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Frage zu Rechnung von Immobilien-Makler (Haus zur Miete)

| 16.09.2012 18:02 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Auf der Suche nach einem Haus zur Miete fanden wir Anfang 2010 ein passendes, von einem Maklerbüro eingestelltes Angebot. Es kam eine Besichtigung zustande, im Rahmen derer wir unser Interesse bekundeten und um eine Selbstauskunft gebeten wurden.

Die Selbstauskunft enthielt einen Hinweis auf eine bei Vertragsabschluss fällige Brutto-Maklerprovision i.H.v. 2,38 Kaltmieten. Wir schickten sie an den Makler, baten jedoch um eine Reduktion der Provision. Begründung: wir haben das Objekt ohne seine Hilfe im Internet gefunden und es war nur 1 Besichtigungstermin nötig, womit seitens des Maklers die Vermittlungsaufwände minimal waren.

Der Makler lehnte dies ab.

Es kam dennoch ein Mietvertrag zustande, an dessen Verhandlung jedoch nicht der Makler beteiligt war, sondern ein vom Vermieter eingesetzter Verwalter.

Gegenüber dem Makler sprachen wir erneut die Provision an; wieder bestand er auf der vollen Höhe und stellte eine entsprechende Rechnung mit der Leistungsbeschreibung „für meine Geschäftstätigkeit im Hinblick auf die Vermittlung und den Abschluss" (obwohl der Makler am eigentlichen Abschluss nicht beteiligt war, sondern der Verwalter). Diese bezahlten wir nicht sofort und sie geriet in Vergessenheit.

Nach über 2 Jahren kam am 31. des Monats eine Zahlungsaufforderung datiert auf den 20. (Poststempel jedoch 30.) mit der Aufforderung, bis zum 31. zu zahlen – was natürlich unmöglich ist.

Bevor wir eine Zahlung auslösen, würden wir gern klären:

Frage 1: Ist diese Forderungshöhe gerechtfertigt, wenn der Makler nur vermittelnd tätig war, nicht jedoch am Abschluss des Vertrages mitgewirkt hat (also nicht alle Leistungsphasen abgedeckt hat)?

Frage 2: Ist vor dem Hintergrund unserer Bitte um Provisionsreduktion mit der Abgabe der Selbstauskunft, auf der der Hinweis auf o.g. Maklerprovision verzeichnet war, überhaupt ein wirksamer Vertrag zustande gekommen, der eine Provisionsforderung begründet?

Frage 3: Da wir aufgrund des offenbar sehr späten Versands der Mahnung nicht zur gesetzten Frist zahlen konnten, könnte der Makler seine Drohung wahr machen und ein Inkassounternehmen einschalten. Wenn er das tut: müssen wir dann auch dessen Gebühren zahlen? Immerhin kam der Brief erst am Tag der gesetzten Frist bei uns an.

Frage 4: Was sollten wir jetzt tun? Einfach zahlen oder was wäre sinnvoller?


-- Einsatz geändert am 16.09.2012 19:21:26

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Frage 1: Ist diese Forderungshöhe gerechtfertigt, wenn der Makler nur vermittelnd tätig war, nicht jedoch am Abschluss des Vertrages mitgewirkt hat (also nicht alle Leistungsphasen abgedeckt hat)?

Zunächst ist ja schon fraglich, ob ein Maklervertrag zustande gekommen ist.

Sie schreiben, dass das Mietobjekt über einen Makler ins Internet eingestellt war.

Da Sie sich offenbar daraufhin bei dem Makler gemeldet haben, ist der Maklervertrag zustande gekommen.

Der Makle kann entweder dann eine Provision verlangen, wenn Sie ihn beauftragen, ein Mietobjekt zu vermitteln oder wenn er ein Mietobjekt vermittelt hat.

Man unterscheidet zwischen der Nachweis- und der Vermittlungsprovision.

Vorliegend greift die Vermittlungsprovision.

Der Makler hat Sie auch über die Provision informiert.

Ein Mietvertrag ist auch zustande gekommen.

Damit ist lediglich die Frage, inwieweit der Makler noch ursächlich an dem Zustandekommen des Mietvertrages mitgewirkt hat.

„Nach der Rechtsprechung genügt es, wenn eine sog. Mitursächlichkeit gegeben ist, d.h. die Tätigkeit muss nicht die alleinige Ursache für den Vertragsabschluss darstellen."

Damit ist ein wirksamer Maklervertrag gegeben und die Forderung auch der Höhe nach gerechtfertigt.

Frage 2: Ist vor dem Hintergrund unserer Bitte um Provisionsreduktion mit der Abgabe der Selbstauskunft, auf der der Hinweis auf o.g. Maklerprovision verzeichnet war, überhaupt ein wirksamer Vertrag zustande gekommen, der eine Provisionsforderung begründet?

Ja.

Frage 3: Da wir aufgrund des offenbar sehr späten Versands der Mahnung nicht zur gesetzten Frist zahlen konnten, könnte der Makler seine Drohung wahr machen und ein Inkassounternehmen einschalten. Wenn er das tut: müssen wir dann auch dessen Gebühren zahlen? Immerhin kam der Brief erst am Tag der gesetzten Frist bei uns an.

Nein, das ist hinfällig.

Wenn Sie umgehend bezahlen, dürfen Ihnen keine weitere Kosten entstehen.

Frage 4: Was sollten wir jetzt tun? Einfach zahlen oder was wäre sinnvoller?

Ja, Sie sollten die Rechnung bezahlen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 18.09.2012 | 10:32

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