Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Form der Klageschrift, bzw. welches Amtsgericht muss ich angeben?

04.02.2013 19:40 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Eine Neu-Kundin hatte 3 Aufträge bei mir - 1 Rechnungen bezahlt, die zweite auf Raten, die dritte mit einer Ratenüberschneidung "angezahlt".
über 1000 Euro sind noch offen. Sie hatte mir versichert, alles zu bezahlen - eben über Raten. Plötzlich blieben die Zahlungen aus. (Von 2011 bis 2012)

Daher habe ich im November 2011 das Mahnverfahren über das Amtsgericht Coburg eingeleitet. Die gegnerische Partei hat dann OHNE BEGRÜNDUNG Widerspruch eingelegt - durch einen Anwalt.

Jetzt musste ich also eine Klage erheben - habe das auch nach bestem Wissen und Gewissen gemacht, mir eine Vorlage im Internet gesucht nach § 82 Abs. 1 Satz 1 VwGO und dieses eingereicht mit allen Belegen in 3facher Ausführung.

Das Gericht schreibt mir jetzt Folgendes:
"Die Klägerin wird darauf hingewiesen, dass die örtliche Zuständigkeit des Amtsgerichts Coburg nicht ersichtlich ist. Es wird gebeten mitzuteilen, ob und an welches Gericht die Verweisung des Rechtsstreits beantragt wird. Frist: 08.02.2013"

Woher soll ich denn jetzt wissen, welches Amtsgericht ich da anzugeben habe?
Und wo muss ich das reinschreiben?
Die Sache ist halt vom Mahnverfahren (Amtsgericht Coburg) jetzt in den Rechtsstreit übergegangen.

Wie kann ich das für mich zuständige Amtsgericht ermitteln?
Muss ich die Klageschrift korrigiert mit dieser zusätzlichen Angabe nochmal schicken oder einfach ein zusätzliches Schreiben dazu aufsetzen? Einfach oder in mehrfacher Ausführung?

Danke für Ihre Auskunft.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist in der ZPO geregelt, welches Gericht örtlich zuständig ist. Gem. § 12 ZPO ist der allgemeine Gerichtsstand einer Person ihr Wohnort. Sie können Ihre Auftraggeberin also an dem für ihren Wohnort zuständigen Amtsgericht verklagen, § 13 ZPO.

Die darauf folgenden Paragraphen regeln noch besondere Gerichtsstände, wobei für Sie vermutlich allenfalls noch der Gerichtsstand des Erfüllungsortes in Betracht käme, soweit dieser vom Wohnort Ihrer Gegnerin abweicht.

Das Gericht hat Sie auf die Unzuständigkeit hingewiesen. Also müssen Sie dem Gericht schriftlich mitteilen, dass Sie um Verweisung an das zuständige Gericht (das sie dann bezeichnen müssen) bitten (in dreifacher Ausfertigung, aber ohne die Klage noch mal einzureichen).

Soweit Sie mitteilen, dass Sie sich für Ihre Klage an der VwGO orientieren, weise ich darauf hin, dass es bei Ihnen nach Ihrer Schilderung nicht um eine verwaltungsrechtliche Streitigkeit handelt, sondern wohl um eine zivilrechtliche Angelegenheit, die nach der ZPO zu beurteilen ist. Gerade wenn die Gegenseite anwaltlich vertreten ist, sollten auch Sie einen Anwalt mit der Prozessführung beauftragen. Sie werden als Laie andernfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit an den Formvorschriften und den Regeln zur Beweisführung scheitern, auch wenn Sie in der Sache Recht haben. Bisher haben Sie vermutlich noch keine großen Fehler gemacht, das unzuständige Gericht lasst sich noch korrigieren.

Die Kosten des Verfahrens trägt im übrigen der Verlierer. Wenn Sie durch falsche Prozessführung den Prozess verlieren, bekommen Sie nicht nur kein Geld, Sie zahlen auch den gegnerischen Anwalt und die Gerichtskosten.

Wenn Sie gewinnen, haben Sie einen Kostenerstattungsanspruch auch wegen der Anwaltskosten gegen die Gegnerin, außerdem können Sie ggf. Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen, wenn Sie die Kosten für Ihren Anwalt nicht verauslagen können.

Bitte beachten Sie, dass dieses Forum eine erste Orientierung bieten, nicht aber die persönliche Beratung ersetzen kann. Häufig ergeben sich dabei Details, die zu einer anderen Bewertung führen.

Dennoch hoffe ich, dass Ihnen meine Antwort weiterhilft.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Wunstorf-

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70612 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Top ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr ausführliche und kompetente Antwort ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Einfach eine spitzen Antwort, ich weiß jetzt viel besser Bescheid. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER