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Formalitäten bei Darlehen von Privat an Privat


30.05.2006 21:45 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht



Ich suche Leute, die mir kurzfristig ein Kleindarlehen zum Einkauf von Ware beim Importeur geben. Nach dem Verkauf des importierten Artikels will ich das Darlehen innerhalb von 2 Monaten zzgl. einer frei ausgehandelten "Gewinnbeteiligung" zurückzahlen. Der Darlehensgeber erhält als innerhalb von 3 Monaten seine Kohle (z.B. 3000 EUR) komplett zurück plus (z.B. 200 EUR) Gewinnbeteiligung. Eine super Rendite für risikobereite Privatleute.
Kann ich ein derartiges Geschäft mit den privaten Geldgebern machen, oder ist das gesetzlich unzulässig oder an gewisse äußere Form (Anwalt, Notar ?) gebunden ?
Als Reisegewerbler bin ich für die Banken trotz astreiner Schufa eine "Unperson" :-(

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Sehr geehrter Fragesteller,

die strengste erforderliche Form bei einem Darlehensvertrag ist die Schriftform. Diese ist gemäß § 492 BGB bei der Gewährung eines Verbraucherdarlehens einzuhalten. In vorliegenden Fall ist noch nicht einmal zwingend diese Form einzuhalten, da Sie ein Darlehen für Ihre gewerbliche Tätigkeit aufnehmen möchten.

Aus Gründen der Beweissicherung und zur Klarstellung der jeweiligen Verpflichtungen sollten Sie die Darlehensverträge aber schriftlich abschließen. Eine notarielle Beurkundung ist jedenfalls nicht erforderlich.

Schriftform bedeutet, dass die Darlehensverträge von beiden Parteien eigenhändig durch Namensunterschrift unterzeichnet werden.

Wenn in dem Vertrag nicht anders bestimmt, gilt der Darlehensvertrag als auf unbestimmte Zeit geschlossen mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist (§ 488 Abs. III BGB). Die vereinbarten Zinsen sind nach dem Ablauf eines Jahres oder bei Rückerstattung zu entrichten.

Mit freundlichen Grüssen

Kamil Gwozdz
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 30.05.2006 | 22:45

Herr Rechtsanwalt, ich danke ihnen herzlich.

Mein Bankberater hatte mir auf die gleiche Frage gesagt, private Kreditgeschäfte wären verboten und strafbar als "unerlaubte Erbringung von Finanzdienstleistungen, Vergehen nach §§ irgendwas" und ich würde Riesen-Ärger kriegen...

einzige Frage: kann ich hier gestellte Fragen aus Diskretionsgründen irgendwie wieder löschen lassen ?

Danke. Mfg.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.05.2006 | 00:09

Strafrechtlich relevant kann nur die Gewährung von Darlehen für den Darlehensgeber sein gemäß §§ 55 ff des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG), wenn dieser ohne die erforderliche Erlaubnis Bankgeschäfte betreibt oder Finanzdienstleistungen anbietet.

Eine einzelne Kreditgewährung fällt nicht darunter. Für Sie ist die Vorschrift aber ohnehin nicht relevant, da Sie ja einen Kredit aufnehmen wollen und nicht umgekehrt.

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