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Formulierung im Arbeitszeugnis

20.04.2013 14:22 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geeehrter RA,

ich war als Junior-Consultant im ZUge eines dualen Studiums zum Master in einem Unternehmen angestellt. Unter dieser Bezeichnung war die Stelle mit Studium damals auch ausgeschrieben und so erfolgte auch die Bewerbung. Im Arbeitszeugnis wurde allerdings nur aufgeführt, dass ich im Rahmen des berufsbegleitenden Studiums in dem Unternehmen angestellt war. Normalerweise ist es doch üblich, dass die Berufsbezeichnung aufgeführt wird. Habe ich ein Recht darauf, dass im Zeugnis die Stellenbezeichnung aufgeführt wird? Denn letzlich wurde man ja in dieser Funktion plus berufsbegleitendem Studium angestellt.

Vielen Dank!

20.04.2013 | 15:07

Antwort

von


(2004)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
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Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Gemäß § 630 BGB , § 109 GewO muss der Arbeitgeber Zeugnis über die Tätigkeit des Dienstverpflichteten und dessen Dauer geben. Sämtliche Tätigkeiten, einschließlich der Sonderaufgaben, müssen in das Zeugnis aufgenommen werden, damit sich der künftige Dienstberechtigte aus diesen Angaben ein klares Bild machen kann.

Sie haben daher zwar keinen gesetzlichen Anspruch auf Nennung einer konkreten Berufsbezeichnung, wohl aber auf eine ausführliche Stellenbeschreibung, was regelmäßig unter Beachtung des für ein Arbeitszeugnis geltenden Grundsatzes der Einheitlichkeit, Vollständigkeit und Wahrheit auch die Nennung der zutreffenden Stellenbezeichnung umfasst. Zumal die Rechtsprechung verlangt, dass das Zeugnis von verständigem Wohlwollen gegenüber dem Arbeitnehmer getragen sein und ihm das weitere Fortkommen nicht ungerechtfertigt erschweren soll.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

ANTWORT VON

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