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Formulierungen bei abgebrochenem Studium

| 13.09.2012 09:02 |
Preis: ***,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Sehr geehrte Rechtsanwälte!

Ich habe an einer deutschen Universität das Studium der X abgeschlossen und promoviere nun. Ein beruflicher Konkurrent A hat das selbe Studium nach wenigen erfolglosen Semestern abgebrochen, wirbt aber nun (z.B. in seinem veröffentlichtem Lebenslauf) intensiv mit Formulierungen wie "Nach dem Studium der X an der Universität Y gründete ich [...]" oder "Herr A studierte X an der Universität Y" und bezeichnet sich nach kurzem, informellen und unbezahltem Kontakt mit einer Arbeitsgruppe auch als "wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Y".
Darf er das? Zumindest letztere Formulierung impliziert meiner Meinung nach ein abgeschlossenes Studium.

Eine knappe Antwort genügt völlig.

Vielen Dank!

Sehr geehrter Ratsuchender,

in Anbetracht der mir vorliegenden Informationen und mit Blick auf die Höhe des ausgelobten Einsatzes beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben und Abweichungen im Detail kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen. Sie ersetzt daher nicht eine individuelle, persönliche Beratung durch einen Anwalt.

Die Formulierung "Studium an der Universität Y" zeigt nur auf, dass der Bewerber einem Studium an der entsprechenden Universität nachgegangen ist. Ein Personaler weiß mit dieser Information schon, dass das Studium wohl nicht beendet wurde, da der Bewerber seinen Abschluss nicht nennt. Auch der Terminus "wissenschaftlicher Mitarbeiter" deutet nicht auf einen Universitätsabschluss hin, da in manchen Studiengängen bzw. an manchen Universitäten auch studentische Hilfkräfte als "wissenschaftliche Mitarbeiter" oder "wissenschaftliche Assistenten" geführt werden, je nach Stellenbezeichnung. Auch hier wird der Versuch, den Lebenslauf wohlklingend zu gestalten, ins Leere laufen, da regelmäßig ein Arbeitszeugnis diese Tätigkeit zu belegen hat. Fehlt ein solches, wird das bei dem Personaler Fragen aufwerfen. Insofern wirken sich solche "Modifikationen" eher negativ aus.

Im Hinblick auf das rechtliche "Dürfen" ist relevant, ob es um eine Täuschungshandlung handelt, da in diesem Falle bei erfolgreicher Anstellung ein Eingehungsbetrug vorliegt. Eine Täuschung liegt dann vor, wenn die Angaben des Bewerbers geeignet sind, beim Arbeitgeber einen Irrtum über die Kompetenzen des Bewerbers hervorzurufen, aufgrund dessen dieser dann eingestellt werden.
Im Hinblick auf eine mögliche Bevorzugung des anderen Bewerbers bei der Einstellung ist zu bemerken, dass trotz der Täuschungen der andere Bewerber keinen Rechtsanspruch.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen kleinen Überblick geben.

Mit freundlichen Grüßen,

Daniel Martin Pfeffer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 13.09.2012 | 14:52

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"Super, danke! (Nur der letzte Satz endet etwas abrupt)."
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