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Forderungskonto bei UGV Inkasso GmbH

| 17.02.2012 16:52 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Forderung von der Firma UVG Inkasso GmbH, der Titel ist vom 25.04.2006 (Hauptforderung 58,25 EUR mit Kosten 200,78 EUR zzgl. Zinsen).
Das Inkasso Unternehmen hatte mein Lohn gepfändet, nun bat ich um eine Forderungsaufstellung da mein Arbeitgeber mit mitteilte das der Betrag beglichen worden ist. Bei der Auflistung bin ich fast vom Stuhl gefallen denn hier werden Kosten berechnet wo ich nicht weiß ob diese Berechtigt sind, und solange ich diese nicht bezahle würde ich auch nicht den Titel bekommen:

Hier einmal die Aufstellung der Kosten die mir Spanisch vorkommen:

1. Brief tit. Forder. UGV 55,10 EUR
2. TZ - Angebot 37,50 EUR
3. Anforderung VV ohne HB 15,00 EUR
4. GV-Kosten per EBanking 15,50 EUR
5. GV-Kosten per EBanking 26,95 EUR
6. KontoFK. 4/2006-2/2011 236,00 EUR
7. KontoFK. 3/2011-1/2012 44,00 EUR
alle zzgl. Zinsen.

Was kann ich da machen ? muss ich das Zahlen und was sind KontoFK-Kosten ?
Trotz schriftliche Anfrage an UGV Inkasso bekomme ich keine Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Die von Ihnen aufgelisteten Kosten erscheinen in der Tat recht hoch. Rechtsverfolgungskosten und Zwangsvollstreckungskosten durch ein Inkassobüro sind vom Schuldner nur in der Höhe zu erstatten, in der die Kosten angefallen wären, wenn sich der Gläubiger der Tätigkeit eines Rechtsanwaltes bedient hätte.

Die Kosten zu 1. sind vermutlich für eine Zahlungsaufforderung angefallen, nachdem der Titel gegen Sie vorlag. Bei der Hauptforderung von 58,25 € ist der verlangten Betrag deutlich höher, als eine Zahlungsaufforderung und Zwangsvollstreckungsandrohung durch einen Rechtsanwalt gekostet hätte. Diese Position ist voraussichtlich nur teilweise zu erstatten.

Die Kosten zu 2. für das Teilzahlungsangebot sind nur dann zu erstatten, wenn auch eine Teilzahlungsvereinbarung zu Stande gekommen ist und Sie sich zur Übernahme der Kosten verpflichtet haben. Allein durch die Übersendung eines Angebotes kann das Inkassounternehmen Sie nicht zur Erstattung der Kosten für das Angebot zwingen, falls das Angebot nicht angenommen wurde.

Die Position 3. enthält die üblichen Gerichtskosten für die Anforderung eines Vermögensverzeichnisses bei Gericht, wenn die eidesstattliche Versicherung abgegeben wurde. Ich gehe davon aus, dass das Inkassounternehmen diese Position tatsächlich belegen kann.

Gleiches gilt für die Positionen 4. Und 5.. Die Einzelheiten müssten insoweit beim Inkassobüro erfragt werden, allerdings handelt es sich hier um Kosten in einer durchaus üblichen Höhe. Vermutlich sind diese Kosten für die Lohnpfändung bei Ihrem Arbeitgeber angefallen.

KontoFK meint üblicherweise Kontoführungskosten. Die Erstattungsfähigkeit von Kosten ist umstritten. Nach m.E. richtiger Ansicht gehen einige Gerichte davon aus, gehört die Kontoführung zur Inkassotätigkeit gehört und damit nicht gesondert erstattungsfähig ist; vgl. AG Dortmund, Urteil vom 23.03.1995, Az. 125 C 1278/95; AG Lahnstein, Urteil vom 02.06.2009, Az.: 20 C 595/08. Etwas anderes kann aber gelten, wenn Sie sich in einem Teilzahlungsvergleich wirksam zur Erstattung bestimmter Kontoführungskosten verpflichtet haben. Die Wirksamkeit einer derartigen Verpflichtung sollte aber ebenfalls überprüft werden.

In Ihrem Fall sollten die einzelnen Kostenpositionen tatsächlich kritisch hinterfragt werden. Ich sehe gute Chancen, dass Sie die Forderung reduzieren können, wenn die unberechtigten Forderungen zurückgewiesen werden. Sofern das Inkassounternehmen nicht reagiert, sollten Sie die Einschaltung eines Rechtsanwalts zu ihrer Unterstützung erwägen. Wenn durch das Inkassounternehmen bewusst unberechtigte Forderung geltend gemachte wurden, sind die Kosten für den Rechtsanwalt gegebenenfalls erstattungsfähig und können bei dem Inkassounternehmen angefordert werden. Gerne stehe ich Ihnen zur weiteren Vertretung zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.02.2012 | 18:33

Sehr geehrter Herr Matthes,
ich bedanke mich für Ihre Antwort.
Ich möchte Ihnen gerne das Mandat übergeben und würde Ihnen die Unterlagen per PDF zukommen lassen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.02.2012 | 15:39

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank, ich habe Ihre Email erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 17.02.2012 | 18:34

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