Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.629
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Forderungsanmeldung trotz drohender Rückzahlungspflicht


| 03.12.2013 15:59 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht



Hallo liebe Rechtsanwälte,

ich habe vor einigen Jahren bei einem Anlageberater 5000 € angelegt. Das Geld wurde auf ein Konto bei ihm überwiesen. Das Geld sollte verwandt werden, um Aktien zu kaufen.

Vor einem Jahr habe ich mir dann einen Gewinn von 6000 € auszahlen lassen und die restlichen 2000 € auf dem Konto reinvestiert. Nun ist der Anlageberater in der Insolvenz. Aus Medienberichten habe ich erfahren, dass es sich wohl um ein Schneeballsystem gehandelt hat. Es läuft wohl auch ein Strafverfahren, weil der Verdacht besteht, dass die Gelder nie angelegt wurden. Ob mein Geld überhaubt in irgendeiner Form angelegt wurde weiß ich nicht. Ich habe gehört, dass in Schneeballsystemen erziehlte Gewinne vom Insolvenzverwalter zurückgefordert werden können.
2 Fragen stellen sich mir:
Wie wahrscheinlich ist es, dass der Insolvenzverwalter den ausgezahlten Gewinn zurückfordert?
Erhöht sich diese Wahrscheinlichkeit, wenn ich meine Restforderung jetzt zur Insolvenztabelle anmelde? Oder ist das ohne Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit, weil der Insolvenzverwalter ohnehin umfassend prüft?
Sehr geehrte Fragestellerin,
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Ihre Fragen beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt. Ich bitte Sie zu beachten, dass eine ausführliche Rechtsberatung in einem solchen Rahmen nicht stattfinden kann.

Die Wahrscheinlichkeit der Rückforderung kann nicht pauschal beantwortet werden. Grundsätzlich kann der Insolvenzverwalter gemäß § § 143, 134 InsO die „Gewinnausschüttung" innerhalb von vier Jahren vor der Eröffnung des Insolvenzantrages zurückfordern. Der Insolvenzverwalter prüft hierbei umfänglich. Eine Aufrechnung ist hier nach § 96 Abs. 1 Nr. 3 InsO ausgeschlossen (vgl. BGH, Urteil vom 11. 12. 2008 - IX ZR 195/07; BGH, Urteil vom 18.07.2013 - IX ZR 198/10 ). Hier kommt es also darauf an, ob Unterlagen existieren, die die Auszahlung bestätigen. Existieren keine Unterlagen, so ist es eher unwahrscheinlich, dass der Insolvenzverwalter Kenntnis über die Auszahlung erhält. Würden Sie in diesem Fall jetzt Forderungen anmelden, so könnte der Insolvenzverwalter Kenntnis über Ihre Person erhalten. Da Sie bis zum Schlusstermin Forderungen anmelden können, empfehle ich Ihnen daher, abzuwarten. Zwar können hierbei besondere Kosten für die Forderungsanmeldung entstehen, allerdings reduzieren Sie Ihr Risiko. Sobald der Insolvenzverwalter den Gewinn heraus verlangt, würde ich an Ihrer Stelle die Forderungen anmelden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Diplom - Jurist, LL.M. Sebastian Scharrer, Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 03.12.2013 | 17:41


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die schnelle Beantwortung einer schwierigen Frage."