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Frage Arbeitsrecht - Arbeitnehmerin fehlt ohne Krankmeldung, ist eine Kündigung möglich?

16.05.2011 13:39 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Guten Tag,
ich beschäftige eine Kosmetikerin auf 401€ Basis. Er bestehende Arbeitsvertrag (Einheitsvertrag Vordruck für kaufmännische Arbeitgeber) war Ende Februar 2011 ausgelaufen. Im Arbeitsvertrag steht( es gilt die gesetzliche Kündigungsfrist) .
Seit dem 01.03.2011 arbeitet Sie bei mir, ohne dass ich den Vertrag schriftlich verlängert habe.
Am Donnerstag, 21.04.2011 hat sie sich Krank gemeldet wegen Fieber ,per Telefon bei einer Mitarbeiterin, ohne die Abgabe einer ärztlichen Krankmeldung. Am 26.04.2011 kam sie wieder zur Arbeit.
Am 29.04.2011 erfolgte wiederum ein Anruf Ihrerseits, sie sei erneut an Fieber erkrankt. Wieder erfolgte die Krankmeldung nicht bei mir persönlich sondern telefonisch bei einer Mitarbeiterin. Eine ärztliche Krankmeldung wurde mir am 03.05.2011 durch einen Boten überbracht. Die ärztliche Bescheinigung beinhaltet ihre Arbeitsunfähigkeit vom 29.04.2011 bis einschließlich 06.05.2011. Seitdem habe ich nichts mehr von dieser Mitarbeiterin gehört. Telefonisch war sie nicht erreichbar.

Da diese Kosmetikerin auf Termine arbeitet und diese Termine durch ihr Verhalten "geplatzt" sind, bin ich an einer Weiterführung der Arbeitsverhältnisses nicht mehr interessiert, da mir mittlerweile bereits ein großer wirtschaftlicher Schaden entstanden ist. Meine Frage: Wie kann ich mich von dieser Mitarbeiterin schnellstmöglich trennen?

Sehr geehrte Ratsuchende,


die schnellste und auch sinnvollste Lösung wäre ein Aufhebungsvertrag, mit dem ein bestimmter Beendigungstermin ausgehandelt und alle Ansprüche abgegolten werden.


Ist dieses nicht möglich, bleibt nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung nur die ordentliche Kündigung unter Einhaltung der vertraglichen (falls nicht vorhanden, gesetzlichen) Kündigungsfristen des § 622 BGB.


Für eine von Ihnen vielleicht angedachte außerordentliche Kündigung reicht die bisherige Sachverhaltsdarstellung keinesfalls aus.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 16.05.2011 | 16:00

das heißt, obwohl Sie weiterhin unendschuldigt Ihrer Arbeit fern bleibt, bin ich gezwungen Lohn und Sozialabgaben zu zahlen und kann nicht außerordentlich kündigen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.05.2011 | 16:18

Sehr geehrte Ratsuchende,


hier hätten Sie unmittelbar nach dem 06.05.2011 schriftlich zur Arbeitsaufnahme auffordern und in Form einer Abmahnung mit der Kündigung drohen müssen; dieses ist leider unterblieben.

Die fristlose Kündigung ist wirklich nur das letzte Mittel, wobei Sie die bisherigen Schritte leider noch nicht ausgenutzt haben. Eine fristlose Kündigung wäre also mehr als zweifelhaft (sosehr ich Sie auch verstehen kann).

Zu bedenken ist, dass zwischen der Kenntnis des Kündigungsgrundes und dem Zugang einer fristlosen Kündigung nicht mehr als 14 Tage liegen dürfen. Wollen Sie also gleichwohl das Wagnis einer fristlosen Kündigung eingehen, sollte das Kündigungsschreiben mit Ihrer Originalunterschrift bis zum 21.05.2011 der Mitarbeiterin zugehen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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