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Frage, betreff von Kindesentziehung ...


20.12.2011 01:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich habe nen Kumpel der hat nen Sohn von genau einem Jahr & darf sein Kind derzeitig nicht sehen. Ist das rechtens das die Ex-Freundin (Mutter des Kindes) Ihm das Kind so entzieht. Sie haben gemeinsames Sorgerecht, jedoch ist Sie in einer neuen Beziehung & meint das Er nun sein Kind nicht mehr sehen darf. Er hat leider keine vereinbarung mit Ihr getroffen, Er wollte bis dato immer Stress vermeiden & war deswegen noch nicht bei irgendwelchen Behörden.

Kann mir mal jemand sagen was Er genau für möglichkeiten & rechte hat als Vater des Kindes ?!

Mfg Franzi (:

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworten darf.

Bitte beachten Sie, dass die nachstehenden Ausführungen lediglich eine erste rechtliche Einschätzung auf Grundlage Ihrer Angaben darstellen. Hierbei ist der Umfang meiner Beratung durch die gesetzlichen Vorgaben des § 4 RVG begrenzt.

Ihrem Freund stehen verschiedene Möglichkeiten zur Seite. Er kann es zunächst (kostensparend) über das Jugendamt versuchen. Das Jugendamt wird beide Elternteile zu einem Gespräch einladen. Wenn er Glück hat, dann kann bereits hier eine Umgangsregelung getroffen werden. Allerdings muss man dazu ehrlich sagen, dass solch eine Regelung nicht einmal das Papier wert ist, auf dem es geschrieben wurde, da es nicht bindend ist. Allerdings eine mögliche schnelle Lösung, die man durchaus ausprobieren sollte.

Wenn dies zu keinem Erfolg führt, dann steht ihm ein Antrag auf Umgangsregelung bei Gericht zur Verfügung. Ein Recht und die Verpflichtung zum Umgang mit seinem Kind ist sogar gesetzlich in § 1684 Absatz 1 BGB geregelt. In § 1684 Absatz 2 Satz 1 BGB ist zudem geregelt, dass Eltern alles zu unterlassen haben, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert. Das ist in einem möglichen Prozess der Anknüpfungspunkt Ihres Freundes. Eine gerichtliche Entscheidung zum Umgangsrecht ist insoweit deswegen vorteilhaft, da das Gericht die Beteiligten durch Anordnungen zur Erfüllung des Umgangsrechts, bzw. deren Gewährung, als Pflicht anordnen kann. Möglich ist sogar, dass die durch ein Zwangsgeld sichergestellt werden kann, falls die Kindesmutter den Umgang weiterhin verhindert. Was für eine Regelung das Gericht treffen wird kann nicht vorausgesagt werden. Da das Kind aber nach ihrer Schilderung gerade einmal ein Jahr alt wird es meines Erachtens letztlich auf einen Umgang von wenigen Stunden hinauslaufen.

Sollte sich Ihr Freund zu dem Schritt der gerichtlichen Durchsetzung seines Umgangsrechts entscheiden, dann kann er mich sehr gerne in dieser weitergehenden Angelegenheit auch beauftragen. Dank Email, Fax und Telefon stellt auch die Vertretung über größere Entfernung kein Problem dar.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in dieser Sache einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen konnte. Ich weise Sie darauf hin, dass Ihre Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung beantwortet wurde und eine endgültige Einschätzung der Rechtslage nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich ist. Die Antwort dient einer ersten rechtlichen Einschätzung. Dies kann jedoch eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen. Ich weise Sie zudem darauf hin, dass das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Nachfrage vom Fragesteller 20.12.2011 | 03:34

Okay, soweit wie Ich über die Rechtslage informiert bin durch erzählungen, ist die Kindesmutter nicht bereit sich so mit Ihm zu einigen. Da Er sich aber nichts zu schulden kommen lassen hat & keinerlei Gründe da sind warum Er seinen Sohn nicht sehen dürfte, müsste Er doch große Chancen haben auf ein Umgangsrecht, es sollte ja wohl im Interesse gehandelt werden das Er die Chance hat sich um sein Kind zu kümmern, da es ja um das Kindeswohl geht & das Kind ja auch einen bezug zum Vater haben sollte, so wie geregelte Verhältnisse ?!

Was würde den da eintreffen, umgangsrecht alle 14 Tage ? :O

Mfg Franzi

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2011 | 11:33

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Wenn es tatsächlich so sein sollte, dass die Kindesmutter keine Kooperationsbereitschaft zeigt, dann bleibt Ihrem Freund der gerichtliche Weg nicht erspart.

Solche Sorgerechtsfragen, bzw. Umgangsregelungen richten sich stets nach dem Kindeswohl. Grundsätzlich entspricht es dem Kindeswohl, wenn es Umgang mit beiden Elternteilen hat. Das Gericht wird dies jedoch dennoch prüfen, da davon auszugehen sein wird, dass die Kindesmutter Gründe vorbringen wird, warum Ihr Freund sein Kind nicht sehen soll.
Es kann grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass Ihr Freund ein Umgangsrecht erhalten wird. Die einzige Frage wird deren Ausgestaltung sein. Da das Kind aber wie bereits erörtert gerade einmal ein Jahr alt ist, wird es meines Erachtens letztlich auf einen Umgang von wenigen Stunden hinauslaufen. Ob das Gericht dies nur alle zwei Wochen anordnet kann ebenfalls nicht vorausgesagt werden. Aber Ihrem Freund ist der Rat zu geben, dass er nicht locker lassen darf. So zeigt er auch, dass an seinem Kind etwas liegt. Er sollte, wenn möglich auf ein wöchentliches Umgangsrecht bestehen. Das bleibt aber leider wiederum dem Gericht überlassen, welchen Umgang sie für das Kindeswohl angebracht hält.

Ich hoffe Ihnen einen weiteren Überblick verschafft zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Mikael Varol
Rechtsanwalt

Kurfürstendamm 125a
10711 Berlin

Tel.: 030 / 890 40 17
Fax: 030 / 890 40 29
E-Mail: info@rechtsanwalt-varol.de
Internet: www.rechtsanwalt-varol.de

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