diese berufsbedingten Aufwendungen sind zum Beispiel die Fahrten zur Arbeit, Berufskleidung soweit nicht vom Arbeitgeber gestellt u.s.w.
Das was dann noch übrig bleibt wird durch 2 geteilt.

Für das Kind muss der Vater dann 497 Euro Unterhaltsbedarf abzüglich des halben Kindergeldes und Abzüglich des Ergebnisses der vorgenannten Berechnung zahlen.

Für das jüngere Kind, das noch kein eigenes Einkommen hat, zahlt der Vater unverändert 497 Euro abzüglich des halben Kindergeldes also 395 Euro.

Der Betrag, den der Vater für beide Kinder zusammen bezahlen muss, errechnet sich mit 395 Euro für das Kind ohne eigenes Einkommen zuzüglich des Betrages, der zuvor für das Kind mit eigenem Einkommen errechnet wurde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
<!--dejureok-->


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Rückfrage vom Fragesteller 21.01.2020 | 17:19

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Bei den EUR 1034 handelt es sich um das Bruttogehalt.
Abzüglich Steuern ok, aber wie viel darf für Fahrgeld in Abzug gebracht werden und wer legt dies fest. Er hat eine Strecker von KM 20 pro Fahrt, dies zweimal pro Tag, hinter sich zu bringen an 5 Tagen die Woche.
Bis jetzt gehe ich von einem Nettogehalt von EUR 835 aus, wie viel kann ich hier noch für Fahrgeld abziehen, 100 EUR? Oder mehr? 834 -100 ergibt 734, das dann durch 2 wären 397 EUR

497-102 Hälfte Kindergeld - 397 EUR ergibt Minus 32 EUR das heißt ich bekomme noch 32 EUR oder bekomme nichts? Ist das kompliziert!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.01.2020 | 17:34

Sehr geehrte Fragestellerin,

da Ihr Kind noch Minderjährig ist, wird es für die Fahrt den öffentlichen Personennahverkehr nutzen. Als Fahrgeld sind dann die Kosten der Monatskarte abzuziehen. Diese werden vom Verkehrsunternehmen festgelegt. Wenn diese 100 Euro betragen, ergibt dies bei einem Nettoeinkommen von 835 Euro. 835 - 100 = 735.
735 / 2 = 367,5.
497 - 102 - 367,5 = 27,50 Euro, die der Vater noch bezahlen muss. Die Formulierung dass Sie das Geld bekommen, ist etwas ungenau. Genau genommen, steht dem Kind dieses Geld zu und Sie vertreten das Kind gegenüber dem Vater bei der Entgegennahme des Geldes.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

(262)

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Tel: 03080571275
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