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Frage zu Pflichtteilen

22.05.2008 16:03 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Ehepaar in Zugewinngemeinschaft.
Frau: Sohn aus 1.Ehe, einbenamt, nicht adoptiert.
Mann: Mutter, Bruder mit Tochter.
Eigentum: EFH ca 180T€, priv.Rentenversicherung 100T€,
Geldanlagen 100T€
Geplant ist Berliner Testament, d.h. gegenseitiges Vererben.
Fragen:
1.Sind im Fall, dass die Frau Erstversterbend ist, die Pflichteilsansprüche des Sohnes damit abgegolten, dass er das
Haus erbt - bei lebenslangem Wohnrecht Mann ?
Ziel: Es soll eine Geldzahlung für Zahlung Pflichtteil vermieden werden.
2. Wer hat Pflichtteilansprüche nach dem Mann ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Bei einem Berliner Testament setzen sich Eheleute grundsätzlich gegenseitig als Erben ein und bestimmen gleichzeitig eines oder mehrere Schlusserben für das gesamte, gemeinsame Vermögen nach dem Tod des Letztversterbenden.

Nach dem Tod des Erstversterbenden hat der Schlusserbe und die übrigen Abkömmlinge einen Pflichtteilsanspruch.
Um zu verhindern, dass die Pflichtteilsberechtigten beim Tod des Erstversterbenden die Verfügungsmacht des überlebenden Ehegatten über das gesamte Vermögen dadurch zu vereiteln, dass sie ihren Pflichtteilsanspruch geltend machen, verfügen die Ehegatten beim Berliner Testament eine sog. Pflichtteilsstrafklausel.
Daduch wird zwar der Pflichtteil nicht verhindert, aber der Pflichtteilsberechtigte wird durch die einzusetzende Strafe von der Geltendmachung des Anspruchs abgehalten.

Pflichtteilsberechtigt nach dem Erstversterben des Mannes wäre die Mutter.

Bei der Abfassung eines Berliner Testamentes sollten Sie sich durch einen Kollegen beraten lassen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2008
info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de
Tel. 040/317 97 380
Fax: 040/31 27 84
Johannisbollwerk 20
20459 Hamburg

Nachfrage vom Fragesteller 22.05.2008 | 22:30

Sehr geehrter Herr Roth,
danke für die Antwort.
Leider blieb die Frage nach dem Pflichtteil des Sohnes nach Ab-
leben der Mutter unbeantwortet - ist mit Vererbung des Hauses,
bei lebenlangem Wohnrecht des Mannes, sein Pflichtteil abge-golten, vorausgesetzt der Wert des Hauses entspricht der Höhe
des Pflichtteils.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.05.2008 | 01:13

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Pflichtteilsansprüche werden nicht abgegolten, sie müssen geltend gemacht werden.
Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Wenn man von einem Nachlass von insgesamt EUR 380.000,00 ausgeht, hätte der Sohn Anspruch auf EUR 190.000,00. Dies entspricht in etwa dem Wert des Hauses.



Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de

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