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Fotografische Leistungen

12.07.2011 12:34 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Halllo liebes Team,

- Auftrag wurde per Email schriftlich erteilt Architektur in Shanghai und Huizhou zu fotografieren:

"> Auftrag für fotografische Arbeiten zum RHEINZINK®-Jahreskalender 2012 // Gebiet CHINA
104628-RZ-INT-005-02-11

Lieber ,

zunächst vielen Dank für die Übersendung Deines Angebotes.
Wir haben die einzelnen Offertenpositionen mit unserem Beratungskunden diskutiert und freuen uns, Dir heute endlich den Auftrag zur Anfertigung der Fotoaufnahmen für das Gebiet CHINA - gemäß Objektliste (s.u.) - erteilen zu dürfen. Der Auftrag wird erteilt auf der Grundlage Deines Angebotes vom 15.04.2011 - zum Preis von 3.156,00 EUR Die Anerkennung der sich im Anhang befindlichen und noch zu unterzeichnenden Werkschöpferbestätigung ist Bestandteil des Auftrages.

Das Anforderungsprofil findest Du ebenfalls noch mal anbei. Zur besseren Orientierung erhälst Du anbei nochmals ein PDF mit Bildern des diesjährigen Kalenders. Bitte beachte dabei den gewünschten Bildstil etc. Bitte beachte weiterhin, dass wir zum Abgabetermin 16bit-Tifs benötigen. Wir behalten uns vor optional RAW Dateien zusätzlich anzufordern.

Abrechnungsmodus:
Deine auf uns ausgestellte Honorarrechnung richte zwecks Prüfung und Weiterleitung bitte ausschließlich an uns! Die Rechnung wird zu dem Termin als eingegangen erfasst, zu dem uns sowohl Bildmaterial als auch Rechnung vorliegen.

Objektliste

01. Objekt RC-China
Huizhou Huamao Center, Guangdong Huizhou City

01. Objekt RC-China
Shanghai Dachang Town Sports Center, Shanghai

Wir wünschen Dir „gutes Licht"!
Liebe Grüße"



- Es wurden Bildbeispiele und eine kurze Bildbeschreibung geliefert, wie die Bilder zu fotografieren sind.

- Es wurden keine Kosten vorab bezahlt und somit habe ich diese aus eigener tasche bezahlt, (Hotel, Ausleihe einer Kamera und Okjektive, Flugkosten und sonstige reisekosten) Ingesamt einen Wert von 1,953 Euro.

- ich hatte allerdings einen KV geschickt, der auch so akzeptiert worden ist.

- Bei beiden Fotoshoots konnte kein Kunde vor Ort mit dabei sein.

- Es wurden von beiden Locations Schownwetter bilder benoetigt.

- Huizhou war kein Problem Wetter technisch. In Shanghai wurde mir ueber den Kontakt vom Kunden in Deutschland gesagt ich solle bitte an einem anderen Tag fotografieren, wie ich es vor hatte, da der Architekt und das Gebaeudebuero bei dem Shooting dabei sein wollen. Ich beharrte darauf an einem sonnigeren tag zu fotografieren.

- Letzendlich fotografierte ich an einem weniger sonnigen Tag, da der Kontakt in china mir sagte, dass dies OK waere. (beide Personen erschienen sowieso nicht zu shooting)

- Da ich die kamera allerdings fuer den Tag ausleihen musste, habe ich den Tag durchfotografiert.

- Der Kunde in deutschland wirft mir nun vor, dass ich keine Ruecksprache gehalten habe wegen dem Wetter und auch sonst die Bilder voellig unbrauchbar und koennen in keinsterweise benutzt werden.

- Dazu kam ebenfalls eine kleinere Beschreibung warum die Bilder nicht gut sind. Allerdings sehr sehr mager. (Ich habe mich nicht an die verabredete Bildsprache gehalten)

- Die endrechnung inklusive meiner Arbeitszeit betraegt 3.600 Euro.

Der Kunde in Deutschland liefert als letzte Argumentation in seiner Email:



Die von Ihnen gelieferte "Ware" ist für uns und unseren Kunden GÄNZLICH unbrauchbar. Das Sie dieses nicht nachvollziehen können ist rückblickend betrachtet verständlich. Verstehen Sie meine Nachricht/en daher bitte einfach als Reklamation. Für die Behandlung von Reklamationen sieht der Gesetzgeber verschiedene Möglichkeiten vor:

1. Neulieferung
2. Nacherfüllung (der Verkäufer behebt den Mangel auf seine eigenen Kosten, so dass der Reklamationsgrund entfällt. Bei Dienstleistungen spricht man hier auch von einer Nachbesserung.)
3. Rücktritt vom Kaufvertrag (für diese Möglichkeit kann sich der Käufer entscheiden, wenn der zweite Versuch einer Nachbesserung gescheitert ist, oder aber wenn der Verkäufer diese ablehnt.)

Da Sie eine kostenlose Neulieferung bzw. Nachbesserung abgelehnt haben, blieb uns keine andere Wahl als vom Kaufvertrag zurückzutreten.
Für etwaige Kosten können wir vor dem Hintergrund des ungenügendes Ergebnisses nicht verantwortlich sein. Insofern sehen wir auch keine Notwendigkeit für Ihren in diese Richtung gehenden Wunsch nach Dialog.

Wir hatten Ihnen im Rahmen der Auftragserteilung nicht nur ein detailliertes Briefing mit zahlreichen, den gewünschten photographischen Stil dokumentierenden Rerenzbeispielen übersandt, sondern auch den ausdrücklichen Hinweis, uns bei etwaigen stilistischen Unstimmigkeiten umgehend zu kontakten. Dieses haben Sie versäumt, oder aber nicht für nötig erachtet."

_

- Die kostenlose nachbesserung lehne ich daher ab, da ich wieder die gleiche Situation haette: Ohne Kunden direkt vor Ort fotografieren mit weiteren Kosten von 1,953 Euro. Bei gleichbleibender Gage von 1774 Euro, wuerde ich also sicherlich ein Minusgeschaeft machen von 200 Euro.

- Zusatz: Kurz bevor sich feststellte, dass ich die Bilder nochmal machen sollte wurde mir von einer anderen Dame im gleichen Hause aufgetragen schnellstens eine neue Wertschoepfungsbestaetigung zu unterzeichnen, da die alte nicht ganz richtig sei, (formhalber).

-

Welche rechte und Ansprueche habe ich nun.
Dem Kunden in Deutschland habe ich alle Materialien auf DVD geschickt und er verspricht in seiner Email diese nicht zu verwenden.
Welche Naechsten Schritte muss ich einleiten ?


Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen zusammenfassend wie folgt beantworten:

Die Beantwortung Ihrer Frage richtet sich nach der Beantwortung der Frage, welche Form der Produktion bei Ihnen vorliegt. Man spricht von einer Auftragsproduktion, wenn der Auftraggeber einen Dritten mit der Herstellung von Frucht beauftragt. Im Gegensatz zur so genannten Eigenproduktion, bei der ein Auftraggeber Position der Fotos mit eigenem Personal, seines angestellt freie Mitarbeiter, durchführt. Um bei der Produktion wird zwischen echter und unechter Produktion unterschieden bei einer echten Auftragsproduktion ist der beauftragte Fotograf, der sogenannte Auftragsfotograf, Urheber im Sinne des Urhebergesetzes. Bei einer unechten Auftragsproduktion wird der Auftraggeber Urheber. Während einer echten Auftragsproduktion von dem vorliegen eines Werkvertrages ausgeht, wird die unechter Produktion als Dienstvertrag oder als Geschäftsbesorgungsvertrag mit dienstvertraglichen Elementen eingeordnet. Dies könnte sich aus der Wertschöpferbestätigung entnehmen lassen.

Die Unterscheidung hat für ihre Kosten, bzw. deren Übernahme durch den Auftraggeber große Bedeutung. Bei einem Werkvertrag würden sie dem Auftraggeber fertige Bilder schulden, mit der Folge, dass der Auftrag dieser abnehmen müsste. Und erst die Abnahme der Bilder als ordnungsgemäß begründet ihren Kostenerstattungsanspruch. Wenn die Abnahme verweigert wird, wie in Ihrem Fall durch die zweite Mail deutlich gemacht, müssten sie so lange Fotos produzieren bis diese als ordnungsgemäß angesehen werden. Könnten oder wollten sie dann keine Bilder nach produzieren, so hätten sie auch keinen Kostenerstattungsanspruch.

Bei der unechten Auftragsproduktion steht der Auftraggeber die Kosten der Erstellung gerade, ganz gleich, ob diese Fotos für ihn verwendbar sind oder nicht. In diesem Falle der unechten Auftragsproduktion schulden sie ihm nicht das Werk, sprich die Fotos, sondern nur die Dienstleistung.

Einen Hinweis auf die Ausgestaltung der Auftragsproduktion kann die Wertschöpferbestätigung liefern. Je nachdem wie diese ausgestaltet ist, ist auch der Auftrag zu werten. Sie können mir beide Ihnen vorliegenden Wertschöpferbestätigungen per E-Mail zukommen lassen, damit festgestellt werden kann welcher Form der Auftragsproduktion bei Ihnen vorliegt.

Einen kleinen Hinweis darauf, dass es sich bei ihnen um eine echte Auftragsproduktion handeln könnte, ergibt sich aus ihren Angaben. Dadurch dass der Auftraggeber ihnen gegenüber sehr genaue Vorstellungen kund getan hat, was und wie fotografiert werden soll, und er ihnen sogar alte Aufnahmen seiner Produktionen zu Lernzwecken überreicht hat, lässt vermuten, dass er auf die Aufnahmen Einfluss genommen hat und er deshalb als Auftraggeber einer echten Auftragsproduktion zu gelten hat. Aber auch hierbei trägt er unter Umständen das Produktionsrisiko und damit ihre Auslagen.

Je nachdem wie sie nun verfahren wollen, sollten Sie den Auftraggeber auffordern die Bilder als ordnungsgemäß zu akzeptieren, zumindest die Fotos des ersten Objekts erscheinen ja nach ihrer Darstellung ordnungsgemäß abgeliefert worden zu sein, oder aber die Rücksendung der DVD einfordern.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.

Weiterhin möchte ich Sie höflichst auf die Bewertungsfunktion aufmerksam machen, die dafür sorgt, diesen Service für andere Ratsuchende transparenter zu machen.

Nachfrage vom Fragesteller 14.07.2011 | 07:11

Sehr geehrter Herr Gerth,

Danke fuer ihre Antwort.

Hier weitere Details, die hoffentlih helfen den Sachverhalt klar darzustellen:

Die erste Reklamationsmail die vom Kunden kam, lautete wie folgt:

Hallo,

Wir hatten gestern die Besprechung mit unserem Kunden und leider sind weder wir noch er zufrieden mit den Bildern - sie weichen sehr von unserer gewohnten Bildqualität ab. Wir hatten Dir im Vorfeld extra ein Ansichts-PDF mit einem alten Kalender mitgeschickt, damit Du hierzu eine Orientierung hast.

Hier einmal ein paar Stichpunkte zu unserer Reklamation:
- Ausschnitte oft ungünstig gewählt, Material Zink oft ungünstig angeschnitten: z.B. Fokus auf Straße im Vordergrund, Gebäude im Hintergrund angeschnitten. (z.B. CF 027904, CF027975, CF028024
- Material Zink liegt teilweise im Schatten, geht unter
- viele Aufnahmen keine Schönwetter-Aufnahmen (hier hättest Du mit uns Rücksprache halten sollen, dann hätten wir gemeinsam geschaut, ob ein anderer Termin günstigeres Wetter bietet!)
- Aufnahmen und Bildkompositionen passen stilistisch nicht in die bisherige Reihung der Kalendermotive

Vor diesem Hintergrund geben wir Ihnen nunmehr die Möglichkeit der Nachbesserung, da wir die Bilder in dieser Form leider nicht abnehmen können.

Weiterhin bitte ich Dich den anliegenden Werkschöpfervertrag nochmals zu unterzeichnen. Leider hatte ich Dir versehentlich die falsche Ausführung mitgesandt.

Da ich kommende Woche in Urlaub bin, kannst Du Einzelheiten zum Neushoot gern mit meiner Kollegin besprechen

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,


______________


Das spannende an diesem Wertschoepfungsvertrag ist, dass ich den ersten unterschrieben hatte und zurueck gesandt habe. Wie sie in dieser Email sehen koennen, wurde ich nochmals aufgefordert dies zu tun, allerdings diesmal mit einer anderen Version. Ich reagierte zunaechst nicht darauf und wurde mit immer mehr draengen dau angehalten den neuen WSV zu unterzeichnen.

Da ich hier nichts in den Anhang speichern kann, habe ich beide Versionen auf meinen FTP geladen, vielleicht koennten sie ich diese ansehen. Soweit ich dies feststellen konnte, wurde nur der erste Paragraph geaendert und der Vertragspartner. Download finden sie hier:

http://www.pflock.com/Ritter_WSV.zip

Der Auftrag lief also stets zwischen mir und der zwischengeschalteten Agentur JACQUES D. Der neue WSV hat nun den Kunden direkt als Vertragspartner, mit dem ich so allerdings nie Kontakt hatte.

Ich bin ueber einen Kontakt hier in Shanghai in die Auswahl gekommen und habe mit meinem Angebot den Auftrag erhalten.

Der Shanghai Kontakt sagt uebrigens, dass sie mit nichts zu tun haben will, da sie nur vermittelt hat.

Vielleicht waere es interessant zu erwaehnen, dass der Shanghai Kontakt mich kurz nach dem 2. Shooting anrief und mir sagte, dass es ihr sehr helfen wuerde schon jeweils 4 Bilder von jedem Objekt zu haben, weil sie ein Magazin oder Brochuere zur Ansicht machen, dass hier in Shanghai veroeffentlich werden soll.

Ich hatte ihr dann ingesamt 8 retuschierte (bearbeitete) Bilder geschickt und diese wurden meines Wissens auch in der Broschuere verwendet.

Sie war mit den Bildern zufrieden, bedankte sich sehr und dies ist dann das letzte was ich von ihr hoerte. Ich lies sie spaeter wissen, das der Kunde in Deutschland nicht zufrieden ist und ich umsonst nochmal fotografieren sollte. Ich erwaehnte, dass ich an einem Tag fotografieren musste, von ihr so gewollt, an dem es nicht sonnig genug war.

Ihre Antwort war kurz und schlicht: ich habe damit nichts zu tun, dass ist Sache zwischen mir und Deutschland.

Hoffentlich helfen diese Informationen weiter.

Vielen Dank und Gruesse aus Shanghai


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.07.2011 | 11:29

Sehr geehrter Fragesteller,

alles weitere erfolgt, wie bereits angekündigt, per Mail, da es den Rahmen der Erstberatung sprengen würde.

Mit freundlichen Grüßen
Jan Gerth
Rechtsanwalt
Fachanwalt für IT-Recht

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