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Frage: vorweggenommene Betriebsausgaben - Vorgründungskosten

| 08.07.2014 18:50 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung:

Liebhaberei bzw. Gewinn- und Einkünfteerzielungsabsicht

Ich habe im September 2011 ein Gewerbe angemeldet. (Autoagentur Beratung bzgl. Kauf und Vermittlung von KFZ-Neuwagen) Im Laufe des Jahres 2011 bis Sept. haben sich einige Vorgründungskosten wie Coachingkosten (Buchhaltun, Marketing usw.) Businessplanberatung, Gebühr für fachkundige Stellungsnahme da ich Gründungszuschuss beantragt und erhalten habe, Lizenzgebühr und Anmeldegebühr bei einen Lizenzsystem und entsprechende Fahrtkosten angesammmelt.
Das Finanzamt hat nun im Steuerbescheid 2011 die Verluste im Rahmen der
vorläufigen Steuerfestsetzung zunächst nicht berücksichtigt bis eine Gewinnerziehlungsabsicht vorliegt.
Muss ich das so akzeptieren? Gibt es eine Möglichkeit, die Anerkennung durchzusetzten.
Schließlich hab ich die Mühenzur Gründung nicht aus lauter Spaß gemacht, auch wenn noch keine Einnahmen vorliegen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Sie können und sollten gegen den gesamten Steuerbescheid 2011, also auch gegen die Festsetzung der Vorläufigkeit nach § 165 AO , einlegen. Im Rahmen der Begründung des Einspruchs sollten Sie darlegen, warum die Ausgaben (sofort) anzuerkennen sind bzw. wie und wann Sie es erreichen, dass Sie einen Totalgewinn aus Ihrer Tätigkeit erreichen (Sie also eine Gewinnerzielungsabsicht haben!!). Grundsätzlich sind Kosten vor Gründung eines Gewerbes als Vorgründungskosten auch als Betriebsausgaben absetzbar. Die Einkunfts- bzw. Gewinnerzielungsabsicht ist eine innere Tatsache, die - wie alle sich in der Vorstellung von Menschen abspielenden Vorgänge - nur anhand äußerer Merkmale beurteilt werden kann. Aus objektiven Umständen muss auf das Vorliegen oder Fehlen der Absicht geschlossen werden, wobei einzelne Umstände einen Anscheinsbeweis liefern können, der vom Steuerpflichtigen entkräftet werden kann. Dauernde Verluste sind zwar Indiz gegen eine Einkunftserzielungsabsicht. Daraus auf eine steuerrechtlich unbeachtliche Liebhaberei zu schließen, ist aber nur gerechtfertigt, wenn der Steuerpflichtige die verlustbringende Tätigkeit nur aus im Bereich seiner Lebensführung liegenden persönlichen Gründen oder Neigungen ausübt (sog. subjektiver Liebhabereibegriff seit dem Beschluss des Großen Senats des BFH vom 25.06.1984). Dabei sind alle Umstände des Einzelfalles, insbesondere auch die Eigenart der zu beurteilenden Tätigkeit, zu berücksichtigen. Es nicht ungewöhnlich, dass bei der gründung eines Unternehmens Verluste in den ersten drei Gründungskosten entstehen.
Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 09.07.2014 | 13:33

Sehr geehrter Herr Ra Hermes,
zunächst vielen Dank für Ihre Antwort.
Genau hier bin ich unbedarft ('Im Rahmen der Begründung des Einspruchs sollten Sie darlegen, warum die Ausgaben (sofort) anzuerkennen sind bzw. wie und wann Sie es erreichen, dass Sie einen Totalgewinn aus Ihrer Tätigkeit erreichen (Sie also eine Gewinnerzielungsabsicht haben!!).
Wann ich eine Gewinnerzielungsabsicht haben, kann ich (ungefähr) darlegen, Aber warum sofort und nicht erst dann die Kosten abzugsfähig, sind hier brauch die 'schlagkräftigen' Gründe. Was kann ich da anführen (z.B.)?

Mit freundlichen Grüßen und besten Dank im Voraus

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.07.2014 | 12:25

Legen Sie dar(hängt immer von Umständen des Einzelfalls ab), dass zb. entsprechend der überschlägigen Gewinnberechnung (falls noch keine Steuererklärung abgegeben wurde)in 2012 und 2013 bereits ein Überschuss erzielt wurde und die Nichtanerkennung für Sie ein Liquiditätsproblem darstellt, da die Ausgaben in 2011 bereits getätigt wurden und Sie das Geld aus einer etwaigen Steuerrückerstattung für etwaige neue Investitionen in 2014 benötigen.
Zudem, wie gesagt darlegen, wann der sog. Break even erreicht wird, also Totalgewinn bzw. Sie in die Gewinnzone kommen.

Bewertung des Fragestellers 11.07.2014 | 15:43

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