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Fotograf / Rechte am Bild

09.11.2009 14:43 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Guten Tag,

wir haben am 13.12.2001 unsere Hochzeitsfotos machen lassen. Das Ganze hat ca. 1200 Euro gekostet.

Nun wollten wir Bilder nachbestellen. Dabei hat sich rausgestellt,
dass der Fotograf große Teile der Negative nicht mehr hat, nur noch Kontaktabzüge. Hiervon könnte man Bild vom Bild machen lassen, wobei die Qualität erheblich leiden würde.

Nun meine Fragen:

1. Ich meine gelesen zu haben, dass ein Fotograf 7 Jahre lang die Rechte an den Negativen hat und man dann die Aushändigung verlangen kann. Stimmt das?

2. Kann man wegen den verlorenen Daten/Negativen irgendetwas machen? Eine Art Schadenersatz? Immerhin hat man uns damals versichert, dass wir jederzeit, auch in 20 Jahren, Bilder nachmachen lassen können, in jeder Größe.

Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen zusammenfassend wie folgt beantworten:


Wenn es – wie ich aus Ihren Angabe schließe – keine eindeutige vertragliche Regelung hinsichtlich der Aufbewahrungspflicht und Herausgabe der Negative gibt, gelten die allgemeinen zivilrechtlichen Regelungen.

Die Frage, wer Eigentümer der Fotonegative ist, wurde bereits vom Reichsgericht zugunsten des Fotografen entschieden. Der Fotograf ist daher grundsätzlich – außer es wurde vertraglich etwas Gegenteiliges vereinbart – nicht zur Herausgabe der Negative verpflichtet. Auch ist der Fotograf grundsätzlich nicht verpflichtet, die Negative aufzubewahren. In Ihrem Fall wurde jedoch zumindest mündlich vereinbart, dass Sie jederzeit die Möglichkeit haben, Bilder nachzubestellen. Hieraus könnte sich eine Aufbewahrungspflicht des Fotografen ableiten. Im Streitfall müssten Sie jedoch die mündliche Vereinbarung – z.B. durch Zeugen – beweisen.

Hat der Fotograf gegen seine vertraglichen Pflichten verstoßen, ist er Ihnen auch zum Ersatz des Ihnen hierdurch entstandenen Schadens verpflichtet. Insbesondere hat der Kosten einer möglichen technisch aufwendigen Reproduktion zu tragen.


Ich möchte Sie an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass die vorstehende Antwort ausschließlich auf den von Ihnen gemachten Angaben beruht. Das Hinzufügen oder Weglassen von Angaben kann zu einem anderen Ergebnis führen.


Mit freundlichen Grüßen

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