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Frage zu Umsatzsteuer

12.01.2015 12:08 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Falk-Christian Barzik, Diplom-Finanzwirt (FH)


Zusammenfassung: USt und VoSt bei Änderung der Bemessungsgrundlage

Guten Tag,

ich betreibe ein Gewerbe und habe folgende Situation:

Aus einem EU-Land habe ich eine Nettorechnung erhalten (xyz-EUR als Teilnahmegebühr an einem Markt), die ich zuerst bezahlte, dann meine Teilnahme stornierte, woraufhin ich dann eine Gutschrift zu dieser ursprünglichen Rechnung bekam. Der Rechnungsbetrag, den ich zahlte war wesentlich höher als de Gutschriftbetrag, den ich zurück erstattet bekam. Meine Frage nun: wie erfasse ich diesen Vorgang (Rechnung und Gutschrift) in der USt.?

Danke im Voraus!

MFG

Einsatz editiert am 12.01.2015 21:00:49

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die sonstige Leistung ist ursprünglich als § 13b UStG-Leistung zu erfassen gewesen (Reverse-Charge). D.h., dass Sie die USt als Leistungsempfänger schulden.
Gleichzeitig können Sie diese aber als VoSt in gleicher Höhe im gleichen VAZ geltend machen.

Der Erhalt der Gutschrift stellt dann eine Änderung der Bemessungsgrundlage im Sinne von § 17 UStG dar. D.h., dass Sie ggn. dem FA in dem VAZ der Gutschrift eine Korrektur vornehmen müssen. Dies geschieht dadurch, dass Sie die USt aus der Gutschrift herausrechnen und diese in der UStVA negativ erklären (Minderung der USt). In gleicher Höhe geben Sie dann wegen § 13b UStG wiederum eine negative VoSt in der VAZ an (Minderung der VoSt).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 13.01.2015 | 12:22

Hallo,

vielen Dank für Ihre Antwort!

In der USt (Jahreserklärung) muss ich also:
- den ursprünglichen Rechnungsbetrag als Netto-Ausgabe erfassen (unter Liestungsempfänger als Steuerschuldner), die Vorsteuer selbst berechnen und diese dann entsprechend wieder abziehen.
- den Gutschriftsbetrag als Netto-Einnahme erfassen, die Vorsteuer selbst berechnen. Diese kann ich aber nicht wieder abziehen, oder?

Oder ist es auch ok wenn ich den Gutschriftsbetrag vom Rechnungsbetrag abziehe und diese Differenz als Netto-Ausgabe erfasse, die Vorsteuer selbst berechne und dann entsprechend wieder abziehe? Steuermäßig wäre dieser ein 0-Vorgang, denn ich hätte letztendlich keine Steuer zu bezahlen. Und bei der EÜR kann die Vorsteuer auf solche Netto-Ausgaben im innergemeinschaftlichen Raum nicht berücksichtigt werden - die EÜR sieht so einen Vorgang nicht vor, oder doch? Wenn doch, in welcher Zeile kann man diese Vorsteuer bei den Betriebseinnahmen erfassen?

Danke! MFG


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.01.2015 | 13:07

Generell müssen Sie die USt/VoSt von der Gewinnermittlung (EÜR) unterscheiden.
Bei der Begleichung der Rechnung hatten Sie eine BA, bei Rücküberweisung der Gutschrift eine BE, sofern Sie § 4 III-EStGler sind. Nur die Differenz ist dann wirklich gewinnbeeinflußend.

Davon unabhängig ist die Frage der USt/VoSt. Die Korrektur müsste eigentlich im VAZ der Gutschrift erfolgen. Jedoch ist mir auch ein Denkfehler unterlaufen.

Die Stornierung der Anmeldung führt dazu, dass die ursprüngliche Rechnung in voller Höhe inkl. der damaligen USt storniert werden muss. Nicht nur in Höhe der Gutschrift und den darauf entfallenden VoSt-Betrag.

Dies führt im Rahmen der JE (!) dazu, dass sich die jeweiligen USt/Vost-Beträge aus den jeweiligen Voranmeldungsmonaten egalisieren/ gegenseitig aufheben. Wurde also in 2/2014 bspw. USt in Höhe von 19 € angemeldet, führt die Stornierung zu einer negativen USt im Monat der Stornierung zu ./. 19 €, so dass im Rahmen der JE der Vorgang mit 0 also gar nicht erfasst werden muss.

Für Ihre JE hat der Vorgang daher keine Auswirkung. Ihr Gewinn verringert sich dagegen in Höhe der Differenz aus ursprüngliche Rechnung ./. spätere Gutschrift. Diese Differenz ist gewinnmindernd.

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