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Forderungseinzug Arztrechnung durch Fremdfirmen


| 24.04.2018 16:33 |
Preis: 57,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von



Ich bin privat krankenversichert. Mein Hausarzt verweigert mir nach ca 30 Jahren eine weitere Behandlung wenn ich mich weigere,
der Abrechnung über eine externe Inkassofirma zuzustimmen. Bisher war das kein Problem. Ich kann also mein Recht auf Datenschutz und Vertragszustand mit dem Arzt nicht wahrnehmen.
Kann der Hausarzt so handeln, ohne besondere Gründe.
Mit freundlichen Grüßen


24.04.2018 | 20:04

Antwort

von


21 Bewertungen
Uetzer Straße 4 a
31234 Edemissen
Tel: 05177-9867225
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

außerhalb von Notfallbehandlungen kann Ihr Arzt den Abschluss eines privatärztlichen Behandlungsvertrages davon abhängig machen, dass Sie an dem von ihm angebotenen Abrechnungsmodell teilnehmen. Unternehmerisches Handeln innerhalb der Grenzen des Standesrechts gehört durchaus auch zum Arztberuf.

Ihre Daten darf er nicht (und wird er vermutlich auch nicht) ohne Ihre datenschutzrechtliche Einwilligung an die Abrechnungsstelle leiten.

Zum "Vertragszustand": Aus der langjährigen privatärztlichen Betreuung und Versorgung ergibt sich kein Gewohnheitsrecht, dass weiterhin in der Form abgerechnet wird, wie Sie es gewohnt sind und es sich offenbar aus Ihrer Sicht auch bewährt hat.

Einen besonderen Grund für seine (vermutlich betriebswirtschaftlich motivierte) Entscheidung muss er Ihnen nicht nennen. Es besteht kein "Kontrahierungszwang" (Zwang zum Vertragsschluss). Er muss Sie, außer in Notfällen, nicht behandeln und kann dementsprechend auch die Bedingung stellen, Sie nur zu behandeln, wenn die Abrechnung über einen Dienstleister läuft. Er macht Ihnen ein Angebot zum Vertragsschluss, dass Sie annehmen oder ausschlagen können. Auf der anderen Seite ist es Ihnen nämlich auch unbenommen, sich einen anderen Arzt zu suchen, der Ihren Vorstellungen eher entspricht. Das beschriebene Abrechnungsmodell ist aber in unseren Tagen keineswegs unüblich.

Ich bedaure, Ihnen keine anders lautende Nachricht geben zu können.

Freundliche Grüße
Stefan Pleßl, RA


Nachfrage vom Fragesteller 25.04.2018 | 10:10

Darf der Arzt deswegen auch eine laufende Behandlung abbrechen??
Mein Recht ist dann eigentlich nichts wert, wenn mir nur der Arztwechsel verbleibt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.04.2018 | 12:36

Sehr geehrter Fragesteller,

es kommt darauf an, was Sie unter "laufender Behandlung" verstehen. Grundsätzlich gelten die Bedingungen des Behandlungsvertragsschlusses fort (die konkrete Heilbehandlung ist zu den vereinbarten Bedingungen abzuschließen). Wenn Sie aber das allgemein zu Grunde liegende Hausarzt-Patientenverhältnis meinen, können die Bedingungen auch verändert werden.

Ich schlage vor, Sie reden mal mit Ihrem behandelnden Arzt über Ihre Bedenken und bitten darum, dass sich für Sie (möglicherweise zeitlich befristet) nichts ändert. 30 Jahre gesundheitliche Begleitung haben bestimmt ein vertrauensvolles und besonderes Näheverhältnis entstehen lassen. Ich kann mir vorstellen, dass Ihr Arzt Verständnis zeigt. Eine durchsetzbare Rechtsposition sehe ich aber auf Basis des mitgeteilten Sachverhalts nicht.

Vielen Dank für die wertschätzende Bewertung.

Freundliche Grüße
Stefan Pleßl, RA


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Bewertung des Fragestellers 25.04.2018 | 13:27


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 25.04.2018
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