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Formulierungen im Arbeitszeugnis

| 14.08.2014 09:44 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


In meinen Arbeitszeugnis wurde ggf. die falsche Formulierung für den Beendigungsgrund des Arbeitsverhältnisses gewählt.
Ich habe das Arbeitsverhältnis am 30.5.14 durch Eigenkündigung beendet. In meinen Vertrag stand: " Das Arbeitsverhältnis kann mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder Ende eines Kalendermonats gekündigt werden." " Die Kündigung bedarf der Schriftform."
Dieses habe ich gemacht.
Das Kündigungsschreiben wurde mir von meinen ehemaligen Arbeitgeber schriftlich bestätigt.
" Das Kündigungsschreiben mit Wirkung zum 30.6.14 habe ich erhalten. Das Arbeitsverhältnis wird somit, wie von Ihnen gewünscht, zum 30.6.14 in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst."

Nun zu meiner Frage: "Frau... verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30.6.14." Für ihren weiteren beruflichen und privaten Lebensweg wünsche ich Frau... alles Gute und viel Erfolg. Für die geleistete Arbeit sage ich vielen Dank."

Jetzt habe ich gelesen das die Formulierung aussagt: " nicht fristgerechte Kündigung durch Ihren Mitarbeiter." Es ist von allen Wertungen die schlechteste Schlussformulierung.
Kann ich diese vom ehemaligen AG ändern lassen? Wenn ja, in welche Formulierung?
Ist er dazu verpflichtet?

Ich muss noch dazu sagen, dass ich zum Ende hin für 5 Tage krank geschrieben war. Ich wollte nicht so den Vertrag auslaufen lassen und bin in der AU-Zeit auf die Arbeit gegangen, um festzustellen, dass mein Krankheitszustand sich wieder verschlechterte. Allerdings hatte ich dann also trotzdem 4 Fehltage. Was mir sehr übel genommen wurde. In der ganzen Vertragszeit von 2 Jahren und 3 Monaten hatte ich keine Fehltage.
Das Arbeitszeugnis ist allgemein nur eine befriedigende Arbeitsleistung.

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Wenn ich die Sachverhaltsdarstellung richtig verstehe, endet Ihr Zeugnis mit folgendem Satz:

"Frau XY verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30.06.2014. Für ihren weiteren beruflichen und privaten Lebensweg wünsche ich Frau XY alles Gute und viel Erfolg. Für die geleistete Arbeit sage ich vielen Dank."

D.h., im Zeugnis steht kein Wort über eine nicht fristgerechte Kündigung. Damit stellt sich die Frage, wie die von Ihnen zitierte Zeugnisformulierungen bezüglich der nicht fristgerechten Kündigung seitens des Arbeitnehmers zu werten ist, nicht.

Allerdings entnehme ich aus Ihrer Formulierung, dass im Zeugnis auf eine nicht fristgerechte Kündigung wohl hingewiesen worden sein dürfte. Sonst hätten Sie die Frage, ob Sie einen Anspruch auf Änderung dieser Formulierung gegen den Arbeitgeber haben, nicht gestellt. Allerdings ist mir nicht klar, wo diese Formulierung im Zeugnis auftaucht, zumal Sie die Schlussformel, so jedenfalls scheint es nach der Sachverhaltsschilderung zu sein, lediglich besagt, dass Sie das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30.06.2014 verlassen.

Das ist in dieser Form nicht zu beanstanden, zumal ich davon ausgehe, dass Sie fristgerecht kündigt haben.


2.

Dass die im Zeugnis gewählte Formulierung dahin zu lesen sei, dass es sich um eine nicht fristgerechte Kündigung handele, ist schlicht unzutreffend.


3.

Man könnte die Schlussformel des Zeugnisses noch insoweit ergänzen, als dass man den Satz einfügt: "Wir bedauern es außerordentlich, dass Frau XY unseren Betrieb verlassen will und wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen und privaten Lebensweg alles Gute und viel Erfolg."


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.08.2014 | 10:47

Vielen Dank für Ihre Antwort ! Ich habe die Formulierung unter www.hrexperten24.de /thema-des-monats/zeugnis-wer-gekündigt-hat-muss-klar-benannt-werden. Deshalb kam ich auf diese Frage.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.08.2014 | 10:58

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


Die Interpretation der in Ihrem Zeugnis gewählten Formulierung, so wie das in dem genannten Link aufgeführt ist, halte ich für zu weit gehend.

Die Formulierung, die Sie in Ihrem Zeugnis finden, ist vollkommen in Ordnung und könnte noch durch den von mir vorgeschlagenen Zusatz aufgewertet werden.

Es kann sich also anbieten, dem Arbeitgeber vorzuschlagen, das Zeugnis insoweit noch zu ergänzen. Ein einklagbarer Rechtsanspruch auf eine derartige Ergänzung besteht allerdings nicht.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.08.2014 | 11:21

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