Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Frage an Strafrechtler / Zivilrechtler

| 09.06.2009 11:16 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Sonja Richter


Sehr geehrte Damen und Herren,

es gibt folgenden Sachverhalt:

A wird von B gemobbt und deshalb greift A irgendwann im Affekt den B körperlich an.
B trägt relativ schwere Verletzungen davon, die jedoch hauptsächlich deshalb so schwerwiegend sind, da er unter Osteoporose (brüchige Knochen) leidet,
was A jedoch vorher nicht gewusst hat.

Nachfolgend zwei Fragen dazu:

1) Könnte für A das Strafmaß geringer ausfallen, weil die Verletzungen von B verstärkt aufgrund seiner Osteoporose
aufgetreten sind oder spielt das im deutschen Recht überhaupt keine Rolle?
2) Sollte im Strafprozess eine Affekthandlung vom Gericht festgestellt werden, könnte dann trotzdem A zu
Schadens- und Schmerzensgeldzahlung verurteilt werden? (z.B. in einem Zivilprozess?)

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage der mir vorliegenden Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Zu Frage 1:
Hinsichtlich der Bestrafung des A wird der Straftatbestand der Körperverletzung zu lasten des B festgestellt werden. A war schließlich ursächlich für die Verletzungen des B und hat sich damit einer Körperverletzung strafbar gemacht.

Im Rahmen des Strafmaßes wird jedoch die individuelle Schuld des A Berücksichtigung finden. Wenn hier festgestellt werden kann, daß A keine Kenntnis von der Erkrankung des B hatte und die Handlung des A üblicherweise zu leichteren Verletzungen geführt hätte, wird dies sicherlich strafmildernd berücksichtigt werden. Es empfiehlt sich, daß A sich anwaltlich vertreten läßt, um diese milden Umständen ausreichend hervorzuheben.

Zu Frage 2:
Die zivilrechtliche Geltendmachung von Schadensersatz- oder Schmerzensgeldansprüchen ist grundsätzlich unabhängig von dem strafrechtlichen Verfahren. Voraussetzung für diese zivilrechtlichen Ansprüche ist eine schuldhafte Körperverletzung durch A. Es kommt dabei nur darauf an, ob A diese Körperverletzung begangen hat und ob die Körperverletzung rechtswidrig war (dies wäre z.B. bei Notwehr abzulehnen). Wie hoch das Strafmaß in einem Strafverfahren ist, ist für die Entscheidung, ob B zivilrechtlich Schadensersatz und Schmerzensgeld zugesprochen wird, irrelevant. Es kommt im Rahmen des Zivilverfahrens nur auf das “Ob” an und nicht auf die Strafhöhe.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben, und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -

Nachfrage vom Fragesteller 10.06.2009 | 11:16

Sehr geehrte Frau Richter,

Zu Frage 2 schreiben Sie:
"Voraussetzung für diese zivilrechtlichen Ansprüche ist eine schuldhafte Körperverletzung durch A.
Es kommt dabei nur darauf an, ob A diese Körperverletzung begangen hat und ob die Körperverletzung rechtswidrig war
(dies wäre z.B. bei Notwehr abzulehnen)."

So wie ich die Frage gestellt habe, möchte ich Sie erneut ganz konkret fragen:
Was wäre in Bezug auf Zivilansprüche bei einer, durch Gericht bestätigten, Affekthandlung?
(Falls Sie diese Frage nicht mit größtmöglichen Sicherheit beantworten können,
könnten Sie vielleicht Kolleginnen/Kollegen fragen, die Spezialisten auf diesem Gebiet sind?)

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.06.2009 | 13:22

Sehr geehrter Fragesteller,

auch bei einer Affekthandlung können Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche geltend gemacht werden. Nur bei Notwehr ist dies nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Sonja Richter
- Rechtsanwältin -

Bewertung des Fragestellers 17.07.2009 | 21:56

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 17.07.2009 4/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70599 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für die Antwort - kurz und verständlich mit klaren Handlungsanweisungen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Für einen überschaubaren Betrag bekam ich eine erste Einschätzung über die Erfolgsaussichten, die mich davon überzeugt hat, die Sache weiter zu verfolgen. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell, freundlich und kompetent. ...
FRAGESTELLER