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Fototermin abgesagt


| 08.01.2007 17:47 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von



Am 30.12.06 hatten wir zu unserer Hochzeit, einen Termin mit einem Fotografen vereinbart, um an einem Schloss Bilder zu machen. Die V
ereinbarung war mündlich am Telefon und ohne Anzahlung. Am Tag der Hochzeit rief der Fotograf an und sagte mir den Termin, wegen Krankheit ab. Ohne mir einen Ersatz an zu bieten. Ich war total auser mir, darauf hin bot er mir an, an einem anderen Tag die Bilder zu machen. Dies hatte ich abgelehnt, da sonst mehr Kosten auf mich zukommen würden( nochmal zum Frisuer u. Kosmetikerin). Als eine Freundin mitbekam wie traurig ich war beschloss diese aus eigenem Willen dem Fotografen die Meinung zu sagen ( ich erfuhr erst am nächsten tag davon)Er rief dann eine stunde vor der Hochzeit bei mir an und sagte wenn ich um 18.00Uhr genau nicht am Schloss sei, würde er gehen und lag auf. Ich verstand gar nicht was er will und und nahm dies auch nicht ernst, schließlich konnte er nicht kommen und ich sagte dann auch noch ab ( habe auch zahlreiche Zeugen). Nun habe ich keine Bilder. Er aber ist auch noch so frech und schickt mir eine Rechnung und behauptet er wäre dort gewesen. Was soll ich machen bin mit den Nerven echt am Ende.
08.01.2007 | 20:18

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst herzliche Glückwünsche zur Hochzeit.

Vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Sie haben mit dem Fotografen einen mündlichen Vertrag abgeschlossen, der als solcher zunächst gültig ist. Nachdem der Fotograf krank wurde, ist wohl anzunehmen, dass die Erbringung der Leistung aufgrund der Krankheit für ihn unmöglich war, so dass er gem. § 275 BGB berechtigt war, die Leistung zu verweigeren.

Dadurch werden Sie im Gegenzug aber gem. § 326 BGB von der Zahlungsverpflichtung befreit und sind zudem berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten. Die Rücktrittserklärung kann auch konkludent erfolgen, was hier wohl anzunehmen sein dürfte, da Sie ja das Angebot eines Ersatztermins ebenfalls abgelehnt haben.

Durch den Rücktritt sind die beiderseitigen Erfüllungsansprüche erloschen und Sie konnten darauf vertrauen, dass die Angelegenheit damit ein Ende hat, schließlich war ja nicht damit zu rechnen, dass der Fotograf auf einmal doch zur Erbringung der Leistung in der Lage sein würde, obwohl er sie vorher ausdrücklich abgelehnt hatte.

Der spätere, für Sie unerwartete und unverständliche Anruf des Fotografen dürfte daher auf keinen Fall als Fristsetzung zu werten sein, durch die Sie evtl. in Verzug gesetzt wurden. Dies gilt um so mehr, wenn Sie dann nach dem Anruf nochmals ausdrücklich abgesagt haben.

Sie sind daher nicht verpflichtet, die Rechnung des Fotografen zu bezahlen.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
RAin Gabriele Koch


Nachfrage vom Fragesteller 08.01.2007 | 21:34

soll ich auch nicht auf die Rechnung reagieren? oder sollte ich lieber einen Brief an den Fotografen schreiben?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.01.2007 | 21:50

Sehr geehrter Fragesteller,

für die Zahlungsverpflichtung ist es letztendlich irrelevant, ob Sie auf die Rechnung reagieren oder nicht, das heißt, eine Nichtreaktion ist keinesfalls als Anerkennentis zu werten.

Trotzdem lassen sich viele Dinge lösen, in dem man miteinander "spricht", ich würde daher empfehlen, auf die Rechnung zu reagieren. Dabei würde ich indirekt auch den Grund der Absage anzweifeln, denn so krank kann der Fotograf ja nicht gewesen sein, wenn er dann doch um 18.00 Uhr am Schloss erscheinen konnte und die Folge der Absage ist jetzt, dass Sie keine Hochzeitsbilder haben.

Mit freundlichen Grüßen
RAin Gabriele Koch

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