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Fotomodell-Vertrag


| 05.03.2005 07:26 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Liebe(r) Rechtsanwältin,

ich habe mit folgenden Fotomodellvertrag aus dem Internet "zusammengebastelt". Ein anderer Fotograf hat Bedenken geäußert:

<<<
Fotomodell-Vertrag

Herr/Frau/Frl – Vorname – Name:
Straße:
PLZ / Ort:
geboren am - in:
Legitimation:
Modell – Telefon – E-Mail:
im nachfolgenden Modell genannt und
xxx im nachfolgenden Fotograf genannt, schließen folgenden Vertrag ab:
Aufnahmedatum:
Titel der Aufnahmeserie:
Aufnahmeort:
Als Honorar erhält das Modell einmalig ...................... Euro
Durch meine Unterschrift bestätige ich für die Versteuerung des Honorars selbst zu sorgen und übertrage dem Fotografen unwiderruflich sämtliche Nutzungsrechte an den oben genannten Fotos und erteile hiermit dem Fotografen die ausdrückliche, unwiderrufliche Einwilligung, die von meiner Person durch ihn oder seine Beauftragten gefertigten Fotografien bzw. digitalen Bilddaten, in jeder Form zu verbreiten und mit beliebigen Texten weltweit ohne jede Beschränkung nach Zeit oder Inhalt in allen möglichen Medien wie z.B. Internet, MMS, Druckwerken, PrintOnDemand, T-Shirts, Tassen etc. zu veröffentlichen oder (weiter) zu verkaufen.

Der Fotograf oder Dritte, die mit seinem Einverständnis handeln, verfügen nach eigenem Ermessen über die Verwertung der Fotos bzw. digitalen Bilddaten, sowie über Form und Gestaltung ungeachtet der verschiedenen Formen und Techniken der Speicherung, Übertragung und vor allem Bildbearbeitung: Der Fotograf oder Dritte die mit dessen Einverständnis handeln dürfen die Fotos verändern, bearbeiten und Fotomontagen erstellen.

Diese Veröffentlichungs- / Freigabeerklärung gilt insbesondere auch für eventuelle werbliche Nutzungen. Ich erkläre durch die erhaltene Vergütung für meine Modelltätigkeit in vollem Umfang angemessen abgefunden zu sein und keine weiteren Ansprüche an den Fotografen oder Dritte für z.B. Nutzungsrechte, Nachdruck oder Weitergabe geltend zu machen.

Gleichzeitig trete ich sämtliche Rechte sowie "das Recht am eigenen Bild" und andere mögliche Schutzrechte an den Fotografen ab. Veröffentlichungen durch das Modell oder Dritte bedürfen der schritlichen Genehmigung des Fotografen.

Dieser Vertrag unterliegt dem deutschen Recht. Zusätzliche mündliche Abmachungen sind nicht getroffen worden und bedürfen der schriftlichen Form.

Soweit ich in dieser Erklärung nichts gegenteiliges vermerke, versichere ich hiermit verbindlich, zur Aufnahmezeit sowie bei der Unterzeichnung dieses Modellvertrages volljährig zu sein.

Die Namensnennung …………………. des Modells steht im Ermessen des Fotografen oder Dritter, die mit seinem Einverständnis handeln.

Ort / Datum - Unterschrift Modell:
Ort / Datum - Unterschrift Fotograf:

Quittung
Das Honorar in Höhe von …………………. Euro habe ich in bar erhalten:
Ort / Datum - Unterschrift Modell:
>>>

Ist dieser Vertrag in Ordnung?

Falls nein, was muss ich ändern - bitte konkrete Ersatz-Formulierungen.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

im Prinzip könnte der Vertrag so geschlossen werden, wobei ich exemplarisch auf folgendes hinweise:

1.) Der Fotograf... dürfen die Fotos verändern, bearbeiten und Fotomontagen erstellen

sollte völlig wegfallen oder ergänzt werden (... soweit dadurch Persönlichkeitsrechte nicht verletzt werden, insbesondere keine abwertende neue Bilder entstehen).

Verändern Sie Bilder in der Form, dass sie beleidiigenden Charakter haben, wird der Vertrag nicht helfen.

2.) ... bei Unterzeichnung ...volljährig zu sein.

Diese Fiktion wird Ihnen nichts nützen; Sie werden sich schon den Ausweis zeigen lassen müssen.

3.) Die Namensnennung .. steht im Ermessen des Fotografen oder Dritter.

halte ich für unzulässig und sollte gestrichen werden.

4.) Zusätzliche Abreden sind nicht gestoffen und bedürfen der Schriftform..

ist unzülässig und kann gestrichen werden.

Auch ansonsten sollte man einige Punkte sicherlich besser fassen, insbesondere, da Sie den Vertrag mehrfach verwenden wollen und den Vorschriften der allgemeinen Geschäftsbedingungen damit unterliegen werden.

Ich rate Ihnen, den Gesamtvertrag neu fassen zu lassen, wozu dieses Forum aber nicht dienen kann.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 05.03.2005 | 10:46

Sehr Frau True-Bohle,

1.) Der Fotograf... dürfen die Fotos verändern, bearbeiten und Fotomontagen erstellen sollte völlig wegfallen oder ergänzt werden (... soweit dadurch Persönlichkeitsrechte nicht verletzt werden, insbesondere keine abwertende neue Bilder entstehen).Verändern Sie Bilder in der Form, dass sie beleidiigenden Charakter haben, wird der Vertrag nicht helfen.

Das stimmt sicher, ein FM-Manager hat auch schon so ergänzt.

2.) ... bei Unterzeichnung ...volljährig zu sein.Diese Fiktion wird Ihnen nichts nützen; Sie werden sich schon den Ausweis zeigen lassen müssen.

Dafür haben wir im Kopf die Zeile Legitimation - um dies prüfen zu können. Das FM mit dem Manager oben hatte seinen Ausweis nicht dabei... Werden wir konsequent durchführen.

3.) Die Namensnennung .. steht im Ermessen des Fotografen oder Dritter.halte ich für unzulässig und sollte gestrichen werden.

Das FM hat hier die Auswahl "irgendein" (Künstler)"Name" oder Nix = Anonym. Was ist daran unzulässig?

4.) Zusätzliche Abreden sind nicht gestoffen und bedürfen der Schriftform..ist unzülässig und kann gestrichen werden.

Das lese ich in fast allen Verträgen - auch meinem aktuellen privaten Mietvertrag - was ist hierdrann unzulässig?

Auch ansonsten sollte man einige Punkte sicherlich besser fassen, insbesondere, da Sie den Vertrag mehrfach verwenden wollen und den Vorschriften der allgemeinen Geschäftsbedingungen damit unterliegen werden.Ich rate Ihnen, den Gesamtvertrag neu fassen zu lassen, wozu dieses Forum aber nicht dienen kann.

Sie bekommen PM

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.03.2005 | 10:58

Stellen Sie sich einmal vor, Sie verwenden für "Ihr" Modell nun den Namen einen Persönlichkeit oder verfälschen den Namen des Modells so, dass er herabwürdigend wird; dass ist unzulässig.

OB eine solche Klausel in Mietverträgen (und anderen) immer noch steht, ist irrelevant. Diese Klausel ist nach der BGH-Rechtsprechung schlicht und einfach unzulässig.

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