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Frage zu Gemeinschaftseigentum bzw. Sondereigentum bei Fenstern

| 02.07.2020 14:30 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo,
wir sind Eigentümer einer Wohnung, in der wir selbst wohnen. Nach einem Beschluss der Eigentümergemeinschaft werden nun einige ältere Fenster im Haus ausgetauscht. So weit so gut, weil Gemeinschaftseigentum. Durch den Austausch sind aber nach innen sichtbare schmückende Fensterrahmen betroffen (Holzvertäfelungen aus dem Beginn des 20 Jahrhunderts). Unserer Meinung nach ist deren Ersatz nach Einbau der Fenster kein Gemeinschafts- sondern ein Sondereigentum, den die jeweiligen Eigentümer der bestroffenen Wohnung ersetzen müssen und nicht die Eigentümergemeinschaft. Diese können unserer Meinung nach auch bestimmen, wie die Verkleidung auszuführen ist. Hart gesagt könnte der Fensterbauer ein fachgemäß abgedichtetes Fenster hinterlassen, alles andere wäre vor allem kostenseitig Aufgabe des Eigentümers.
Der Eigentümerbeschluss bezieht sich nur auf den Austausch der Fenster, die Hausverwaltung hat aber auch die Schönheitsreparaturen mit vergeben und wird diese nach Abschluss nach dem Eigentümerschlüssel verteilen. Ist das rechtens? Wie verhält es sich hier? Ich habe nirgends einen entsprechenden Passus gefunden.
Danke für Ihre Hilfe!
02.07.2020 | 15:12

Antwort

von


(257)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Fenster bestehen nicht nur aus dem Fensterglas sondern auch aus den Fensterrahmen. Fensteraustausch bedeutet daher nicht eine neue Glasscheibe in den vorhandenen Rahmen einzusetzen, sondern Rahmen und Glas auszutauschen.

Holzvertäfelungen, die von einem Eigentümer in seiner Wohnung von innen angebracht wurden, sind grundsätzlich das Sondereigentum des Eigentümers, der diese in seiner Wohnung angebracht hat. Daher ist dieser grundsätzlich verpflichtet, diese selbst instand zusetzen.

Wenn die Vertäfelungen jedoch durch eine Maßnahme der Gemeinschaft also in Ihrem Fall durch den Fensteraustausch beschädigt werden, dann hat der betroffene Eigentümer gegen die Gemeinschaft einen Folgenbeseitigungsanspruch dahin, dass die Holzvertäfelungen wieder in den Zustand versetzt werden, in dem sie waren, bevor die Fenster ausgetauscht wurden.

Der betroffene Eigentümer ist nicht verpflichtet, die Holzvertäfelungen abzunehmen. Er muss nur dulden, dass die Fensterbauer diese abnehmen, soweit dies für den Austausch der Fenster notwendig ist. Die Handwerker müssen die Holzvertäfelungen wieder anbringen, nachdem sie die Fenster ausgewechselt haben.

Wenn die Holzvertäfelungen nicht abnehmbar sind, oder bei den Fensterarbeiten beschädigt werden, müssen diese anschließend auf Kosten der Gemeinschaft wieder instand gesetzt werden.
Die Holzvertäfelungen müssen in den gleichen Zustand versetzt werden, indem sie vor dem Fensteraustausch waren.
Das schließt auch die Malerarbeiten mit ein, die ohne den Fensteraustausch nicht erforderlich gewesen wären.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Bewertung des Fragestellers 02.07.2020 | 15:18

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Freiheitsweg 23
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