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Foto Persönlichkeitsrecht

18.10.2013 00:05 |
Preis: ***,00 € |

Medienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz


Zusammenfassung: Zur Frage, wann eine Verletzung des Rechts am eigenen Bild durch die Veröffentlichung eines Fotos vorliegt und welche Ansprüche der Betroffene haben kann.

Guten Tag,

wir haben für einen kleinen gemeinützigen Bildungsträger am Ende eines Seminars von den Absolventen ein Gruppenfoto gemacht (mit der Kamera der Schule - die Rechte sind damit bei der Schule?). Bei einem Bericht(Artikel in einem kleinen lokalem Wochenblatt) wurden wir um ein Bild gebeten und haben dieses Abschlussbild zur Verfügung gestellt und es wurde mit dem Artikel veröffentlicht. Nun ist eine Absolventin über die Veröffentlichung des Gruppenbildes mit ihr darauf sehr verärgert und droht mit Klage, da wir von Ihr keine schriftliche Einverständniserklärung haben und sie ihre Persönlichkeitsrechte verletzt fühlt.
Hätten wir von allen Teilnehmern eine Einverständniserklärung benötigt und hat die Teilnehmerin nun ggf. Grundlage uns auf Schadenersatz zu verklagen?

Danke für Ihre Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen möchte ich anhand der von Ihnen mitgeteilten Informationen und unter Berücksichtigung des gewählten Einsatzes wie folgt beantworten:

Die (Urheber-)Rechte an dem Bild liegen beim Fotografen, also Ihnen. Die Rechte am eigenen Bild jedoch stehen den jeweils abgebildeten Personen zu.

Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden, vgl. § 22 Satz 1 KunstUrhG. Diese Einwilligung in eine Veröffentlichung des Bildes außerhalb der Schule lag hier offenbar nicht vor.

Gemäß § 23 KunstUrhG dürfen zwar ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung unter anderem Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben, verbreitet und zur Schau gestellt werden. Diese Norm bezieht sich jedoch auf größere Versammlungen, auf denen die dargestellten Personen dabei im Gesamtgeschehen sozusagen verschwinden.

Rechtsfolge ist ein Unterlassungsanspruch der betroffenen Person und grundsätzlich auch ein Schadensersatzanspruch. Entscheidend ist die Vergütung, die dem Abgebildeten unter normalen Umständen zu zahlen gewesen wäre. Bei Personen, die der Öffentlichkeit nicht bekannt sind, dürfte dieser jedoch vorliegend nicht sehr hoch sein, zumal die Abbildung der Person nicht einzeln, sondern nur als Teil einer Gruppe und mutmaßlich, da es sich unm ein lokales Wochenblatt handelt, auch nur in geringer Auflage und Verbreitung erfolgte. Der Schadensersatzanspruch dürfte daher mutmaßlich gerade einmal knapp im dreistelligen Bereich liegen; dies müsste jedoch anhand der Umstände des Einzelfalls genauer geprüft werden.

Ich hoffe, meine Ausführungen konnten Ihnen einen hilfreichen ersten ÜBerblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz, LL.M.
Rechtsanwalt

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