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Fotos für Internetpage zum Druck von Fotos/Poster


17.08.2006 16:15 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo!

Meine Frage:

Ich mache Fotos als Hobby und zeige sie in einem Fotoforum!
Jetzt bekam ich eine Mail mit der Anfrage: Der Absender der Mail baut im Internet eine Internetseite auf, auf der Fotos ausgestellt werden. Diese Motive können dann von Online-Kunden, ausgewählt und als Ausdruck gegen Bezahlung bestellt werden.
Nun, an einigen meiner Fotos wäre man interessiert!Für jedes Foto/Poster, dass mit meinem Motiv gedruckt wird bekäme ich einen gewissen Anteil am Gesamtbetrag! Das Geld wird auf dem bei der Anmeldung angegebenen Bankverbindung überwiesen. Bei Interesse meinerseits, würde ich dann per Mail einen Vertrag zugeschickt bekommen.
Was sollte/muss ich als Amateurfotograf, Nichtselbstständiger (Angestellter) egal auf welcher Art und Weise (Internetrecht, Arbeitsrecht, Steuerrecht!) usw. beachten, wenn ich dieses Angebot annehme?
Im Voraus vielen Dank für Ihre Hilfe!
17.08.2006 | 17:12

Antwort

von


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82234 Weßling
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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Im Hinblick auf den konkreten Vertrag müsste dieser im Original geprüft werden, um die individuellen „Stolpersteine“ des konkreten Vertrags heraus zu finden. Daher kann Ihre Frage nur im Allgemeinen beantwortet werden.

2.Arbeitsrechtlich müssen Sie gegebenenfalls die Tätigkeit als Nebentätigkeit anmelden und von Ihrem Arbeitnehmer genehmigen lassen. Wenn Sie Beamter sind, herrschen wesentlich striktere Anmeldungspflichten als bei „normalen“ Arbeitnehmern.

3.Eine Nebentätigkeit müssen Sie anmelden, wenn es sich bei Ihren Fotoverkäufen um eine gewerbliche Tätigkeit handelt. Gewerbe ist grundsätzlich jede wirtschaftliche Tätigkeit, die auf eigene Rechnung, eigene Verantwortung und auf Dauer mit der Absicht zur Gewinnerzielung betrieben wird. Ob in Ihrem Fall bei den ersten Verkäufen bereits eine gewerbliche Tätigkeit vorliegt, ist fraglich. Sobald Sie damit jedoch laufend Einnahmen machen, wird der Verkauf zum Gewerbe.

4.Sobald Sie ein Gewerbe betreiben, müssen Sie gemäß § 14 GewO das Gewerbe anzeigen und einen Gewerbeschein beantragen. Sie müssen das Gewerbe dann auch gegenüber dem Finanzamt anmelden. Im Rahmen der Tätigkeit müssen Sie auch eine Umsatzsteurnummer beantragen. Sobald Sie gewerbelich tätig sind, müssen Sie vom Käufer eine Umsatzsteuer einnehmen. In Ihrem Fall muss es hierzu eine Regelung mit dem Internetforum geben.

5.Sie dürfen nur solche Fotos verkaufen, bzw Rechte an Fotos verkaufen, die Sie selbst „hergestellt“ haben. Hier müssen Sie voraussichtlich die Vervielfältigungsrechte an den Forenbetreiber abtreten, sonst kann dieser keine Duplikate Ihrer Werke herstellen und verkaufen. Eine solche Klausel werden Sie in dem Vertrag finden. Sie müssen darauf achten, dass Sie die Rechte nur im von Ihnen gewollten Rahmen übertragen. Wichtig ist z.B. Den erlaubten Vertriebsweg festzulegen (Internetvertrieb). Wenn Sie hier ein umfassendes Exklusivrecht vergeben, können Sie möglicherweise die Fotos nicht mehr selbst verwerten.

Dies sind nur die vorrangigen Punkte, die es zu beachten gilt. Wenn Sie auf der sichern Seite agieren wollen, fragen Sie beim Finanzamt nach und lassen sich eine schriftliche Stellungnahme geben.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.

Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

Weiler Rechtsanwälte
Sonnenstr. 2
80331 München
Tel: (089) 20604130
kanzlei@weiler-rechtsanwaelte.de
Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


ANTWORT VON

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