Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Frage Erbrecht

| 27.02.2014 17:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage bzgl. Erbrecht. Meine Eltern leben noch und möchten jetzt ihr Erbe zwischen mir und meinem Bruder aufteilen. Mein Bruder erhält den landwirtschaftlichen Hof und ich ein Haus was vor ca. 3 - 4 Jahren gebaut wurde. Meine Eltern haben ein Berliner Testament gemacht (sich gegenseitig als Alleinerben eingesetzt) und wollen per Übergabevertrag den Hof und das Haus an die Kinder übertragen. Meine Eltern bewohnen das neu gebaute Haus und es soll ein lebenslanges Wohnrecht vereinbart werden.
Meine Fragen:
1. Wenn ich dann Hauseigentümerin bin, ich aber nicht im Haus wohne, muß ich dann die Jahresgrundsteuer für das Haus zahlen oder müssen das meine Eltern übernehmen!?
Was ist wenn meine Eltern beschließen z. B. ein neues Dach machen zu lassen, muß ich mich dann auch an den Kosten beteiligen?

2. Entsteht mir ein Nachteil, wenn ein Vorverkaufsrecht für meinen Bruder im Übergabevertrag festgehalten wird?

Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1)
Da ein Zugriff auf die Grundsteuersatzung Ihrer Gemeinde derzeit online nicht möglich ist, kann ich nur vermuten, dass die Grund Steuerpflicht (wie "üblich") an das Grundeigentum zu einem bestimmten Zeitpunkt (zB 01.01. des Jahres) anknüpft, Da Sie nach dem Vollzug des Erb-/Übertragungsvertrags alleiniger Eigentümer sind, trifft folglich die Grundsteuerlast alleine Sie. Da es sich bei dem Wohnrecht nur um eine Belastung handelt, ändert dieses an der Grundsteuerlast nichts.
Allerdings kann in der Bestellungsurkunde des Wohnrechts dieses näher ausgestaltet werden. So kann insbesondere die Verteilung der öffentlichen Lasten geregelt werden. Da diese neben den Grundsteuern auch in Müll-, Ab-/Wassergebühren etc. bestehen, empfiehlt es sich in Ihrem Fall, diese den Wohnberechtigten aufzuerlegen. Dies führt dazu, dass zwar ggü. Gemeinde/Landkreis noch immer Sie verpflichtet sind, ehe Kosten aber erstattet verlangen können.

2)
Das Vorkaufsrecht stellt insofern einen Nachteil für Sie dar, als Sie sich im Zweifel Ihren Vertragspartner nicht aussuchen können.
Das Vorkaufsrecht besagt, dass Sie, wenn Sie die Immobilie veräußern wollen und die Konditionen/den Notarvertrag mit dem Interessenten ausgehandelt haben, Sie dem Vorkaufsberechtigten die Gelegenheit geben müssen, in den aus gehandelten Vertrag aus Käuferseite einzusteigen. Damit ist der Nachteil nicht wirtschaftlicher, sondern nur persönlicher Natur und kommt nur in Ausnahmefällen (zB familiäres Zerwürfnis) zum Tragen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 27.02.2014 | 21:15

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

FRAGESTELLER 27.02.2014 4/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70496 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Meine Frage und Rückfrage wurden freundlich, ausführlich und verständlich beantwortet. Zudem erhielt ich noch ergänzende, die Thematik betreffende, Hinweise. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die kompetente Beratung. ...
FRAGESTELLER