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Formulierungen in einem Arbeistzeugnis


28.02.2007 12:47 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage bzgl. der Formulierungen eines Arbeitszeugnisses:
"Ihr ausgleichendes,angenehm ruhiges Wesen hilft ihr auch bei der Betreuung der Auszubildenden, die sie stets hilfsbereit unterstützt, aktiv fordert und damit zum Erreichen des Ausbildungsziels anleitet."
Ist diese Formulierung (... "ruhig" ...) eher als positiv/sehr gut zu bewerten oder verbirgt sich dahinter ggfs. ein langsame, demotivierte Mitarbeiterin?
Ebenso:
"Sie wird wegen Ihrer freundlichen, höflichen und hilfsbereiten Art und ihrer fachlichen Qualifikation sehr anerkannt."
Bedeuten die drei ersten Attribute ggfs., dass ein fachlicher Mangel vorliegt, weil die Betonung relativ stark ist?
Ich danke ihnen sehr für die Beantwortung meiner Frage!

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Schilderungen gern wie folgt beantworten möchte.

„Ruhiges Wesen“ ist in der Tat grundsätzlich eher negativ belegt, da dies oft als „zu zurückhaltend“ zu deuten ist. In Verbindung mit „angenehm“ und unter Berücksichtigung des Kontextes ist dies hier jedoch nicht gänzlich negativ zu sehen. Besser wäre allerdings eine Formulierung, wonach ihr ein stets ausgeglichenes Wesen und kollegiales und aufgeschlossenes Verhalten gegenüber Ihren Vorgesetzten und Mitarbeitern, welches sie auch im Umgang mit den von ihr betreuten Auszubildenden zeigt, attestiert wird.

Der zweite Satz ist nicht unproblematisch, weil dort nicht zum Ausdruck kommt, bei wem sie anerkannt war. Das Zeugnis sollte daher explizit eine Formulierung enthalten, wonach sie bei ihren Vorgesetzten und Kollegen gleichermaßen sehr geschätzt und anerkannt war. Zudem sollte die Qualifikation zuerst genannt sein. Die Betonung der Charaktereigenschaften ist grundsätzlich positiv, durch ein „stets“ könnte diese Aussage jedoch noch verbessert werden.

Abschließend bitte ich zu beachten, dass diese Antwort zwar alle wesentlichen Aspekte des von Ihnen geschilderten Falles umfasst, jedoch daneben Tatsachen relevant sein könnten, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden. Verbindliche Auskünfte sind daher nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Einschätzung Ihrer Rechtslage ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt


www.jeromin-kraft.de

Nachfrage vom Fragesteller 28.02.2007 | 17:13

Sehr geehrter Herr Jeromin,
sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für die Beantwortung meines Anliegens!
Meine Rückfrage diesbezüglich bezieht sich auf den ersten Teil meiner Frage, da ich hier auf der Suche nach einer Alternative bin, die nicht zweideutig ist.
Ihre genannte Alternative "stets ausgeglichenes Wesen und kollegiales und aufgeschlossenes Verhalten gegenüber Ihren Vorgesetzten und Mitarbeitern, ... auch im Umgang mit den Auszubildenden ..." ergibt sich bereits aus einem anderen Zusammenhang im Zeugnis.
Würden Sie "angenehm ruhig" durch "anpassungsfähiges Verhalten" erstzen? Sicher kann man dies auch negativ auslegen, aber ich benötige dringend eine Alternative, die nicht zweideutig ist und ein gut/sehr gut bedeutet. Vielleicht haben Sie einen Vorschlag, diesen Satz anders zu gestalten oder andere Worte zu finden.
Nochmals herzlichen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.02.2007 | 18:06

Sehr geehrter Fragesteller,

danke auch für Ihre Nachfrage.

Folgende Formulierung wäre denkbar:

„Aufgrund ihres jederzeit ausgeglichenen und kollegialen Wesens konnte sie die Auszubildenden immer mit großer Hilfsbereitschaft unterstützen, aktiv fordern und damit erfolgreich für das Erreichen des Ausbildungsziels anleiten.“

"Anpassungsfähig" sollte in keinem Fall verwendet werden. Auch auf die Gefahr, dass man sich wiederholt, sollte hier von "kollegial" gesprochen werden. "Einfühlsam" wäre wohl auch keine Alternative, da dies falsch interpretiert werden könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt

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